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Asien / Sri Lanka

Ahaspokuna Bushwalks Camp by Eco Team: auf den Spuren von Elefanten durch den Dschungel wandern

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In Sri Lanka auf eine Safari zu gehen und Elefanten, Leoparden und Wasserbüffel aufzuspüren – dass das perfekt möglich ist, habe ich dir ja bereits im letzten Artikel gezeigt. Beim Stöbern auf der Webseite von Mahoora & Eco Team, wo ich ja auch das tolle Mahoora Tented Safari Camp im Yala-Nationalpark gebucht hatte, habe ich mich dann auch noch Hals über Kopf in ein zweites Camp verliebt, nämlich in das Ahaspokuna Bushwalks Camp. Ahas und Pokuna: Aus dem Singhalesischen übersetzt, bedeuten die beiden Worte, aus denen sich der Name des Camps zusammensetzt, soviel wie Himmel und Teich – was für ein wunderschöner Name für einen so ursprünglichen Ort, der mitten in der üppigen Natur Sri Lankas, weit weg vom nächsten Dorf, versteckt auf einer weiten, offenen Lichtung tief im Dschungel liegt. Findest du nicht auch? Hier streifen ebenfalls Elefanten und Leoparden durch die Wälder. Wilde Pfaue mit schillerndem Gefieder unterbrechen die Stille der Lichtung immer wieder mit ihren markanten Rufen, bunte Vögel teilen sich die mächtigen Baumkronen mit Riesenhörnchen und flinken Affen.

Ahaspokuna ist ein Ort, der dich der Natur Sri Lankas sogar noch ein Stückchen näher bringt als eine Safari mit dem Jeep durch den Nationalpark, denn hier wanderst du zu Fuß durch die Natur. Auf Pfaden, die auch die wilden Tiere benutzen. Wie du dir die Tage an diesem sehr besonderen Ort vorstellen kannst, welche Aktivitäten und Wanderungen möglich sind, und was du sonst noch über das Camp wissen solltest, das möchte ich dir im folgenden Artikel zeigen!

Ahaspokuna by Eco Team: friedlich schlummern in einem Baumhaus

Ein echtes Highlight im Ahaspokuna Bushwalks Camp (wenn du bei der Buchung den Code INFMSAP/WS benutzt, dann bekommst du 5 Prozent Rabatt) sind die tollen Busch-Suiten. Müsste ich sie in eine Kategorie einteilen, dann würde ich sie am ehesten als sehr luxuriöse und wunderschöne Baumhäuser beschreiben. Wobei das eigentlich nur für meine Suite gilt, denn die liegt sehr hoch, und direkt vor dem Wohnbereich ragen die Äste eines mächtigen Baumes empor, auf denen regelmäßig ein Sri Lanka Riesenhörnchen, eine Art großes graues Eichhörnchen, die reifen Früchte nascht und die Überreste mit einem stetigen Ploppen auf meine Terrasse kullern lässt. Die anderen beiden Suiten, insgesamt gibt es nur drei davon, stehen frei auf Stelzen an einem kleinen Hang. Gemeinsam haben aber alle den wirklich ganz zauberhaften Blick über die weite Lichtung.

Die einzelnen Wohnbereiche auf dem oberen Deck meiner Suite sind sehr durchdacht angeordnet: Ein Badezimmerzelt mit Toilette und Dusche befindet sich ganz hinten, davor erstreckt sich ein offener Bereich, wo du dich zum Beispiel ankleiden kannst, und wo du auch dein Gepäck verstaust. Ein großes Waschbecken, ein Safe für deine Wertsachen und ein Wasserkocher für Tee oder Kaffee finden sich hier ebenfalls. Direkt daran schließt sich das Schlafzimmer an, ein Safarizelt mit einem großen Doppelbett darin. Den vordersten Teil der Suite bildet ein wirklich wunderschöner Bereich mit Sofas und Sesseln zum Entspannen. Die Dekoration ist wunderbar stimmig und stilvoll, hier lässt es sich perfekt genießen. Und wie schon zuvor geschrieben, der Blick von hier oben über die offene Lichtung ist atemberaubend schön!

