Letztes Jahr, während meines Städtetrips nach Danzig und meines Ausflugs an die malerische Ostseeküste von Polen bei den mächtigen Wanderdünen von Leba, hat mich die pure Schönheit des Landes so richtig begeistert. Das Motto „Polen, mehr als du erwartet hast“ trifft es wirklich perfekt. Ich freue mich wahnsinnig, dass ich nun noch weitere Orte in Polens pittoreskem Norden erkunden durfte. Bromberg (Bydgoszcz), Thorn (Toruń) und Kulm (Chełmno) zählen zu Polens schönsten Städten, sind bei weitem nicht so bekannt wie Danzig & Co. und sind noch echte Geheimtipps mit tollen Sehenswürdigkeiten in der polnischen Woiwodschaft Kujawien-Pommern. Umgeben sind die historischen Städte von zauberhafter, ursprünglicher Natur, die du ebenfalls unbedingt erkunden solltest.
Folge mir zu den schönsten Ecken der drei Städte, schlemme die leckersten Gerichte aus der polnischen Küche und erkunde mit mir zusammen die sattgrüne Natur des Nationalparks Tucheler Heide. Alle meine Tipps sind perfekt zum direkten Nacherleben geeignet!





Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Bromberg (Bydgoszcz)
Willkommen in Bromberg, einer von zwei Hauptstädten der Woiwodschaft Kujawien-Pommern. Die achtgrößte Stadt von Polen liegt wunderbar malerisch an der Brahe, nahe der Weichsel und am Bromberger Kanal.
Durch die Kanäle und Wasserstraßen, die das Stadtzentrum durchfließen, und der Nähe zur Weichsel, herrscht hier eine ganz zauberhafte Atmosphäre. Boote schaukeln untertags gemächlich vor sich hin und am Abend spiegeln sich die Lichter der Stadt auf der Wasseroberfläche.
Um dir einen vollständigen Guide aller Sehenswürdigkeiten von Bydgoszcz an die Hand geben zu können, war ich leider nicht lange genug in Bromberg. Anstatt die begrenzte Zeit mit einem wilden Wettlauf von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten zu verbringen, habe ich mich für eine Handvoll ausgewählter Highlights entschieden – eine gelungene Mischung aus Kultur, Genuss und entspanntem Sightseeing. Perfekt zum direkten Nachmachen!


Sightseeing mit dem Wassertaxi Bydgoszcz
In Bromberg gibt es drei Wassertaxen, die von Mai bis September auf der Brahe auf drei unterschiedlichen Linien rund um Altstadt, Fischmarkt und Schleuse unterwegs sind. Anstatt dir die Füße wund zu laufen, setzt du dich einfach gemütlich in eines der drei Boote und bewunderst die prunkvollen Häuser entlang der Kanäle wunderbar authentisch vom Wasser aus.
Die berühmte Mühleninsel, die lebendige Promenade entlang der Brahe und die vielen imposanten Gebäude – die Perspektive vom Fluss aus ist eine ganz besondere!
Am historischen Fischmarkt (Rybi Rynek) findest du die Haupthaltestelle der Taxiboote und den jeweils aktuellen Fahrplan. Die zwei neueren Boote werden mit Solarenergie betrieben und hören auf die süßen Namen Sonnenblume I und II. An den Wochenenden geht es mit dem historischen Schleppkahn „MS Bydgoszcz“ wunderbar nostalgisch zu.


Ein Spaziergang rund um Altstadt & Mühleninsel
Der Kern der Bromberger Altstadt ist herrlich überschaubar und beginnt gleich neben dem historischen Fischmarkt. Entlang der Brahe-Promenade lässt es sich wunderbar flanieren, die markanten Getreidespeicher schmeicheln dem Panorama und erzählen von einer reichen Geschichte. Der Mühleninsel gegenüber thront das markante Opernhaus mit seinem Amphitheater.
Rund um den weitläufigen Marktplatz locken unzählige Cafés und Restaurants an die in der Sonne stehenden Tische, malerisch eingerahmt von kunstvollen Häuserfassaden und dem Rathaus.
Schräg hinter dem Rathaus thront die Kathedrale St. Martin und Niklas am Ufer der Brahe. Hier musst du unbedingt einen Blick ins Innere werfen, denn das ist wirklich wunderschön und ganz untypisch in leuchtenden, bunten Farben gestaltet.
Mein liebster Ort in der Altstadt von Bydgoszcz ist die Mühleninsel, beziehungsweise das Ensemble aus den Inseln und den Kanälen, die sie umfließen. Du erkennst auf den ersten Blick, warum es auch liebevoll das Bromberger Venedig genannt wird. Die Rother Mühle wurde aufwändig restauriert und beherbergt heute ein Museum und eine Aussichtsplattform, die einen tollen Panoramablick verspricht.
Eine außergewöhnliche Location ist das kleine Museum für Seifen und Schmutzgeschichte, in dem du sogar deine eigene Seife kreieren und als Andenken mit nach Hause nehmen darfst!














