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Würzburg Sehenswürdigkeiten: meine Lieblingsorte und besten Tipps für deinen unvergesslichen Städtetrip

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Würzburg bringt mich ins Schwärmen. Bei einem erfrischenden Glas Wein mediterranes Flair auf der Alten Mainbrücke genießen, den Blick von der beeindruckenden Festung Marienberg über die Stadt und die idyllischen Weinberge schweifen lassen oder in der Residenz durch die imposanten Prunksäle wandeln, sind nur einige meiner Lieblingsmomente in der malerischen fränkischen Barockstadt gewesen. Für mich ist es die Kombination von historisch und modern, gemütlich und hip, Stadt und Natur, die Würzburg zu einer der schönsten Städte Deutschlands macht.

Welche Würzburg Sehenswürdigkeiten du bei deinem Besuch unbedingt besuchen solltest sowie Empfehlungen für reizvolle Cafés und urige Restaurants, liest du im Folgenden.

Würzburg Sehenswürdigkeiten: die beeindruckende Residenz und der Hofgarten

Meine Tour durch Würzburg starte ich an der Residenz in deren wunderschönem Hofgarten. Die Sonne strahlt vom Himmel, die Blumen entfalten ihre Blüten, summende Bienen sammeln eifrig Blütenstaub – was für ein herrlicher Tag, um durch die schattenspendenden Laubengänge zu spazieren, vorbei an bunt leuchtenden Blumenbeeten, akkurat geschnittenen Formobstbäumen und Brunnen aus der Zeit des Rokoko. Dass mich wenig später im Inneren der Residenz eine so beeindruckende Ausgestaltung mit gigantischen Deckenfresken und glanzvollen Prunksälen erwarten würde, hatte ich nicht erwartet.

Die barocke Würzburger Residenz gilt als eines der bedeutendsten Schlösser Europas und zählt seit 1981 zum UNESCO-Welterbe. Erbaut wurde sie in den Jahren 1720 bis 1744. Schon das großartige Treppenhaus, der architektonische Höhepunkt der Residenz, weckt überwältigendes Staunen mit dem größten zusammenhängenden Deckenfresko der Welt von Giovanni Battista Tiepolo. Doch auch jeder folgende Raum löst aufs Neue Begeisterung aus. Das Rote Zimmer, das Blaue Zimmer oder der Weiße Saal mit seinen unzähligen, kunstvollen Rokoko-Stuckaturen des Künstlers Antonio Bossi – was für ein opulenter Prunk!

Mein Highlight: das Spiegelkabinett

Im weiteren Verlauf des Rundgangs können in der Staatsgalerie im Nordflügel berühmte Gemälde wie Amor und Psyche von Antonio Belucci aus dem Jahre 1710 bestaunt werden.

Das Grünlackierte Zimmer ruft ein weiteres Mal höchste Bewunderung hervor, doch das weltweit einmalige Spiegelkabinett, dessen Wände vollständig mit Spiegeln und goldenem Stuck ausgekleidet sind, sorgt bei mir für absolute Faszination.

Am Ende der Führung ist die Zerstörung der Residenz im Zweiten Weltkrieg dokumentiert und in Großfotos sowie historischen Filmsequenzen visualisiert, wie sich der amerikanische Kunstschutzoffizier John Davis Skilton für die Instandsetzung und den Wiederaufbau des Schlosses einsetzte. Was für ein Geschenk, dass wir dieses imposante Meisterwerk aus ferner Zeit heute in all‘ seiner Pracht besichtigen können!

Die Residenz ist täglich geöffnet (Öffnungszeiten auf der Homepage), der Eintritt beträgt neun Euro. 42 der circa 340 Räume können derzeit im freien Rundgang besichtigt werden. Der Hofgarten ist täglich bis zum Einbruch der Dunkelheit (spätestens 20 Uhr) geöffnet und kostenfrei. Fotografieren ist in der Residenz leider nicht erlaubt. Ich hatte eine spezielle Genehmigung für den Blog.

