Wenn sich die Blätter der Ahornbäume langsam goldgelb und orange färben, zeigt sich der Große Ahornboden in der Silberregion Karwendel von seiner wohl schönsten Seite. Zwischen den imposanten Gipfeln des Karwendels ragen die teils bis zu 600 Jahre alten Ahornbäume in den Himmel und verleihen der Landschaft eine ganz besondere Faszination. In dieser farbenprächtigen Jahreszeit erlebte ich die Silberregion Karwendel und durfte einen Ort kennenlernen, der mich mit seiner spektakulären Kulisse sofort in seinen Bann zog. Der Große Ahornboden ist nicht nur ein beeindruckendes Naturjuwel, sondern auch ein wunderbarer Ausgangspunkt für Wanderungen. Rund um die Eng warten zahlreiche Wege, auf denen du die einzigartige Landschaft ganz in Ruhe entdecken kannst. Vor allem im Herbst wirken die Berge schon etwas stiller und friedvoller, die Ahornbäume leuchten in warmen Farben und vermitteln dem Wandern einen ganz besonderen Zauber.
In diesem Beitrag nehme ich dich mit auf meine Wanderung am Großen Ahornboden, erzähle dir, was dich unterwegs erwartet und gebe dir praktische Tipps für deinen Besuch. Außerdem verrate ich dir am Ende, wo ich während meiner Zeit in der Silberregion Karwendel die Nächte verbracht habe!








Großer Ahornboden: Mit dem Fahrrad von Hinterriss in die Eng
Schon die Anfahrt zum Großen Ahornboden ist ein Erlebnis, denn wir fahren mit dem E-Bike von Hinterriß in die Eng und folgen der Mautstraße hinein ins Rißtal. Die Fahrräder hierfür können wir unkompliziert über unser Hotel, das Natur.Erlebnis.Hotel POST in Hinterriß, ausleihen.
Die rund 12 Kilometer lange Strecke führt immer tiefer hinein in die beeindruckende Bergwelt des Karwendels. Mal begleitet uns der Rißbach, mal radeln wir durch dichte Wälder und immer wieder öffnen sich neue Ausblicke auf die umliegenden Berge. Und dann entdecken wir die ersten Ahornbäume, ein kleiner Vorgeschmack auf das, was uns am Großen Ahornboden noch erwartet.
Die Wahl des Fahrrads für diese Tour macht uns vollkommen flexibel, weshalb ich dir diese Art der Fortbewegung sehr ans Herz lege. Wenn dir ein Ort besonders gut gefällt, hältst du an und stellst das Rad kurz zur Seite.
Kein Parkplatzsuchen, kein Verpassen schöner Plätze, sondern mit Zeit und Ungestörtheit die Landschaft in Ruhe genießen!
Die Fahrt in die Eng dauert mit dem E-Bike etwa 45 bis 60 Minuten, je nachdem, wie viele Pausen und Fotostopps du einlegst. Die Strecke verläuft stetig, aber angenehm langsam bergauf und ist mit dem E-Bike problemlos zu bewältigen. Fahrräder und E-Bikes dürfen die Mautstraße übrigens kostenlos befahren.
Als wir die Eng und damit den Ausgangspunkt für unsere erste Wanderung erreichen, wird uns spätestens jetzt klar: Der Weg ist eigentlich schon ein Teil des Ziels, denn bevor wir überhaupt die Wanderschuhe noch einmal festschnüren, haben wir bereits einige der schönsten Eindrücke des Großen Ahornbodens gesammelt.





Wanderung vom Großen Ahornboden zur Binsalm: Hüttenglück mit Aussicht
Von der Eng aus starten wir zur Binsalm. Ein beschilderter Weg zeigt eine Gehzeit von 40 Minuten an und führt zunächst ziemlich steil durch den Wald bergauf. Ein bisschen Kondition darfst du für den Anstieg also mitbringen. Nach dem ersten Waldstück erreichen wir eine Forststraße, der wir weiter folgen. Schon bald öffnet sich die Landschaft wieder und wir genießen immer traumhaftere Ausblicke auf die umliegenden Berge.
Kurze Zeit später erreichen wir die Binsalm. Eine gemütliche Hütte mit großer Terrasse in märchenhafter Lage – genau der richtige Ort für eine ausgiebige Pause!
Natürlich darf dabei auch ein leckeres Hüttenessen nicht fehlen. Wir entscheiden uns für Kaspressknödel mit Sauerkraut und teilen uns anschließend noch einen Kaiserschmarrn. Beides schmeckt nach der Wanderung gleich doppelt so gut.
Falls du nach der Einkehr noch weiterwandern möchtest, kannst du weitere Wege Richtung Gamsjoch oder Lamsenjochspitze erkunden. Je nach Kondition und Zeit lässt sich die Wanderung damit deutlich ausbauen. Für uns steht an diesem Tag allerdings vor allem das Genießen mit Muße im Vordergrund.