Das Stadtpanorama vom Wasserturm aus bewundern
Was wäre ein Städtetrip ohne Panoramablicke über die Dächer, oder? Im historischen Bromberger Wasserturm findest du nicht nur ein kleines, sehr informatives Technikmuseum mit einer Dauerausstellung zum Thema der industriellen Wasserversorgung der Stadt in früheren Zeiten, sondern auch eine Aussichtsplattform mit einem schönen Blick über Bydgoszcz.



Kulinarische Leckerbissen in Bydgoszcz
Genau wie Traumblicke aus der Vogelperspektive gehören auch Genuss und Schlemmen ohne Reue zu einer perfekten Städtereise mit dazu, findest du nicht auch? Diese empfehlenswerten Cafés und Restaurants verwöhnen Gaumen und Sinne gleichermaßen:
Eisdiele & Café Primo
Die stets lange Schlange an Wartenden ist wohl der beste Beweis dafür, dass das Eis hier wirklich außergewöhnlich lecker schmeckt – das Anstehen lohnt sich definitiv! Sehr lecker fand ich die Sorten Passionsfrucht-Pistaziencreme und das von Bydgoszcz selbst inspirierte Eis mit Bromberger Geschmack.


Café Fanaberia
Ein schnuckeliges kleines Wohlfühlcafé ist das Café Fanaberia. Eine riesige Portion Gemütlichkeit und Nostalgie weht hier durch die mit viel Liebe zum Detail dekorierten Räume. Bei warmem Wetter sitzt du bei Kaffee und leckerem hausgemachtem Kuchen auch sehr atmosphärisch im idyllischen Innenhof.


Pierogarnia Stary Młyn
Während deines Urlaubs in Polen musst du mindestens einmal traditionelle Piroggen probieren. Die halbmondförmigen Teigtaschen kommen mit den unterschiedlichsten Füllungen daher, der Klassiker ist dabei oft herzhaft mit Kartoffeln oder Hackfleisch kreiert.
Aber auch die süßen Varianten, wie zum Beispiel Piroggen mit weißer Schokolade, einer Creme aus Pistazien und einer Prise Maldon-Salz, schmecken total lecker!
Die Qual der Wahl hast du in der Pierogarnia Stary Młyn gegenüber der Mühleninsel. Mit Blick auf den Brda River schlemmst du saftig gekochte oder kross gebackene Piroggen. Am besten bestellst du dir einen gemischten Teller mit unterschiedlichen Sorten, sodass du auch garantiert keine Highlight-Füllung verpasst!


Katarynka Restaurant & Bistro
Direkt neben dem Rathaus lädt das Katarynka Restaurant & Bistro in sein farbenfrohes Inneres ein – oder du suchst dir einen Platz auf der charmanten Terrasse aus, damit du beim Schlemmen das lebendige Treiben am Marktplatz beobachten kannst. Die Speisekarte ist eine bunte Mischung aus traditionellen Gerichten aus der Küche Polens, oft mit einem fantasievollen Twist verfeinert, und internationalen Klassikern.


Das Restaurant Kuchnia by Marcin Szukaj
Marcin Szukaj, Chef des kreativen Küchenteams und gleichzeitig auch Inhaber des Restaurants, wurde schon mehrfach ausgezeichnet, sogar schon als bester Koch von ganz Polen. Das Kuchnia zählt außerdem zu den 100 besten Restaurants des Landes.
Hier verwöhnen traditionelle polnische Gerichte auf Gourmet-Level und aus regionalen Zutaten, die von Marcins kulinarischen Visionen in kleine raffinierte Kunstwerke auf dem Teller verwandelt wurden, deinen Gaumen.