Würzburg Sehenswürdigkeiten: die wichtigsten Orte in der pittoresken Altstadt

Für die Erkundung der Würzburger Innenstadt lohnt es sich, in der Tourist Information oder online eine Führung zu buchen. Ich habe wirklich selten eine so interessante, und gleichzeitig so unterhaltsame Stadtführung erlebt und kann sie dir nur empfehlen. Wir starten vor dem wunderschönen Falkenhaus mit seiner aufwändigen Rokokofassade, in dem sich früher ein Gasthof befand und das heute die Tourist Information und die Stadtbücherei beherbergt. Weiter geht es zum Neumünster, einer der geschichtsträchtigsten Orte Würzburgs, dessen Kuppel im gesamten Innenstadtbereich sichtbar ist. Nach der Ermordung der Märtyrer Kilian, Kolonat und Totnan pilgerten immer mehr Menschen nach Würzburg, was Gasthäuser und Unterkünfte nötig machte und so die Entwicklung der Stadt vorantrieb. Im Rahmen der Kilianiprozession wird dieser drei Wandermönche jedes Jahr Anfang Juli gedacht.

Der markante, hoch aufragende Kiliansdom im Stadtzentrum, ist das viertgrößte romanische Kirchengebäude Deutschlands und liegt nicht weit von hier entfernt. Wie unsere sympathische Führerin Christina Specht an einem Stadtplan erklärt, gleicht die Form der früheren Stadtmauern einer Bischofsmütze, mit dem Dom an der Stelle des Kopfschmucks. Eine besondere Oase der Ruhe verbirgt sich hinter dem Dom: das Lusamgärtchen. Hier soll sich das Grab von Walter von der Vogelweide befinden, auf dem Trostsuchende mit Liebeskummer Blumen niederlegen. Man sagt, der Liebeskummer sei geheilt, wenn sie verwelkt sind.

Ein weiterer herrlicher Ort der Beschaulichkeit und inmitten grüner Natur ist auch der Garten des Juliusspitals. Dahinter verbirgt sich sowohl ein Krankenhaus als auch ein Weingut, welches das größte Silvaner-Weingut der Welt ist.

In 90 Minuten die Altstadt kompakt erklärt

Der nächste Stopp ist das Rathaus, in dem sich ein Gedenkraum an den Zweiten Weltkrieg befindet. Ein Modell zeigt hier anschaulich, wie schwer Würzburg damals zerstört wurde. Am 16. März 1945, kurz vor Ende des Krieges, wurden 90 Prozent der Altstadt in Schutt und Asche gelegt und nur noch Skeletthäuser blieben stehen. Dass Würzburg heute so viele schöne Häuser schmücken, liegt daran, dass einige, wie das Falkenhaus, detailgetreu wieder aufgebaut wurden und viele Menschen beim Wiederaufbau ihrer Häuser diesem Beispiel folgten.

Nur ein paar Meter weiter und du erreichst die Alte Mainbrücke, bis ins 19. Jahrhundert die einzige Brücke der Stadt, die 12 Statuen von Brückenheiligen zieren. Von dieser Brücke aus hast du die Möglichkeit links hinunter zum Ufer zu gehen und in beide Richtungen entlang des Mains zu spazieren.

Vor allem morgens ist die Stimmung hier beinahe magisch, wenn sich die majestätische Festung im ruhigen Wasser des Mains spiegelt.

Die beiden letzten Orte der Führung sind der historische Marktplatz und die imposante Marienkapelle, ein gotischer Kirchenbau aus dem 14. Jahrhundert. Würzburg prägt ein sehr aktives Marktleben mit zahlreichen Weinfesten, die zu den Highlights der fränkischen Weinfestsaison gehören. Die Führung findet täglich um 10.30 Uhr statt und kostet 12 Euro.

Würzburg Sehenswürdigkeiten: die majestätische Festung Marienberg

Das Wahrzeichen Würzburgs, die Festung Marienberg, zählt zu den wichtigsten Würzburg Sehenswürdigkeiten, die du unbedingt besuchen solltest. Sie thront wie ein Wächter hoch über der Stadt, inmitten von malerischen Weinbergen und altem Baumbestand. Um sie zu besichtigen hast du verschiedene Möglichkeiten. Der längere Fußweg führt von der Friedensbrücke über das Gelände der ehemaligen Landesgartenschau in circa 30 Minuten hinauf zur Festung. Die kürzere Alternative beginnt hinter der Alten Mainbrücke. Du kannst aber auch mit dem Auto anreisen und es auf dem gebührenpflichtigen Parkplatz vor dem Eingang abstellen.

