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Afrika / Südafrika

Garden Route Südafrika: Rundreise zu den schönsten Highlights zwischen Kapstadt und Port Elizabeth

Ein Roadtrip entlang der Garden Route Südafrika ist eine der Reisen, die dich schon nach wenigen Kilometern begeistern. Schon der Moment, in dem du Kapstadt hinter dir lässt und die Straße langsam näher an den Ozean rückt, fühlt sich an wie der Beginn eines einzigartigen Abenteuers mit einer Mischung aus Küstenmagie, wilden Wäldern, kristallklaren Seen und charmanten kleinen Städtchen. Wenn du hier unterwegs bist, hast du das Gefühl, als hätte Südafrika seine ganze fantastische Vielfalt in eine einzige, perfekt befahrbare Route gepackt. Und genau das macht sie für viele zu einer der schönsten Roadtrip-Strecken der Welt.

Für mich war die Garden Route auch deshalb so außergewöhnlich, weil sie entspannt ist. Kein hektischer Verkehr, keine ewig langen Tagesetappen, keine Stressmomente. Stattdessen unvergessliche Erlebnisse an jeder Ecke: eine kurze Wanderung durch den dichten Tsitsikamma Nationalpark, ein spontaner Halt an einem traumhaften Viewpoint oder ein Nachmittag am Traumstrand des De Hoop Nature Reserve, an dem man vollkommen die Zeit vergisst!

Reisedauer & beste Reisezeit für die Garden Route Südafrika

Ich habe mir für meine Route zwei Wochen Zeit genommen, um alle Highlights ohne Stress zu erleben und nicht nur als Programmpunkte abzuspulen. Und ganz ehrlich: Ich hätte problemlos auch vier Wochen dort genießen können. Zu Beginn oder am Ende deiner Reise solltest du aber auf jeden Fall auch ein paar Tage in Kapstadt verbringen. Diese Stadt hat so viele tolle Kapstadt Sehenswürdigkeiten zu bieten!


Ein normaler Pkw reicht für die Rundreise entlang der Garden Route völlig aus, ausser du planst Gravel Roads wie im De Hoop. Da wird es mit einem Kleinwagen etwas riskant aufgrund der nicht ausgebauten Straßen mit Schlaglöchern. Denk auch dran, dass in Südafrika Linksverkehr herrscht. Du gewöhnst dich sicher schnell um, aber ich würde dir einen Mietwagen mit Automatik als Erleichterung empfehlen.

Die Garden Route gilt übrigens als sicher, doch Grundregeln wie keine Nachtfahrten und keine sichtbaren Wertsachen im Auto gelten auch hier. Nachts würde ich auch nie zu Fuß unterwegs sein wollen!

Die beste Reisezeit für die Garden Route Südafrika ist von Oktober bis März – ideal, um dem europäischen Winter zu entfliehen. Angenehme Temperaturen, viel Sonne und kaum Regen machen diese Monate perfekt für eine Rundreise.

Betty’s Bay & Hermanus: Tiere hautnah auf der Garden Route Südafrika

Auf dem Weg zum offiziellen Startpunkt der Gartenroute in Mossel Bay liegen zwei Orte, die du nicht verpassen solltest!

Von Kapstadt nach Betty’s Bay benötigst du lediglich 1,5 Stunden. Am Sony Point Penguin Colony Entrance erwartet dich dann ein ganz besonderes Erlebnis. Auf dem Holzsteg läufst du leise und achtsam zwischen Felsen, Brandung und kleinen Höhlen entlang, während dutzende Brillenpinguine um dich herum tollpatschig watscheln, fröhlich ins Meer hüpfen oder sich in der Sonne putzen.

Im Gegensatz zu anderen Pinguin-Spots, wie zum Beispiel Simon’s Town auf dem Weg von Kapstadt zum Kap der Guten Hoffnung, ist Betty’s Bay deutlich ruhiger, wesentlich authentischer und du bist den Tieren so überraschend nah, ohne sie zu stören. Spaziere unbedingt auch ein Stückchen links entlang, denn hier sind meistens noch weniger Menschen unterwegs.

Solltest du zwischen Juni und November auf der Garden Route unterwegs sein, plane auch einen Stopp in Hermanus ein. Die kleine Küstenstadt ist Südafrikas berühmtester Spot für Walbeobachtungen, denn in dieser Zeit ziehen die Südlichen Glattwale in die warme Walker Bay, um ihre Jungen zur Welt zu bringen.

Manchmal sieht man sie sogar schon bei einem Spaziergang am spektakulären Cliff Path: eine dunkle Rückenlinie, eine Fluke, eine Wasserfontäne!