Mein Hoteltipp für Bydgoszcz: die Sowa Residence
Während meiner Tage in Bromberg habe ich im edlen 4-Sterne-Hotel Sowa Residence gewohnt und fand es dort einfach nur perfekt. Es liegt direkt in der Lebendigkeit des Zentrums, ganz nah an allen Sehenswürdigkeiten der Altstadt und der Mühleninsel.
Einst beherbergte das Gebäude das Bäderhaus der Stadt. Aufwändig restauriert, bieten die Zimmer heute jeglichen Komfort, den du während einer Städtereise brauchst, einschließlich gemütlicher Betten, modernem Wohlfühlambiente mit einem ruhigen Farbkonzept und großen modernen Bädern. Vom Blick durch die bodentiefen Fenster auf Fluss und Altstadt schwärme ich heute noch. Ein kleines Fitnesscenter und eine Sauna komplettieren das Ensemble.
Historische Elemente von damals wurden bewusst erhalten und bilden nun eine gekonnt harmonische Verbindung zwischen Alt und Neu!
Auch beim Frühstück – einer leckeren Mischung aus à la carte-Gerichten und einem Büfett mit süßen Kuchen, Croissants, Käse- und Wurstvariationen und frischen Getränken – bleiben keine Wünsche offen. Für mich war es hier wirklich eines der besten Frühstückserlebnisse seit langem während einer Städtereise.
Weitere kulinarische Highlights des Hotels: die Piekarnia Bäckerei gleich gegenüber, sowie die Confiserie SOWA und die SOWA Eisdiele um die Ecke.




Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Thorn (Toruń)
Wie auch Lübeck im benachbarten Deutschland und das nicht weit entfernt liegende Danzig gehörte auch Thorn einst zur Hanse – einem der mächtigsten Handelsverbände nordeuropäischer Städte in Zeiten des Mittelalters. Heute begeistert das direkt an der Weichsel liegende Thorn vor allem mit seinem mittelalterlichen Altstadtkern, der im Zweiten Weltkrieg fast überhaupt nicht zerstört wurde.
Aufgrund der zahlreichen denkmalgeschützten Bauwerke, die sich noch immer im Originalzustand befinden, hat die UNESCO die Altstadt Thorns im Jahr 1997 zum Weltkulturerbe ernannt. Dazu zählt vor allem auch die Festungsanlage von Thorn, deren Stadttore, Bastionen und Ruinen sich über die gesamte Altstadt erstrecken. Die Festung hier zählt zu den am besten erhaltenen Verteidigungsanlagen in ganz Europa.
Ein Spaziergang durch die mittelalterlichen Straßen und Gassen voller Hanseflair und einer riesigen Portion an Backsteingotikcharme ist ein unvergessliches Erlebnis. Zwischen prunkvoll und prächtig restaurierten Stadtpalästen und Kaufmannshäusern, historischen Speichern und den Überresten der früheren Burganlage, wispern die altehrwürdigen Mauern Thorns alte Geschichten und Legenden.
Bewundere das gotische Altstädtische Rathaus am Marktplatz und besteige den Rathausturm für einen tollen Panoramablick über die Dächer der Altstadt!