Zurück zum Großen Ahornboden über die Eng Alm
Für den Rückweg wählen wir die leichtere Variante und bleiben auf dem Forstweg, der uns schließlich wieder hinunter auf die Eng Alm leitet und damit mitten hinein in die bezaubernde Kulturlandschaft rund um den Großen Ahornboden. Zwischen urigen Bauernhöfen, alten Holzhäusern und den imposanten Bergen fühlt es sich hier fast wie eine kleine Zeitreise an.
Die Eng Alm bietet unterschiedliche Möglichkeiten für eine Rast und Einkehr und begeistert uns mit kleinen, traditionellen Bauernhöfen und liebevoll restaurierten Häusern. Ein Bauernladen verkauft regionale Produkte und hübsche Mitbringsel, allen voran natürlich Käse, der in der eigenen Käserei hergestellt wird.
Von hier laufen wir zurück zu unseren E-Bikes und machen uns anschließend wieder auf den Weg nach Hinterriß. Insgesamt sind wir an diesem Tag fast sechs Stunden unterwegs. Das klingt zunächst viel, tatsächlich lassen wir uns aber bewusst richtig viel Zeit: für die Aussicht, die Natur, das Essen, die Fotos und all die kleinen unvergesslichen Momente, die man nur in den Bergen erleben kann.











Wanderung durch das Johannestal zum Kleinen Ahornboden
Eine zweite Wanderung führt uns vom Parkplatz P4 durch das Johannestal bis zum Kleinen Ahornboden. Hier treffen wir im Vergleich zum Großen Ahornboden auf deutlich weniger Wanderer oder Radfahrer, und so genießen wir die herrliche Ruhe, auf diesem entspannten Weg.
Wir folgen der Forststraße zunächst durch das wunderschöne Johannestal, begleitet vom Rauschen des Johannesbachs. Die Umgebung dabei ist unglaublich abwechslungsreich: dichter Wald, schroffe Felswände, zahlreiche Gipfel und immer wieder kleine Lichtungen. Je weiter wir kommen, desto größer wird allerdings auch unsere Ungeduld. Wir fiebern regelrecht darauf hin, dass sich der Blick endlich öffnet und wir den Kleinen Ahornboden erreichen.
Und dann ist es soweit. Zwischen den Bergen liegt eine weitläufige Wiese mit alten Ahornbäumen. Ein Bild, wie gemalt!
Wir suchen uns ein lauschiges Plätzchen in der Sonne, ziehen kurzerhand Schuhe und Socken aus und machen es uns auf der Wiese gemütlich. Die mitgebrachte Brotzeit wird ausgepackt und wir genießen einfach diesen Ort. Sonne im Gesicht, Berge ringsum und diese unglaubliche Ruhe fernab des Trubels – was für ein bezauberndes Fleckchen Erde!
Für die gesamte Wanderung bis zum Kleinen Ahornboden und zurück (circa 14 km) solltest du ungefähr vier Stunden einplanen. Wir lassen uns allerdings auch hier bewusst Zeit und genießen die Landschaft, machen Fotos und gönnen uns am Kleinen Ahornboden eine richtig lange Wanderpause.
Wenn du noch weiterwandern möchtest, kannst du die Tour am Kleinen Ahornboden auch verlängern. Von hier führen Wege unter anderem Richtung Karwendelhaus oder Falkenhütte. Für uns ist der Kleine Ahornboden an diesem Tag aber genau der richtige Wendepunkt. Wir wollen gar nicht weiter, sondern einfach noch ein bisschen in der Sonne liegen, unsere Brotzeit genießen und diesen einzigartigen Ort auf uns wirken lassen.











Einkehr in der Garberlhütte
Nach der Wanderung wartet mit der Garberlhütte noch ein richtig gemütlicher Abschluss auf uns. Die Hütte ist herrlich urig und versprüht genau die Atmosphäre, die man sich nach ein paar Stunden in den Bergen wünscht: gemütlich, herzlich und wunderbar unkompliziert.
Und auch kulinarisch werden wir nicht enttäuscht. Das Essen ist wirklich lecker und genau das Richtige nach einer Wanderung. Der deftige Knödel mit Sauerkraut und der süße Kaiserschmarren mit Amaretto und Mandeln danach füllen die Energiereserven ganz schnell wieder auf und sorgen für ein rundum glückliches, zufriedenes Gefühl, nicht nur im Bauch.