Wenn du sie aus nächster Nähe beobachten möchtest, buche eine Bootstour. Hermanus selbst wirkt ruhig und entspannt, hat hübsche Cafés und kleine Läden, aber die Hauptrolle spielen hier ganz klar der Ozean und die riesigen Meeressäuger, die ihn für kurze Zeit zu einem magischen Ort machen.

Mossel Bay: der offizielle Auftakt der Garden Route Südafrika

Auch wenn viele ihren Roadtrip in Kapstadt beginnen, gilt Mossel Bay als offizieller Startpunkt der Garden Route Südafrika. Mossel Bay ist beschaulich, freundlich und ideal als erster Stopp deiner Rundreise.

Kilometerlange Strände, warme Felsen am „The Point“ und Restaurants, in denen Fisch kaum frischer sein könnte, erwarten dich hier. Im The Kingfisher habe ich einen wunderbaren Abend verbracht, mit köstlichem Fisch, einem beeindruckenden Sonnenuntergang und dem Ausblick auf mutige Surfer, die die Gold leuchtenden Wellen bezwangen.

Wenn du etwas mehr Zeit hier verbringen willst, kannst du beispielsweise den St. Blaize Hiking Trail wandern. Der 13 km lange Küstenwanderweg führt über Felsen, Klippen, durch Höhlen und bietet fantastische Ausblicke auf das Meer.

Rund um Mossel Bay befinden sich außerdem herrlich große Dünen, perfekt für eine Runde Sandboarding!

Ansonsten hat Mossel Bay nicht allzu viele Attraktionen, aber es ist ideal für ein paar romantische Stunden am Strand, ein gutes Essen mit traumhaftem Ausblick und für die erste Übernachtung. Wir haben im Erika27 Bed & Breakfast wunderbar geschlafen und das Frühstück, das die herzlichen Gastgeber eigenhändig zubereitet haben, ließ keine Wünsche offen.

De Hoop Nature Reserve: ein echtes Highlight entlang der Garden Route

Wenn ich einen Ort nennen müsste, der mich auf der Garden Route Südafrika absolut begeistert hat, wäre es De Hoop. Das 34.000 Hektar große Schutzgebiet gilt als eines der landschaftlich vielfältigsten an der Garden Route Südafrika und liegt inmitten des UNESCO-geschützten Cape Floral Kingdom, dem artenreichsten Pflanzenreich der Welt. Es beginnt schon mit der Anfahrt über Schotterpisten, bei denen man nie weiß, ob hinter der nächsten Kurve Zebras, Elands oder Strauße stehen.

Und dann öffnet sich die Landschaft: strahlend weiße Dünen, die wie Schneefelder anmuten, Buchten mit türkisfarbenem Wasser und absolute Stille!

Vom Aussichtspunkt Koppie Allen, wo du problemlos parken kannst, führt der Coastal Trail entlang der Küste. Mit etwas Glück siehst du im südafrikanischen Winter sogar Wale in Strandnähe vorbeiziehen, denn De Hoop zählt zu den besten Landbeobachtungsorten für die majestätischen Meeresriesen. Nach einer Wanderung durch Dünenlandschaften und vorbei an traumhaften Buchten kommt das gemütliche Café am Trailhead Bites Beach Café wie gerufen.

Falls du im Reservat übernachten möchtest, schau dir die charmanten Cottages der De Hoop Collection an. Im dortigen Restaurant kannst du auch lecker essen, falls du größeren Hunger verspürst. Auch die Lodges mitten in der Natur und etwas außerhalb des Reservats haben ihren ganz eigenen Zauber. Das rustikale Bootshaus der Tides River Lodge ist der ideale Ort, wenn du Ruhe und Abgeschiedenheit suchst.

Wilderness: wo Meer, Fluss und Dschungel aufeinandertreffen

Der kleine Ort an der Garden Route ist umgeben von endlosen Stränden, Seen, Lagunen und dichten Wäldern. Da es in Wilderness nur wenige Straßen gibt, wirkt es wie ein großes Naturrefugium, dessen Herz der riesige Sandstrand darstellt. Er zieht sich kilometerweit an der Küste entlang und lädt bei jeder Tageszeit zu einem wunderschönen Strandspaziergang oder einer Joggingrunde ein.

Den schönsten Ausblick auf den Strand bietet der Dolphin Point unmittelbar an der Straße, die nach Wilderness führt. Auch die Eisenbahnbrücke des Outeniqua Choo-Tjoe Trains kannst du von hier aus erkennen!

Idyllische Flüsse und Lagunen machen Wilderness zu einem wahren Outdoor-Paradies. Besonders reizvoll ist eine Kanutour auf dem Touw River, der sich ruhig und glasklar durch die Landschaft zieht. Von dort führen verschiedene Trails in den Wilderness-Nationalpark.