Die Museen & Kirchen von Thorn
Wusstest du eigentlich, dass der berühmte Astronom, Mathematiker und Arzt Nikolaus Kopernikus aus Thorn stammt? Er begründete im Laufe seines Wirkens unter anderem das heliozentrische Weltbild. Sein Geburtshaus gehört heute, zusammen mit dem Nikolaus-Kopernikus-Museum, zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Thorn.
Auch für seine Lebkuchen ist die Stadt bis weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt, was das Museum des Thorner Lebkuchens in einer historischen Backstein-Fabrik aus dem Jahr 1885, sowie mehrere kleinere interaktive Lebkuchenmuseen beweisen. In einigen davon, zum Beispiel im The Living Museum of Gingerbread, das ich besucht habe, kannst du selbst auch aktiv backen!
Seit mehr als eintausend Jahren werden hier in Thorn schon Lebkuchen traditionell hergestellt und in alle Welt exportiert, was Toruń auch den Spitznamen Pfefferkuchenhauptstadt der Welt beschert.
Apropos Museen – Alleine in Thorns Altstadtkern verstecken sich unzählige kleine und große Museen zu vielen unterschiedlichen Themen. Es gibt das Festungsmuseum, ein kleines Spielzeugmuseum, eine Ausstellung im Altstädtischen Rathaus, ein Bunkermuseum, ein Heimatmuseum, ein ethnografisches Museum und noch viele, viele mehr. Liebst du Museen, lohnt sich eine gründliche Recherche vor deinem Städtetrip also sehr.
Auch die Anzahl an Gotteshäusern in Toruń beeindruckt sehr. Eines ist dabei meist prächtiger als das nächste. Bestaune die Marienkirche, die Heilig-Geist-Kirche, die Johanneskirche & Co. nicht nur von außen, sondern wirf unbedingt auch einen Blick hinein, denn jede Kirche hat ihre ganz eigene Besonderheit.
Ein Planetarium, mehrere prächtige und prunkvolle Theater, sowie der Schiefe Turm von Thorn runden das bunte Kulturangebot der Stadt ab!






Ein Spaziergang an der Weichselpromenade
Sinkt die Sonne am späten Nachmittag langsam tiefer, lohnt sich ein Spaziergang entlang der malerischen Weichselpromenade sehr – wunderschön warm und golden glitzert dann der Fluss. Einige der hier vertäuten Boote beherbergen übrigens Restaurants, falls du dein Abendessen mit einem tollen Flussblick bevorzugst.


Das Restaurant Chleb i Wino in Thorn
Das Chleb i Wino liegt direkt neben dem Altstädtischen Rathaus. Brot und Wein, bedeutet der Name übersetzt. Das Brot wird hier jeden Tag frisch nach geheimem Hausrezept gebacken und ofenfrisch serviert und auch die Weinkarte braucht sich definitiv nicht zu verstecken.
Ich konnte mich gar nicht entscheiden, ob ich die Terrasse draußen am lebendigen Marktplatz schöner fand, oder das modern und sehr stylisch eingerichtete Innere. Im Chleb i Wino hast du die Wahl zwischen leckeren Klassikern aus Polen oder Italien – die Pasta wird hier übrigens auch täglich frisch zubereitet.

Die Tucheler Heide (Bory Tucholskie)
Ein zauberschönes Fleckchen ursprünglicher Natur ganz in der Nähe der beiden Städte ist die Tucheler Heide, eines der größten Waldgebiete von Polen und ganz Mitteleuropa. Wilde Kiefernwälder und Heidelandschaften warten schon darauf, von dir zu Fuß, per Bike oder sogar mit Kanu und Kajak erkundet zu werden.
Der im Jahr 1996 gegründete Nationalpark Tucheler Heide (Park Narodowy Bory Tucholskie) schützt heute weite Teile der ursprünglichen, wilden Landschaft und ist sogar ein von der UNESCO anerkanntes Biosphärenreservat. Die zentrale Stadt in der Tucheler Heide ist Tuchel (Tuchola).
Zwischen Müskendorfer See (Jezioro Charzykowskie), Debrzk-See (Jezioro Dybrzyk) und noch zahlreichen Seen mehr glitzern unzählige kleinere Gewässer voller Teich- und Seerosen in der Sonne, miteinander verbunden durch sich träge dahinschlängelnde Flüsse. Weite Sumpfgebiete schenken zahlreichen Tier- und Vogelarten einen natürlichen, geschützten Lebensraum.
Knapp 50 Kilometer an malerischen Wanderwegen und zusätzlich noch viele Strecken zum Radfahren locken in den Nationalpark. Die Pfade sind in unterschiedliche Schwierigkeitsgrade aufgeteilt, sodass sowohl Familien mit Kindern als auch erfahrene Wanderer auf ihre Kosten kommen.
Fährst du gerne Kanu und hast mehr Zeit in der Tucheler Heide eingeplant als ich, dann wirst du den Brda-Trail lieben. Die Wasserwanderroute auf dem Fluss Brahe zählt zu den schönsten ihrer Art von ganz Polen und bezaubert mit kristallklarem Wasser und einzigartiger Natur. Die klassische Route des Brda-Trails ist insgesamt 140 Kilometer lang, für die du in etwa sechs Tage einplanen solltest. Kürzere Abschnitte sind natürlich auch möglich.
Mein Tipp: Deinen Ausflug zur Tucheler Heide unternimmst du am besten mit einem Mietwagen. Ich habe mich wieder – genau wie schon in Danzig – für ein Mietauto von BSP AUTO entschieden. Ich war letztes Jahr einfach super zufrieden mit der unkomplizierten Buchung, Abholung, Rückgabe und mit dem tollen Kundenservice. Ich kann dir diesen Anbieter nur wärmstens empfehlen.