Im Gegensatz zum Mahoora Tented Safari Camp im Yala-Nationalpark hast du hier im Ahaspokuna Bushwalks Camp nicht den ganzen Tag über Strom, denn dieser stammt von einem Generator und steht nur zwischen 6 und 8 Uhr morgens, und von 18 bis 22 Uhr abends zur Verfügung. Ich finde ja, diese Limitierung passt wunderbar zum naturnahen und nachhaltigen Konzept des Camps und ist absolut kein Nachteil. Sechs Stunden Strom pro Tag sind ja definitiv genug, um deine Kameraakkus und dein Smartphone zu laden. Solltest du trotzdem vor 6 Uhr morgens oder nach 22 Uhr am Abend noch Licht brauchen, dann stehen dir mehrere tragbare Lampen in deiner Suite zur Verfügung. Und damit dich die Dunkelheit um 22 Uhr nicht total unvorbereitet erwischt, zündet das Team des Camps einige Teelichter in den Zelten an, während du beim Abendessen sitzt.

Nachdem du vom leckeren Dinner angenehm träge und wohl gesättigt in deine einladend beleuchtete Busch-Suite zurückgekehrt bist, findest du eine heiße Wärmflasche unter deiner Bettdecke. Was für eine tolle Überraschung!

Zwei weitere große Highlights warten außerdem rund um dein Refugium auf dich: Draußen unter freiem Himmel locken eine tolle Badewanne mit stimmungsvoller Beleuchtung durch fünf in den Ästen eines Baumes hängende Petroleumlampen, und ein großes Outdoor-Bett zum entspannten Sterne beobachten. Gerade abends im Dunkeln, wenn alles um dich herum in den Schatten versinkt, sind beide Orte etwas ganz besonderes. Dann lauschst du umso gespannter auf jeden knackenden Ast. Es wird sich doch wohl nicht gerade ein Elefant ins Camp schleichen?

Dein tägliches Ritual im Ahaspokuna Bushwalks Camp

Sonnenaufgang und Sonnenuntergang – Diese zwei besonderen Tageszeiten werden hier im Ahaspokuna Bushwalks Camp täglich zelebriert. Am Rande der Lichtung lädt ein felsiger, leicht abfallender Bereich dazu ein, die aufgehende Sonne entweder mit einigen Yoga Übungen, oder – wenn du das lieber magst – mit einer kleinen Morgen-Meditation zu begrüßen. Wirklich wunderschön fühlt es sich an, wenn die ersten Sonnenstrahlen zögernd über die mächtigen Baumkronen des gegenüberliegenden Waldes spitzen, und wohlig warm auf dein Gesicht fallen. Auch die vielfältige und bunte Vogelwelt erwacht nun vollständig zum Leben, und überall um dich herum flattert und zwitschert es plötzlich!

Um wiederum den Sonnenuntergang zu genießen, machst du eine kleine Wanderung auf alten Elefantenpfaden nach oben auf den Hügel hinter dem Camp. Nichts allzu Wildes, es dauert nur 5 Minuten, bis du den Aussichtspunkt erreichst. Ich kann dir jetzt schon versprechen, dass es dir erstmal ein bisschen den Atem verschlagen wird, sobald du aus dem dichten Grün der Vegetation auf die Felsen hinaustrittst, und deinen Blick zum ersten Mal über die wirklich sagenhaft schöne Landschaft zu deinen Füßen gleiten lässt. Bei meinem Besuch hingen die gegenüberliegenden Gipfel leider in dichten Wolken, und trotzdem fand ich den Blick schon atemberaubend. Wie wunderschön mag dieser dann wohl sein, wenn du klare Sicht bis zum Horizont hast!?

Einer der schroffen Gipfel gegenüber ist übrigens der berühmte Pilgerberg Adams Peak, dessen Tempel auf der Spitze du im Rahmen einer anstrengenden, aber sehr lohnenswerten Wanderung nach über 5.200 Stufen erreichst!

Und nicht nur der Ausblick wird dich beim ersten Heraustreten aus dem Wald begeistern, sondern ganz bestimmt auch das kleine und hübsch angerichtete Ensemble aus Kaffee, Tee und Süßigkeiten, das zum Naschen und Genießen während des Sunsets einlädt. Der Sonnenuntergang ist sowieso immer meine liebste Tageszeit, aber so schön zelebriert kann man ihn ja nur selten erleben. Wirklich unvergesslich!

