Asien, Reisetipps

Erlebnis Straßenmärkte – 5 Tipps für´s richtige Handeln

9. März 2015
Markt_Handeln_Tipps

 

Bist Du auch so begeistert davon wie ich? Ich glaube, mittlerweile hat ja jeder mitbekommen, dass ich Straßenmärkte über alles liebe! Vor allem die in Asien… Ich kann wirklich nicht genug davon bekommen. Dieses kunterbunte Gewusel aus Menschen, dieses chaotische Durcheinander. Ich könnte Stunden damit verbringen, nur von einem Stand zum Nächsten zu schlendern und alles in mich aufzusaugen. Am schönsten finde ich es, wenn sich zwischen den normalen Verkaufsständen auch noch viele verschiedene Essensstände der Einheimischen verstecken und es überall nach unbekannten und exotischen Köstlichkeiten duftet. Dann fühle ich mich wie im Paradies!

 

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Es gibt eine Sache, die auf nahezu allen Straßenmärkten der Welt ihre Gültigkeit hat

Die Rede ist davon, dass Du fast überall handeln kannst und vielleicht auch solltest. Manchmal wird das sogar von Dir erwartet. Weil Du da aber auch mächtig viel falsch machen kannst, möchte ich Dir hier ein paar meiner persönlichen Grundsätze zum „richtigen“ Handeln mit auf den Weg geben. Einfach ausgedrückt ist das Ziel immer, dass beide Seiten – also sowohl Du als auch der Verkäufer – nachher zufrieden sind. Und das erreichst Du am besten mit diesen Tipps!

 

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Die wichtigste Regel – Freundlichkeit

Handeln soll allen Beteiligten Spaß machen. Viele Verkäufer in fremden Ländern sehen das sogar als eine Art Spiel. Du solltest es tatsächlich auch so sehen, aber dabei immer höflich und freundlich bleiben. Spiel einfach mit! Ein nettes Lächeln und ein freundliches Wort sind auch oft die einfachsten und besten Wege einen guten Rabatt zu bekommen. Wenn Du alles richtig gemacht hast, hältst Du nicht nur Deine neue Errungenschaft in den Händen, sondern hast auch noch ein zufriedenes Lächeln auf den Lippen.

 

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Steig gleich richtig ein!

Am besten ist es, wenn Du gleich zu Beginn einen ganz niedrigen Preis nennst! Etwa ein Drittel des vom Verkäufer zuerst genannten Preises ist ein guter Richtwert. Dann habt ihr Beide genügend Spielraum um euch irgendwo in der Mitte zu treffen. Keine Angst, auch wenn der Händler sichtlich schockiert ist und halb vom Stuhl kippt… Das gehört zum Spiel dazu und Du bist garantiert nicht der erste, der so tief beim Handeln einsteigt. Ich bin immer sehr zufrieden damit, wenn ich etwas auf knapp über die Hälfte des Startpreises runterhandeln kann, denn zu hart solltest Du auch nicht handeln. Sonst kann die Situation auch schnell in ein ungutes Gefühl oder sogar in ein Ärgernis umschlagen.

 

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Fang nicht an zu Handeln, wenn Du eigentlich nichts kaufen möchtest

Du solltest tatsächlich nur um einen Preis feilschen, wenn Du auch wirklich bereit bist die Sache dann zu kaufen. Nichts ist frustrierender für den Verkäufer – und glaub mir am Ende auch für Dich – als wenn Du das Spiel mitspielst und am Schluss doch noch einen Rückzieher machst. Meine Erfahrung ist, dass die Händler da manchmal sogar richtig böse werden. Auf jeden Fall hinterlässt es einen faden Beigeschmack, also versuche das einfach zu vermeiden.

 

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Lerne die einfachsten Redewendungen und Zahlen in der Landessprache

Diese Regel gilt eigentlich nicht nur auf Märkten, sondern komplett während jeder Reise. Sobald Du die gängigen Ausdrücke und Wörter in der Sprache der Menschen vor Ort beherrschst, öffnest Du Dir damit viele Türen und auch Herzen. Es kommt einfach super gut bei den Einheimischen an! Beim Handeln gilt das gleiche. Ich kann Dir versprechen, dass Du auf diese Art viel erfolgreicher sein wirst!

 

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Allerletzte Möglichkeit – geh erst mal weiter zum nächsten Stand

Das ist für mich immer der Joker, wenn ich mit meinen Verhandlungen nicht so richtig vorankomme oder dem Preis noch einen letzten Schubser geben möchte. Der Verkäufer weiß genau, dass er nicht der Einzige mit dieser Ware ist und muss befürchten, dass Du einfach beim Nachbarstand einkaufst. Deswegen wird er Dir im Normalfall nachrufen oder manchmal sogar nachlaufen. Wenn dann der Preis einigermaßen Deinen Vorstellungen entspricht, solltest Du aber auch wirklich kaufen.