Der Kashubian Ethnographic Park in Wdzydze
Einst war der Kashubian Ethnographic Park in Wdzydze das allererste Freilichtmuseum von ganz Polen. Heute ist es eines der idyllischsten, denn die umfangreiche Sammlung an historischen, weit über hundert Jahre alten Gebäuden aus den Regionen „Kaschubei“ und „Kociewie“ liegt auf über 22 Hektar Fläche direkt am Ufer des Gołuń-Sees und verleiht dem Park eine äußerst malerische Atmosphäre.
Zwei Kirchen, alte Bauernhäuser und Stallungen, eine Schmiede, unterschiedliche Werkstätten und Läden, eine dörfliche Schule und mehrere Windmühlen – insgesamt sage und schreibe 52 Gebäude – laden ins Innere ein. Dort drinnen scheint das Leben von damals einfach so zum Stillstand gekommen zu sein. So oft muss ich an das Häuschen meiner Ururgroßeltern denken, an das mich die alten Wohnzimmer, Küchen und Flure erinnern.
Magst du solche Orte voll nostalgischem Zauber gerne, dann ist ein Besuch des Kashubian Ethnographic Park in Wdzydze wirklich etwas für dich!
Mein Tipp: Nur einen Katzensprung vom Freilichtmuseum entfernt wartet das Restaurant Helena schon darauf, deinen Gaumen mit frischem Fisch und anderen köstlichen Spezialitäten aus der Region zu verwöhnen. Die Forelle mit Kräuterbutter, würzigen Kartoffelecken und gegrilltem Gemüse war sehr lecker!







Naturnah schlummern inmitten des Tuchola-Waldes
Stell dir vor, du wachst am Morgen auf, und anstatt Straßenlärm erwartet dich das Zwitschern der Vögel, anstatt auf Häuserfronten blickst du auf das dichte Grün der nahen Bäume, anstatt Abgase riechst du Harz, den Duft des Waldes und der Heide. Die Willa tuŻur ist ein entschleunigender Rückzugsort mitten in der Natur der Tucheler Heide, wo du deine vom Alltag ausgelaugten Akkus wieder aufladen kannst.
Marzena hat hier im Tuchola-Wald einen wunderbaren Ort der Stille geschaffen. Nur wenige Zimmer und Cottages gibt es, und die sind immer schnell ausgebucht. Ein plätscherndes Bächlein fließt mitten durch das Grundstück, eine kleine Sauna und ein Whirlpool im schönen Garten laden zum Schwitzen und Entspannen ein.
In der Willa tuŻur kocht Marzena selbst – mit Leidenschaft und einem großen Fokus auf regionale Produkte und auf die Slow-Food-Philosophie. Viele der Gerichte bestehen aus Zutaten, die sie selbst in der Natur gesammelt oder in ihrem eigenen Gemüsegarten angebaut hat, anstatt sie einfach im Supermarkt zu kaufen. Auch das Frühstück ist unheimlich lecker, vor allem die hausgemachte Marmelade und das frische Sauerteigbrot.
Falls du ein paar Tage hier bist, kannst du auch an einem Brotbackkurs von Marzena teilnehmen oder dich von ihr im bewussten Waldbaden anleiten lassen. Mich hat sie in die Kunst der Korbflechterei eingewiesen, die seit dem Jahr 2025 sogar von der UNESCO in die Liste der immateriellen Kulturerbe der Menschheit aufgenommen wurde.
Praktische Körbe, ganze Möbelstücke oder einfach kleinere Gegenstände zur Dekoration lassen sich aus natürlichen Materialien wie zum Beispiel aus den biegsamen Weidenzweigen oder sogar aus den dünneren Wurzeln von Nadelbäumen flechten. Schon vor ein paar Jahren war ich von den geflochtenen Märchenfiguren und dem Weidenlabyrinth total begeistert, die in der fränkischen Korbstadt Lichtenfels die Altstadt zieren.
So cool, dass ich das Flechthandwerk nun auch selbst mal ausprobieren durfte!