Der Giant Kingfisher Trail endet beispielsweise an einem natürlichen Pool unter einem kleinen Wasserfall, während der Half Collared Kingfisher Trail durch dichten Wald und über Holzstege führt. Den Map of Africa Viewpoint solltest du unbedingt besuchen, denn von hier genießt du eine spektakuläre Panoramasicht über leuchtend grüne Natur und einen Flusslauf, der wie die Umrisse von Afrika aussieht.

Den besten Kaffee in der Region genießt du im Commonage Café und im Anschluss schaust du noch im Re-Treat vorbei, denn ein leckeres Eis, auch als Sandwich, ist die perfekte Abkühlung an heißen Tagen!

Knysna: Lagunen, Chamäleons & gemütliche Inseln an der Garden Route Südafrika

Knysna ist bezaubernd und herrlich grün, ein Ort, an dem man sofort bleiben möchte. Er liegt eingebettet zwischen der dichten Bewaldung des Knysna Forest und einer der schönsten Lagunen Südafrikas, die durch die berühmten Knysna Heads – zwei beeindruckende Sandsteinfelsen – mit dem Indischen Ozean verbunden ist.

Der Blick von den Eastern Heads ist einfach unglaublich: unter dir das türkisfarbene Wasser, die wilde Brandung am Meeresufer und die stillen, geschützten Lagunenarme im Hinterland.

Wenn du Lust hast, kannst du die Lagune mit einem Boot erkunden, Robben beobachten oder bei einer Sundowner-Cruise zusehen, wie die Sonne die Berge langsam in warme Pastelltöne taucht. Ein weiterer lohnenswerter Aussichtspunkt ist der Margret’s Viewpoint.

Direkt am Wasser liegt die Knysna Waterfront, ein lebendiger kleiner Hafen mit Cafés, Eisdielen, Boutiquen und Restaurants. Hier kannst du gemütlich entlangschlendern, in Souvenirläden stöbern oder dich einfach mit einem Drink ans Wasser setzen!

Bekannt ist Knysna übrigens auch für seine Austern. Wer sie mag, findet hier eine erlesene, fangfrische Auswahl. Im Zentrum lohnt sich die kleine Oase Oaks on Main mit Cafés, Restaurants und kleinen Kunstläden für einen Besuch. Unter schattigen Bäumen kannst du hier im The Node Knysna einen frischen Saft, Smoothies und gesunde Snacks probieren und dabei sogar in den Bäumen Chamäleons beobachten, wenn du ganz genau hinsiehst.

Nur wenige Minuten außerhalb der Stadt beginnt der Knysna Forest, ein uralter, dichter Wald, der früher Heimat wilder Elefanten war. Heute kannst du hier wunderbar wandern, mountainbiken oder einfach die Ruhe genießen. Besonders schön sind die Trails rund um die Jubilee Creek Picnic Site oder der Circles-in-the-Forest-Hike.

Und wenn du noch Zeit hast: Thesen Island ist perfekt für Strandspaziergänge und genussvolle Cafépausen.

Plettenberg Bay & das Robberg Nature Reserve: Land trifft auf Ozean

Plettenberg Bay – oft liebevoll „Plett“ genannt – bietet eine wunderbare Mischung aus langen, hellen Stränden, schimmernden Lagunen und verträumter Atmosphäre. Trotz seiner Beliebtheit wirkt Plett selten überlaufen; du findest fast immer einen ruhigen Abschnitt am Meer, egal, ob du schwimmen, surfen oder einfach nur in den Dünen sitzen möchtest. Fangfrischen Fisch oder köstliche Meeresfrüchte genießt du zum Beispiel im The Lookout Deck oder im The Fat Fish.

Nur wenige Minuten vom Zentrum entfernt beginnt das Robberg Nature Reserve, ein geschütztes Halbinselgebiet, das wie ein natürlicher Aussichtsbalkon ins Meer hinausragt. Die Wanderwege dort zählen zu den schönsten in Südafrika und führen an Felsklippen entlang, durch windgeformte Sanddünen hinunter zu kleinen, geschützten Buchten.

Besonders charakteristisch sind die großen Robbenkolonien, nach denen das Reservat benannt ist. Ihre Rufe und ihr Toben im Wasser begleiten dich fast den ganzen Weg. Die Witsand Route mit 5,5 km Länge kann ich dir wärmstens empfehlen. Und wolltest du nicht schon immer mal mit Robben schwimmen?

Was Robberg so besonders macht, ist seine außergewöhnliche Lage. Du wanderst buchstäblich zwischen zwei Welten: oben die schroffe, stille Landschaft, unten das kraftvolle Meer. Mit ein wenig Glück entdeckst du Wale, Haie, Delfine und natürlich die Robben, aber auch seltene Vögel und Pflanzen, die nur in diesem Küstenabschnitt vorkommen!