Die verschiedenen Wanderungen im Ahaspokuna Bushwalks Camp

Kommen wir nun aber langsam zum Hauptthema, warum du das Ahaspokuna Bushwalks Camp überhaupt gebucht hast: die verschiedenen Wanderungen. Eine Handvoll unterschiedlicher Bushwalks stehen zur Auswahl. Du entscheidest ganz nach deinen Vorlieben. Ich wollte zum Beispiel nicht den ganzen Tag lang unterwegs sein, deswegen fielen die etwa 6 bis 7 stündigen Wanderungen zu einem (auf den Fotos ziemlich spektakulär aussehenden) Wasserfall, und zu den Höhlen mit den Bienennestern schon mal weg. Du kannst diese aber auf jeden Fall angehen, sie sind mit Sicherheit absolut lohnenswert. Ich habe mich stattdessen für diese beiden Bushwalks entschieden:

Eine Wanderung zu einem kleinen Wasserfall mit Bademöglichkeit

Über schmale Pfade im dichten Dschungel wandern wir in Richtung eines kleinen, wunderschön idyllisch gelegenen Wasserfalls. Immer wieder werden wir Zeuge davon, dass die hier in der Gegend lebenden Elefanten ebenfalls diese Wege benutzen, denn hier und da liegt frischer Dung aus der Nacht auf dem Weg. An manchen Stellen finden sich sogar entwurzelte Bäume neben dem Pfad, wenn der Elefant unbedingt an die zarte Rinde der Baumkrone gelangen wollte. Du musst aber keine Angst haben, die Elefanten benutzen die Wege in der Regel nur während der Dunkelheit, nicht bei Tageslicht. Zumindest versichert mir das mein Campleiter, der gleichzeitig auch die Wanderungen führt. Trotzdem, ein etwas angehobener Adrenalinspiegel bleibt, was den Hike aber nur umso spannender macht.

Als wir den Wasserfall schließlich erreichen, bin ich erstmal kurz enttäuscht, denn in der Badestelle tummeln sich bereits eine Handvoll Locals. Doch meine Bedenken sind vollkommen unbegründet, denn wir lassen den untersten Badepool einfach links liegen und folgen einem schmalen Trampelpfad ganz nach oben, fast bis an den Ursprung des Wasserfalls. Dort angelangt, an einer total idyllischen Stelle, sind wir dann komplett alleine. Man hört die anderen Badenden nicht mehr, nur das Rauschen des Wassers ist präsent. Hier sammelt sich das erfrischende Wasser ebenfalls in einem kleinen Becken, bevor es über glattgeschliffene Felsen weiter nach unten in den nächsten einladenden Badesee fließt. Insgesamt müssen es wohl vier oder fünf solcher Pools sein.

Eine weitere Überraschung: In dem Becken leben zahlreiche Knabberfische, so wie du sie zum Beispiel auch in Thailand in den Fish-Spas findest. Ich habe es so sehr genossen, einfach nur auf dem warmen Felsen in der Sonne zu sitzen, meinen Blick auf das sprudelnde Wasser zu richten, und meine Beine ins kühle Nass hängen zu lassen. Schon nach 30 Minuten kitzelndem Knabbern der Fische fühlen sich die Fußsohlen an wie frisch gepeelt.

Eine Tour durch das quirlige und bunte Dorf mit Tempelbesuch

Einen tollen Kontrast zur Wasserfall-Wanderung, die ja quasi „nur“ durch die immergrüne Natur führt, ist ein Besuch in einem der nicht allzu weit entfernt liegenden, bunten und quirligen Dörfer. Auch hier spazierst du erstmal auf engen Pfaden durch den dichtbewachsenen Dschungel, bevor du schließlich das kleine Dörfchen erreichst. Hier kannst du eine traditionelle Schule besuchen, das historische Haus des Dorfältesten besichtigen, dir ansehen, wie die Einheimischen Obst, Gemüse und Reis auf weiten Feldern inmitten schönster Dschungelkulisse anbauen, und natürlich auch dem Tempel des Ortes einen Besuch abstatten. Das war tatsächlich mein großes Highlight an diesem Tag, denn der dort lebende Mönch erteilte mir einen buddhistischen Segen. Seitdem ziert ein weißes Bändchen mein rechtes Handgelenk, und erinnert mich nun auch zu Hause stetig an diesen besonderen Moment!