Erkunde den Tuchola-Wald und den Jezioro Żurskie See
Richtig gute Insidertipps und persönliche Empfehlungen für eine spannende Entdeckungstour durch die ursprüngliche Natur des Tuchola-Waldes und rund um den Jezioro Żurskie See kann dir ebenfalls Marzena geben. Der 440 Hektar große Stausee liegt wunderbar malerisch in der Nähe des Gästehauses und bezaubert mit unendlich vielen Windungen und drei kleinen Inseln.
Dichter Wald rahmt die Ufer pittoresk ein und lädt zum Beobachten der hiesigen Tier- und Pflanzenwelt ein. Ein zauberschöner Pfad durch die Natur ist der Wanderweg Jelenia Wyspa, der immer entlang eines glasklaren Flusses durch den Wald und vorbei an Heidefeldern führt.
Mein Tipp: Direkt an den Ufern des Jezioro Żurskie Sees liegt das sehr empfehlenswerte Restaurant Przystanek Tleń. Traditionelle Gerichte aus der polnischen Küche erfahren hier eine moderne Interpretation und werden durch ein Gläschen Bier aus der hauseigenen Brauerei perfekt begleitet. Besonders den frischen Süßwasserfisch und die Piroggen kann ich dir nur wärmstens empfehlen!









Das historische Städtchen Kulm (Chełmno) an der Weichsel
Auf der Rückfahrt von der Tucheler Heide nach Bromberg habe ich noch einen kurzen Stopp im mittelalterlichen Städtchen Kulm eingelegt. Viele der alten Denkmäler, der prunkvollen Gebäude und Kirchen im Stil der Gotik und Renaissance, stammen aus dem 13. Jahrhundert und sind nahezu perfekt erhalten oder aufwändig restauriert.
Ähnlich wie im fränkischen Rothenburg ob der Tauber und in Nördlingen ist auch hier in Chełmno die Stadtmauer (fast) komplett erhalten und umschließt die Altstadt auf einer Länge von über 2 Kilometern. Besonders schön finde ich auch die vielen bunten Streetartkunstwerke, die zahlreiche Häuserwände und Fensternischen hier zieren.
Am besten lässt du dich durch die historischen Gässchen treiben, bewunderst die kunstvollen Fassaden und schwelgst im charmanten Mittelalter-Flair!
Sehr sehenswert sind das Renaissance-Rathaus, in dem heute ein kleines Stadtmuseum untergebracht ist, die sieben Kirchen und Klöster der Stadt der Liebenden – den Turm der Mariä-Himmelfahrts-Kirche kannst du für eine tolle Aussicht auch besteigen – und die eben schon erwähnte Stadtmauer mit ihren 17 Türmen und zahlreichen Toren. Sie ist übrigens eine der längsten ihrer Art in ganz Polen.
Mein Tipp: Eines der besten Restaurants in der Altstadt von Kulm ist das Karczma Chełmińska. Die gebackenen Süßkartoffeln mit Feta, Tomaten und geschmorten Zwiebeln auf Ricottacreme waren wirklich lecker!









Na, wie hört sich das an? Hast du jetzt Lust auf einen Trip zu den schönsten Städten von Polen und ihren tollen Sehenswürdigkeiten bekommen? Oder würde dich die ursprüngliche Natur der Tucheler Heide mehr reizen? Lass gerne einen Kommentar auf meinem Reiseblog da, ich freu mich von dir zu hören!

*Dieser Artikel entstand im Rahmen einer bezahlten Zusammenarbeit mit dem Polnischen Fremdenverkehrsamt in Berlin und der regionalen Tourismusorganisation der Woiwodschaft Kujawien-Pommern. Bei der Umsetzung des journalistischen Inhalts war ich jedoch vollkommen frei und meine Meinung ist wie immer meine eigene. Im Beitrag gibt es Werbelinks. Buchst oder kaufst du etwas über diese, bekommen wir eine anteilige Provision. Der Gesamtbetrag ändert sich dadurch für dich nicht. Danke dir!





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