Die Geschichte der weitläufigen Festung reicht bis in die Keltenzeit zurück. Gegründet wurde die Burg 1201 und von 1253 bis 1719 residierten hier die Würzburger Fürstbischöfe. Verschiedene Epochen sind in ihren beeindruckenden Gemäuern vereint, so zum Beispiel der mittelalterliche Bering, die Echterbastei und das Brunnenhaus aus der Renaissance, das Zeughaus und der Fürstengarten im Stil des Barock. Von diesem ehemaligen Lustgarten des Fürstbischofs von Schönborn genießt du einen fantastischen Blick auf die Stadt, die umliegenden Weinberge und das Käppele, eine Wallfahrtskirche aus dem Jahr 1750 und als Juwel der Baukunst eines der Wahrzeichen von Würzburg. Das Zeughaus beheimatet heute das Museum für Franken, in dem unter anderem die Stadtgeschichte Würzburgs präsentiert wird und fürstbischöfliche Wohnräume sowie Zeugnisse fränkischer Weinkultur zu besichtigen sind.

Falls du mehr über die Festung erfahren willst, jeden Sonntag um 11 Uhr bietet Congress-Tourismus-Würzburg eine 90-minütige Führung durch die Außenanlagen an. Tickets kannst du online oder in der Tourist Information im Zentrum buchen.

Würzburg Sehenswürdigkeiten: Konkrete Kunst im Museum im Kulturspeicher

Fans moderner und vor allem Konkreter Kunst kommen im Museum im Kulturspeicher voll auf ihre Kosten. Allein die Location ist richtig cool, denn es handelt sich dabei um einen alten, denkmalgeschützten Getreidespeicher am Alten Hafen aus dem Jahr 1904, der modern ausgebaut wurde. Die alten Holzbalken blieben jedoch erhalten und sorgen für ein einzigartiges Flair auf drei Etagen mit über 3.500 m² Ausstellungsfläche. Werke aus der Zeit der Romantik, des Biedermeier, Impressionismus, Expressionismus und zeitgenössische Arbeiten gibt es hier zu bestaunen. Das Highlight für viele ist die Sammlung „Peter C. Ruppert. Konkrete Kunst in Europa nach 1945“, die über 250 Exponate aus 23 verschiedenen europäischen Ländern umfasst. Die Städtische Sammlung wiederum legt den Fokus auf Künstler:innen aus der Region vom 19. Jahrhundert bis heute.

Das Museum ist von Dienstag bis Sonntag zu unterschiedlichen Uhrzeiten geöffnet. Checke am besten vor deinem Besuch die Homepage. Der Eintritt kostet für Erwachsene 4,50 Euro. An jedem ersten Sonntag des Monats ist der Eintritt kostenfrei. Im gleichen Gebäude liegen übrigens die bekannte Kabarettbühne „Bockshorn“ und das Theater „tanzSpeicher Würzburg“, das einzige Theater für zeitgenössischen Tanz in Süddeutschland. Parken kannst du direkt nebenan im äußerst günstigen Parkhaus Alter Hafen.

Würzburg Sehenswürdigkeiten: Schlemmerfreuden in netten Cafés und Restaurants

In Würzburg gibt es so viele außergewöhnliche Lokale, dass es mir nicht ansatzweise möglich war, alle durchzuprobieren. Aber beginnen wir mit einer der wichtigsten Fragen, wo geht der Würzburger für einen authentischen, italienischen Kaffee hin? In die Bar D.O.C. Caffè Costadoro. Ob für einen schnellen Espresso zwischendurch oder einen genüsslichen Latte Macchiato, hier bist du mit jeder Art von Kaffeegelüsten bestens aufgehoben. Die beliebte Bar gilt als Würzburger Pendant zur Bar Centrale in München.

Das Café Wunschlos Glücklich ist zum Frühstück und Lunch eine sehr gute Wahl. In einem idyllischen Innenhof werden leckere Frühstücksvariationen und mittags vegetarische sowie vegane Gerichte serviert. Für einen Kaffee, Drink oder eine Bowl mit Aussicht besuche die neu eröffnete Hoch3 Skylounge. Von hier bietet sich ein toller Blick auf die Alte Mainbrücke, den Main und die Festung Marienberg. DIE Adresse für Kaffee und Kuchen ist für mich das MainCake – allerdings nur, wenn du wie ich eine Schwäche für Cheesecake hast. Mein Totally Nuts Brownie war eine echte Geschmacksexplosion, aber auch der Caramel Apple oder Blueberry White sind mit Sicherheit genauso köstlich. Nebenan lockt ein Ableger des Café Vue ebenfalls mit Kaffee und Kuchen und einem integrierten Shop für regionalen Wein, Keramik, Kaffee und andere Leckereien.