Das waren die beiden Bushwalks, für die ich mich entschieden habe. Ursprünglich wollte ich an meinem zweiten Nachmittag noch eine kleine Tour auf einen der Hügel unweit des Camps machen, doch ein starkes Gewitter machte mir leider einen Strich durch die Rechnung. Dafür hatte ich dann aber ausgiebig Zeit, die tolle Freiluft-Badewanne hinter meiner Busch-Suite ausgiebig zu testen. So herrlich!

Ahaspokuna Bushwalks Camp: echte kulinarische Gaumenfreuden

Die Besonderheit und Exklusivität dieses außergewöhnlichen Ortes mitten im Dschungel wird komplettiert von der mega leckeren Küche. Der Geschmack der Gerichte, die der Koch in der kleinen Campküche zaubert, sucht wirklich seinesgleichen. Egal ob das süß-salzige Kokosnuss Roti, das zusammen mit einem würzigen Dhal Curry, einer Eierspeise deiner Wahl und verschiedenen Dips inklusive des zum Reinsetzen leckeren Kokos Sambal zum Frühstück serviert wird, oder die 4-Gänge Menüs am Mittag und Abend – Kulinarisch gesehen bleiben hier wirklich keine Wünsche offen. Mittags werden zu einer Portion Reis immer viele verschiedene Curry-Variationen in kleinen Schälchen serviert. Absolut perfekt zum Ein- und Abtauchen in die abwechslungsreiche Welt der Gewürze Sri Lankas.

Was du sonst noch so über das Ahaspokuna Bushwalks Camp wissen musst

Das Camp liegt tatsächlich so abgelegen, dass es nur im Rahmen einer etwa 20minütigen, leicht bergauf führenden Wanderung durch den Dschungel erreicht werden kann. Aus diesem Grund kannst du auf keinen Fall dein ganzes Gepäck mitnehmen, denn das muss von den Mitarbeitern, die dich an einem Treffpunkt an der nächstgelegenen Straße abholen, alles getragen werden. Am besten packst du die von dir benötigten Sachen in einen kleinen Tagesrucksack. Dein restliches Gepäck kannst du dann bei einer netten einheimischen Familie lassen, die direkt neben dem Treffpunkt ihr Haus hat. Das Ahaspokuna Bushwalks Camp hat dort extra dafür ein Zimmer angemietet und dein Hab und Gut ist dort sehr sicher.

Du hast dich bestimmt über die grauen „Socken“ gewundert, die ich auf einigen Fotos trage, oder? Das sind sogenannte „Leech socks“, also Strümpfe gegen Blutegel. Leider gibt es die kleinen, vampirähnlichen Plagegeister überall auf dem Gelände und diese Socken sind wirklich dringend nötig. Solltest du von einem gebissen werden, ist das kein Drama. Im Camp gibt es Medizin, um die Blutung zu stoppen, aber haben möchte man das nicht ständig, glaub mir!

Zu guter Letzt: Im Ahaspokuna Bushwalks Camp gibt es ganz bewusst kein WIFI, damit du dich voll und ganz der Erfahrung in der Natur hingeben kannst, und dich nicht dauernd von der digitalen Welt ablenken lässt. Kein Problem, nur gut zu wissen, denke ich.

Und? Wäre so eine Erfahrung im Dschungel auch etwas, dass dich begeistern könnte? Würdest du dort gerne mal ein paar Nächte verbringen? Oder hast du so etwas ähnliches auch schon mal erlebt und möchtest deine Erinnerungen teilen? Ich freue mich sehr über deine Gedanken hier auf meinem Reiseblog!


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*Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Zusammenarbeit mit dem Ahaspokuna Bushwalks Camp by Eco Team. Bei der Umsetzung des journalistischen Inhalts war ich jedoch vollkommen frei und meine Meinung ist wie immer meine eigene. Im Beitrag gibt es Werbelinks. Buchst oder kaufst du etwas über diese, bekommen wir eine anteilige Provision. Der Gesamtbetrag ändert sich dadurch für dich nicht. Danke dir!

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Hey, ich bin Melanie. Ich liebe das Reisen und diese ganz besonderen Gänsehautmomente einfach über alles. Außerdem bin ich süchtig nach Vitamin-Sea, Kokosnüssen und dem Duft von frischem Sommerregen!

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