Und noch ein weises Wort zum Schluss. Sei nicht enttäuscht, wenn das Ganze bei Dir nicht auf Anhieb gut funktioniert. Wie bei so vielen Dingen im Leben gilt auch hier: Die Übung macht bekanntlich den Meister!

 

Dann bleibt eigentlich nur noch zu klären, wie und wo Du die besten Straßenmärkte findest! Hier nutze ich privat am liebsten die App von TripAdvisor, denn hier beurteilen andere Reisende wie Du und ich ob es sich um einen authentischen Markt oder um reine Touristenabzocke handelt. Tippe wenn Du vor Ort bist in der App einfach auf „in meiner Nähe“ und wähle dann die für Dich gerade passende Rubrik. Märkte sind oft unter „Shopping“ oder unter „Sehenswürdigkeiten“ gelistet. So findest Du übrigens auch ganz einfach die leckersten Restaurants oder Cafés in Deiner näheren Umgebung!

 

Hast Du noch gute Tipps zum Handeln für mich? Was ist Deine beste Strategie und was findest Du, sollte man unbedingt vermeiden? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

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16 Comments

  • Reply Marieke 10. März 2015 at 20:24

    Uhh ich liebe auch Märkte und das Handeln! Was auch manchmal zieht ist ,,da hinten habe ich es für die Hälfte gesehen“. Und stur bleiben auch^^ Oder wenn man eine Freundin dabei hat, die eine tut so als würde sie es unbedingt haben wolle, die andere bleibt aber hart und sagt nur die ganze Zeit zu hoch, zu hoch, nein – bis der Preis erreicht ist den man bereit ist zu zahlen.
    Liebe Grüße
    Marieke

    • Reply goodmorningworld 10. März 2015 at 21:19

      Liebe Marieke,

      ja da hast Du recht, diese Taktiken wende ich auch oft noch an! Vor allem der Tipp mit der Freundin ist sehr gut… Wenn man eine zur Verfügung – also dabei – hat ist das super! :)
      Bei Dir geht´s ja nun bald los, oder? Bist schon langsam aufgeregt?

      LG, Melanie

      • Reply Marieke 10. März 2015 at 23:32

        ja am 6.5. geht’s los. Manchmal wenn ich nen Flieger sehe, habe ich schon Schmetterlinge im bauch :-)
        Und am meisten freue ich mich tatsächlich auf die Märkte :D

        • Reply goodmorningworld 10. März 2015 at 23:50

          Hey Marieke,

          das hört sich schön an! Anfang Mai ist gar nicht mehr weit weg… Falls wir uns nicht mehr sehen drück ich Dir ganz fest die Daumen dass alles so toll wird wie Du es Dir wünschst! :)

          LG, Melanie

  • Reply Thomas 10. März 2015 at 23:30

    Hallo Melanie,
    kann aus meinen Asienreisen, deine Empfehlungen unterschreiben. Je nachdem kann man auch manchmal bei 25 % starten (muss etwas Gefühl dafür entwickeln). In China z.B. bei den „Fälschungsmärkten“ auf jeden Fall bei 25 % starten.
    Aber Achtung: Gibt auch Märkte, bei denen nicht viel gehandelt werden kann (z.B. einheimische Lebensmittelmärkten). Dann steht man schnell „dumm“ da. Auf den Lebensmittelmärkten kann man auch Fragen, ob man das Obst probieren kann (schliesslich sollen die Kirschen, Melone, etc. auch schmecken).
    Lg Thomas

    • Reply goodmorningworld 10. März 2015 at 23:54

      Lieber Thomas,

      danke für den tollen Kommentar und Deine super Einschätzung dazu! Ich hab tatsächlich auch schon öfters „dumm“ dagestanden als ich eben handeln wollte und es war anscheinend dort gar nicht üblich… Ist irgendwie oft mit etwas Fingerspitzengefühl verbunden und gar nicht immer so einfach! Aber meistens macht´s richtig Spaß. Das mit dem Probieren war mir jetzt gar nicht so bewusst, das werde ich nächstes Mal ausprobieren!

      Ganz liebe Grüße,
      Melanie

  • Reply Kaja 14. März 2015 at 5:33

    Hallo Melanie,

    ich lebe in Hong Kong und da gehört das Handeln quasi schon zu meinem Alltag. Ich liebe vor allem die Fake-Märkte. Mein ultimativer Tipp: Immer freundlich sein und nie die Qualität der Ware in Frage stellen um den Preis zu drücken. Damit fahr ich ganz gut und zahle am Ende ca. ein drittel des Startpreises.