Naturparkhaus Karwendel: spannende Einblicke in die Flora, Fauna & Geschichte
Egal bei welchem Wetter lohnt sich ein Besuch im Naturparkhaus Karwendel. Hier erhältst du nicht nur jede Menge Informationen über den Naturpark und seine außergewöhnliche Landschaft, sondern kannst dich auch persönlich zu möglichen Wanderungen beraten lassen. Vor allem wenn du deine Tour noch nicht genau geplant hast oder wissen möchtest, welcher Weg zu deiner Kondition und deinen Vorstellungen passt, ist das eine hilfreiche Anlaufstelle.
Was mich bei der Ausstellung besonders begeistert: Sie ist unglaublich vielseitig und zudem interaktiv gestaltet. An vielen Stationen kannst du selbst tätig werden, Elemente herausziehen, Klappen öffnen, Dinge anhören und so auf spielerische Weise mehr über die Menschen, Tiere, und Pflanzen sowie die Geschichte des Karwendels erfahren.
Das Naturparkhaus vermittelt einen faszinierenden Eindruck davon, was den Naturpark Karwendel auszeichnet und macht Lust, anschließend selbst hinauszugehen und die Landschaft zu erkunden!
In der warmen Jahreszeit kannst du im Naturgarten unterschiedliche Lebensräume wie eine Torholz-Oase, Wildstrauchhecke oder einen Naturteich mit Sumpfzone bestaunen. Im angrenzenden Shop findest du Produkte aus der Region wie Latschenlikör, Kräutermischungen oder spannende Bücher.










Mein Hoteltipp: das gemütliche Hotel Post in Hinterriß
Wenn du den Großen Ahornboden und die Silberregion Karwendel kennenlernen möchtest, findest du in Hinterriß und in der Eng nur eine überschaubare Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten. Ein Beweis für die Ursprünglichkeit dieser Region. Das Hotel Post kann ich dir sehr empfehlen, denn unmittelbar von hier kannst du zu verschiedensten Unternehmungen starten und dir auch E-Bikes für die Fahrt in die Eng ausleihen.
Das Hotel selbst verbindet auf eine stilvolle, gelungene Art Tradition und Moderne. Von außen und im Gasthofbereich wirkt das Hotel Post ansprechend urig und heimatverbunden, während sich im Haus ein überraschend moderner Wellnessbereich verbirgt. Kulinarisch bleibt es ebenfalls bodenständig, aber keineswegs reizlos. Wir probieren uns durch verschiedene leckere Gerichte wie das Knödel-Dreierlei, den Backhendlsalat und das Wildgulasch und auch das Frühstück bietet alles, was man bei einem Wanderurlaub in den Bergen braucht, um gut in den Tag zu starten.
Die Zimmer sind gemütlich eingerichtet und bieten einen wunderbaren Blick auf die Berge. Nach einem langen Wandertag wartet außerdem ein bequemes Bett auf dich – genau das, worauf man sich nach vielen aktiven Stunden freut.
Mein persönliches Highlight ist aber definitiv der Wellnessbereich mit einer Sauna, die direkt an einen Bach grenzt. Während man hier entspannt, plätschert unmittelbar daneben das Wasser. Mit dem Begriff Naturwellness könnte man es kaum besser nennen. Auch im Freien wartet ein heimeliger Ort um abzuschalten: Auf den Liegen am Balkon kannst du es dir gemütlich machen, dem Rauschen des Baches lauschen und dabei die Gämsen im Gehege vor dem Hotel beobachten.
















Die Silberregion Karwendel hat mich mit ihrer beeindruckenden Bergwelt, den urigen Hütten und den wunderschönen Wanderwegen auf’s Neue begeistert. Ich war nämlich tatsächlich schon einmal dort, in einer anderen Ecke, und zwar für ein Retreat mit Wandern, Yoga und Entspannung. Der Große Ahornboden ist im Herbst aber wirklich ein echtes Highlight, allerdings solltest du auch den ruhigeren Kleinen Ahornboden nicht verpassen.
Warst du schon einmal am Großen Ahornboden? Verrate es mir gerne in den Kommentaren hier auf unserem Reiseblog!

*Dieser Artikel entstand im Rahmen einer bezahlten Zusammenarbeit mit der Silberregion Karwendel. Bei der Umsetzung des journalistischen Inhalts war ich jedoch vollkommen frei und meine Meinung ist wie immer meine eigene. Im Beitrag gibt es Werbelinks. Buchst oder kaufst du etwas über diese, bekommen wir eine anteilige Provision. Der Gesamtbetrag ändert sich dadurch für dich nicht. Danke dir!





No Comments