In Plettenberg Bay solltest du unbedingt in der Unterkunft Stanley Island ein paar Nächte verbringen, eine zauberhafte Idylle. Ein privates Boot bringt dich auf die kleine Insel, wo eine Herde Zebras lebt, die manchmal unmittelbar vor deinem Zimmer grasen. Diese sind so wunderschön eingerichtet, dass man sich darin absolut wohlfühlen kann.

Tsitsikamma Nationalpark: das Ende der Garden Route

Der Tsitsikamma Nationalpark bildet offiziell das östliche Ende der Garden Route Südafrika. Schon bei deiner Ankunft spürst du diese besondere Mischung aus endloser Weite und Wildheit: Die Luft ist feucht und klar, der Duft von Erde und Meer liegt überall, und immer wieder ist das Donnern der Brandung zu hören.

Herzstück des Parks ist der weltbekannte Storms River Mouth, wo ein tiefer Flusscanyon direkt ins Meer mündet. Der Mouth Trail führt durch tropisch wirkende Vegetation direkt zur berühmten Hängebrücke, die absolut beeindruckend ist, aber nichts für Menschen mit Höhenangst.

Unter dir rollen die Wellen in die enge Schlucht, während rundum üppiger Wald bis an die Klippen reicht!

Der Park ist ein Paradies für Outdoor-Fans. Die Wanderwege reichen von kurzen, gut zu bewältigenden Spaziergängen bis zu anspruchsvolleren Routen wie dem Waterfall Trail, der entlang der Küste über Felsen und verwurzelte Pfade bis zu einem versteckten Wasserfall führt.

Eine der schönsten Mehrtageswanderungen weltweit ist der bekannte Otter Trail. Abenteuerlustige können hier Kayaken, Tubing ausprobieren oder sogar den höchsten kommerziellen Bungee-Jump der Welt aus über 200 Metern Höhe wagen.

Einmalige Safari-Momente im Amakhala Game Reserve

Wer die Garden Route als reine Küstenroute unternimmt, versäumt eines der größten Highlights: Eine Safari! Meine Zeit im Amakhala Game Reserve war wirklich ein unvergessliches Erlebnis und die Krönung der Garden Route Südafrika.

Das Amakhala Game Reserve in der Eastern Cape Province ist ein privates Schutzgebiet, das sich bewusst Zeit nimmt für das, was eine echte Safari ausmacht: Beschaulichkeit, Besonnenheit, Weite und authentische Tierbegegnungen.

Anders als viele bekannte Parks ist Amakhala nie überlaufen. Du fährst friedlich und geruhsam durch offene Savannen, über sanfte Hügel und durchquerst dichte Dornbuschlandschaften, in denen du die Natur fast für dich allein hast.

Das Reservat ist Heimat der Big Five: Elefanten, Löwen, Büffel, Nashörner und Leoparden. Oft tauchen Zebras, Giraffen oder Antilopen schon am frühen Morgen auf, wenn das Licht weich ist und die Landschaft golden schimmert!

Besonders eindrucksvoll sind die Elefantenherden, die gemächlich durch die Täler ziehen und die Löwen, die du manchmal beim Dösen im hohen Gras oder auf Streifzügen mit ihren Jungen entdeckst.

Was Amakhala auszeichnet, ist die Verbindung zwischen Naturschutz und nachhaltigem Tourismus. Die Lodges im Reservat arbeiten eng mit den Rangern und Forschern zusammen, sodass jeder Besuch die Schutzprojekte langfristig unterstützt. Wir haben uns für die Hlosi Game Lodge entschieden. Zweimal am Tag kannst du hier an einer Pirschfahrt teilnehmen und zwischenzeitlich in der Lodge entspannen und dich kulinarisch verwöhnen lassen.

Ein magischer Moment, der mir immer in Erinnerung bleiben wird, war, als eine Elefantenherde zur Wasserstelle neben der Frühstücksterrasse trottete und ausgiebig darin badete. Aber auch jede Pirschfahrt hatte ihre Gänsehautmomente, in denen mir der Atem stockte oder ich Tränen in den Augen hatte, dankbar, dies alles erleben zu dürfen!

Planst du gerade eine Rundreise entlang der Garden Route Südafrika? Dann hoffe ich, ich konnte dir mit meinen Tipps helfen und deine Vorfreude steigern! Oder warst du schon einmal dort und hast noch mehr Empfehlungen? Dann schreib sie mir gerne in die Kommentare hier auf unserem Reiseblog!


Noch mehr Inspiration für Südafrika & Afrika


Loewenjunges Amakhala Game Reserve

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Hi, ich bin Nina. Reisen bedeutet für mich Freiheit, Glücksgefühle und unvergessliche Momente. Besonders ins Schwärmen gebracht und fasziniert haben mich bisher Island, Neuseeland, Südafrika und Bali.

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