    Liebe Grüße,
    Kaja

    • Reply goodmorningworld 14. März 2015 at 15:40

      Liebe Kaja,

      freundlich bleiben finde ich auch am wichtigsten, das stimmt. Und Du hast auch sehr recht mit dem anderen Punkt. Sobald man die Qualität der Ware anzweifelt werden die Händler nämlich eher böse. Aber das ist ja auch verständlich finde ich! :)

      LG, Melanie

  • Reply Heike @Björklunda 15. März 2015 at 11:51

    Hej Melanie,
    ich kann deine Handels-Tipps aus meinen Reisen durch die afrikanischen Gebiete voll unterschreiben. Am lustigsten ist immer die gespielte Schockiertheit der Händler, wenn du ihm einen niedrigen Preis nennst… Am tollsten finde ich immer die Gerüche der Gewürze, die prächtigen Farben – einfach das Rundum-Paket :)
    Viele Grüße
    Heike

    • Reply goodmorningworld 15. März 2015 at 14:20

      Liebe Heike,

      eigentlich könnte man da mal einen sehr witzigen Film drehen von den Händlern! Manche können diesen Schock wirklich gut spielen und ich könnte mich da manchmal echt wegwerfen so witzig finde ich das! :)
      Ich liebe Gewürzmärkte auch über alles, diese Gerüche und Farben sind einfach nur schön… Wo war denn der beeindruckendste Markt, den Du je besucht hast?

      LG, Melanie

  • Reply Francis (my-road.de) 28. Mai 2015 at 19:21

    Hi Melanie,
    die Tipps sind super, kann ich alles so bestätigen. Eigentlich liebe ich die Märkte ja auch. Mir fällt es allerdings manchmal schwer freundlich zu bleiben, wenn Verkäufer ohne Stand einem ewig hinterherlaufen, obwohl man deutlich gemacht hat, dass man nichts kaufen möchte. Solche Situationen haben mir schon mehrfach den Spaß verdorben. Wie gehst du mit so etwas um?
    Liebe Grüße aus Indien,
    Francis

    • Reply goodmorningworld 28. Mai 2015 at 21:53

      Lieber Francis,

      erstmal möchte ich Dir sagen, dass Du ´ne super tolle Seite hast! Hab gerade ziemlich lange bei Deinen Indien Artikeln verbracht! :)

      Hmm… Ja ich weiß genau was Du meinst mit den aufdringlichen Verkäufern die einfach keine Ruhe geben! Meistens gehe ich wie jeder andere auch einfach weiter und ignoriere sie oder sage halt gefühlte 50 man nein danke. Wenn ich Zeit und Lust habe verwickele ich sie auch mal in ein nettes Gespräch, dass sich dann um etwas ganz anderes dreht als den Verkauf… Ich frag dann zum Beispiel wie der Tag bis jetzt so war und wie es so geht. Dann freuen die sich über einen netten Plausch und wollen auf einmal gar nicht mehr einfach nur verkaufen! :)

      Habt Ihr zwei Nordindien auch schon besucht, oder nur den Süden? Was sind denn eure weiteren Pläne?

      Liebe Grüße,
      Melanie

      • Reply Francis (my-road.de) 29. Mai 2015 at 17:37

        Hallo Melanie,
        vielen Dank für das liebe Feedback – das freut uns!
        Die Idee mit dem Smalltalk probiere ich auch mal, wobei ich mir vorstellen kann, dass das eher andere Verkäufer anlockt, wenn ich lange mit einem Händler spreche und dann nichts kaufe. Aber ich teste es ;)
        Sind vor zwei Wochen im Norden angekommen. Wir sind gerade in Himachal Pradesh, um genau zu sein in McLeon Ganj. Zuvor waren wir in Amritsar, aber uns blieb nur die Flucht vor der Hitzewelle in die Berge. Bleiben noch mindestens einen Monat in Indien. Wie es dann weiter geht, wissen wir noch nicht. Eigentlich stand Nepal auf dem Plan. Suchen derzeit nach Alternativen in Asien für diese Jahreszeit. Indonesien ist ein heißer Kandidat. Hast du noch Empfehlungen?
        Beste Grüße,
        Francis

        • Reply Melanie 31. Mai 2015 at 10:13

          Hey Francis,

          oh, Nordindien hört sich super toll an! Ist es wirklich sooo heiß dort im Moment? Konntet ihr dann Amritsar überhaupt genießen? Nepal stand auch schon immer auf meiner Wunschliste… Hmm… In Indonesien war ich bis jetzt selbst nur auf Bali, was ich aber absolut traumhaft fand! Aber ich weiß nicht, ob das was für euch ist? Oder die Gili-Inseln… :) Halt, mir fällt noch was ein: Wie wäre es mit Borneo? Da ist die Natur einfach mega schön!!!

          LG, Melanie

          • Francis (my-road.de) 4. Juni 2015 at 12:11

            Hi Melanie,
            wir sind im Himalaya, da lässt es sich bei knapp 30 Grad gut aushalten.
            Danke für deine Tipps! Wir schauen mal, was wir machen. Borneo klingt wirklich klasse!
            LG Francis

  • Reply Reiseplanung: Praktische Reisetipps für Istanbul 21. Dezember 2015 at 9:13

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