Für das beste, fluffige Hörnchen (Würzburgs Antwort auf das Croissant) der Stadt geht der Würzburger zum Marktcafé Brandstetter mit mehreren Filialen, unter anderem auch einer gleich hinter dem Marktplatz. Diese Bäckerei öffnet tatsächlich schon um 5 Uhr morgens, unglaublich! Für eine feine, cremige Kugel Eis empfehle ich dir die CiCo Gelateria. Hier gefällt mir besonders, dass die Eissorten auch in Italienisch auf den natürlich bunten Eisbergen ausgeschildert sind.

Must-Do: Brückenschoppen auf der Alten Mainbrücke

In den warmen Monaten gibt es in Würzburg einen sehr beliebten Ort, an dem Jung und Alt, Besucher wie Einheimische am frühen Abend für ein Glas Frankenwein zusammenkommen: die Alte Mainbrücke, wo sich der besondere Charme Würzburgs entfaltet. Tatsächlich war es genau an dieser Stelle, den rauschenden Main unter den Füßen mit einem einzigartigen Blick auf Festung, Käppele und malerische Weinberge, als ich mir dachte: „Was für eine bezaubernde Stadt! Hier könnte ich auch leben.“ Der sogenannte „Brückenschoppen“ wird zum Beispiel im mainwein am Eingang der Brücke bestellt und stammt selbstverständlich aus der Region, denn dieser mundet schließlich besonders köstlich.

In Würzburg lebt man mit dem Wein.

Eine tolle Möglichkeit, verschiedene Weine in Würzburg zu verkosten, ist übrigens die Würzburger Weinkarte, mit der du in traditionsreichen Weinstuben und coolen Vinotheken fünf verschiedene Frankenweine à 0,1 l verkosten kannst. Das mainwein gehört unter anderem auch dazu, die Karte erhältst du in der Tourist Information für 13,90 Euro.

Du hast nun Lust auf etwas Deftiges in uriger Atmosphäre? Das älteste Weinhaus Würzburgs, Zum Stachel, verwöhnt deinen Gaumen mit kreativen fränkischen Köstlichkeiten. Wenn es das Wetter zulässt, buche einen Tisch im gemütlichen Innenhof. Ein Restaurant beziehungsweise Biergarten, der mir vielfach empfohlen wurde, in das ich es aber leider nicht geschafft habe, ist die Jahnterrasse direkt am Mainufer. Gleiches gilt für den Mainkutter unmittelbar neben dem Alten Kranen, wo du auf dem Wasser mit herrlicher Aussicht einen lauen Sommerabend perfekt ausklingen lassen kannst.

Hotel Tipp: das familiengeführte Hotel Amberger im Zentrum Würzburgs

Für die Erkundung einer Stadt ist es für mich wichtig, dass die Wege von und zu meinem Hotel kurz sind und ich zwischendrin vielleicht auch einmal für ein Stündchen die Beine hochlegen kann. Das Stadthotel Amberger ist dafür ideal. Es befindet sich bereits seit 1949 in Familienbesitz und liegt nur wenige Minuten Fußweg von den wichtigsten Würzburg Sehenswürdigkeiten entfernt. Von meinem gemütlichen, geräumigen Zimmer im obersten Stock hatte ich einen tollen Blick auf das Stift Haug und die sattgrünen Weinberge des Würzburger Steins. Falls du mit dem Auto anreist, kannst du schräg gegenüber im Parkhaus am Theater vergünstigt parken.

Ich hoffe ich konnte dir mit diesen Eindrücken und Tipps Lust auf eine Reise nach Würzburg machen. Oder warst du schon einmal in der Stadt und kannst uns und den anderen Lesen vielleicht noch weitere Empfehlungen geben? Dann freuen wir uns sehr über deinen Kommentar auf unserem Reiseblog!


Noch mehr Inspiration für unser schönes Deutschland


Gasse Wuerzburg

*Dieser Artikel entstand im Rahmen einer bezahlten Zusammenarbeit mit Congress-Tourismus-Würzburg. Bei der Umsetzung des journalistischen Inhalts war ich jedoch vollkommen frei und meine Meinung ist wie immer meine eigene. Im Beitrag gibt es Werbelinks. Buchst oder kaufst du etwas über diese, bekommen wir eine anteilige Provision. Der Gesamtbetrag ändert sich dadurch für dich nicht. Danke dir!

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Hi, ich bin Nina. Reisen bedeutet für mich Freiheit, Glücksgefühle und unvergessliche Momente. Besonders ins Schwärmen gebracht und fasziniert haben mich bisher Island, Neuseeland, Südafrika und Bali.

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