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Lech am Arlberg: traumhaftes Bergpanorama trifft auf himmlische Gaumenfreuden in Vorarlberg

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Sattgrüne und bunt blühende Almwiesen verschmelzen in Lech am Arlberg mit smaragdgrünen Bergseen zu einer wunderbaren Naturlandschaft. Wo sich in der kalten Jahreszeit Wintersportler ausleben, erfreuen sich ab dem Frühjahr Wanderer an der beeindruckenden Bergwelt. Über 350 km bestens markierte Wanderwege laden zur Erkundung der Region ein. Der idyllische, beschauliche Ort im Lechtal verfügt sogar über einen See, der 2015 zum schönsten Ort in Österreich gewählt wurde. Welcher das ist und weitere Tipps für eine herrliche Entdeckungsreise rund um Lech am Arlberg liest du im Folgenden.

Lech am Arlberg von oben

Lech am Arlberg: ein unvergesslicher Urlaub in Österreich

Als einer der auserwählten 13 Mitgliedsorte von „Best of the Alps“ empfängt Lech Zürs seine Gäste mit einer entspannten Atmosphäre. Neben der Begeisterung an der Natur wird im „Weltgourmetdorf“ auch auf kulinarische Freuden großen Wert gelegt. 22 Restaurants und Gasthäuser tragen Gault-Millau-Hauben und verwöhnen den Gaumen mit exquisiten Köstlichkeiten. 

Ein tolles Angebot der Region ist die Lech Card. Für zwei Tage kostet sie 27 Euro, bis sieben Tage 44 Euro. Mit der Gästekarte kannst du den Ortsbus und die Sommerbergbahnen kostenlos nutzen. Verschiedene LechErleben-Programme, der Eintritt ins Waldschwimmbad oder in das Zugertal sind ebenfalls inklusive. Das sehr gut ausgebaute Netz an Seilbahnen und Sesselliften sowie des Wanderbusses machen es leicht, das Auto während des Aufenthalts für die gesamte Zeit stehen zu lassen und mit der Lech Card die Umgebung zu erkunden.

Lech am Arlberg von oben: mit der Seilbahn auf 2.350 Meter

Mit der Rüfikopfbahn geht es hoch hinaus auf 2.350 Meter. Oben angekommen wartet ein Panoramarestaurant mit einer fantastischen Aussicht auf die umliegende Bergwelt und mit stärkender Hüttenkost. Doch die muss erst einmal verdient werden, oder? Von der Bergstation führen verschiedene, spannende Wanderwege über den Gipfel, so zum Beispiel der Rüfikopf Rundweg, die Wanderung zur Wösterspitze oder die zur Monzabonalpe. 

Eine kurze Wanderung von circa 20 Minuten bringt dich zum malerischen Monzabonsee. Die Strecke ist Teil des Geowegs Rüfikopf, auf dem es geologische Besonderheiten wie unterschiedliche Gesteinsschichten oder Fossilien zu bestaunen gibt. Als wir Ende Juni dem Weg zum See folgen, müssen wir tatsächlich noch Schneefelder durchqueren. Die großen Schneemassen des letzten Winters schmelzen hier langsamer als gedacht. Ein Alpenschneehuhn zieht mit seinem ungewöhnlichen Ruf unsere Aufmerksamkeit auf sich. Wir biegen um die Ecke und zack, schauen vier Murmeltiere hinter einem Stein hervor und huschen blitzschnell über den Weg. 

Am See angekommen genießen wir dieses atemberaubende Panorama aus grünen Wiesen, weißem Schnee und blauen Wolkenlücken am Himmel, der sich auf der Wasseroberfläche spiegelt. Wir sind ganz allein. Niemand stört. Keine Geräusche. Nur das Pfeifen der Murmeltiere durchbricht die Stille. Ein wundervoller Ort! 

Vorbei an Murmeltieren und Gipslöchern in Oberlech

Auf der anderen Bergseite von Lech fährt dich eine weitere Seilbahn nach Oberlech. Von dort kannst du mit dem Sessellift Petersboden weitere Höhenmeter bequem zurücklegen. Wenn du auch so ein Murmeltier-Fan bist wie ich, richte deinen Blick gegen Ende der Fahrt auf den Boden. Hier leben einige dieser possierlichen Tiere in ihren unterirdischen Bauten. Von der Bergstation bieten sich dir mehrere Wandermöglichkeiten. Über die Kriegeralpe führt zum Beispiel ein Weg zum Kriegerhorn auf 2.173 m. Da das Wetter bei unserem Aufenthalt leider nicht ganz so mitgespielt hat und dunkle Regenwolken aufzogen, entschieden wir uns für den Weg Richtung Südosten zurück nach Oberlech. 

Hier geht es zunächst ein kurzes Stück bergauf und anschließend den Schotterweg hinunter Richtung der Abzweigung „Gipslöcher“. Wenn du dort links abbiegst, durchquerst du unwillkürlich das Naturschutzgebiet Gipslöcher, die vor circa 220 Millionen Jahren gebildet wurden. Jedes dieser Gipslöcher bietet ein einzigartiges Mikroklima für Pflanzen. Nach einer Weile passierst du dann auch das Skyspace (mehr Infos weiter unten) und erreichst nach circa 45 Minuten wieder die Bergstation Oberlech. Von dort kannst du entweder die Gondel nehmen oder bis nach Lech laufen. 

Lech am Arlberg: Wandere auf den Spuren des Lechs

Der Weitwanderweg Lechweg beginnt beim Ursprung der Lech-Quelle und endet am Lechfall in Füssen im Allgäu. Auf circa 125 Kilometern durchquerst du fünf Regionen, zwei Länder und eine der letzten Wildflusslandschaften Europas. Du hast die Wahl zwischen der gemütlichen Variante mit 8 Etappen, der klassischen Variante mit 7 und der sportlichen Variante mit 6 Etappen. Du kannst dir aber auch einzelne Etappen heraussuchen, wie die erste vom Formarinsee nach Lech. Der Wanderbus „Formarinsee“ bringt dich bequem vom Rüfiplatz beim Dorfbrunnen in Lech zum See, von wo du dann zurückwandern oder auch wieder den Bus nehmen kannst, wenn die Beine zu schwer sind. Eine Anfahrt mit dem Auto ist in diesem schmalen Tal nicht möglich. 

An der Endhaltestelle auf 1.793 Metern angekommen, empfehle ich dir zuerst den kurzen Fußweg zum „schönsten Platz Österreichs 2015“, dem Formarinsee, zu nehmen. An dem malerischen Bergsee gibt es Wege zum Ufer, aber auch einen Rundweg, der circa eine gute Stunde dauert und sich überaus lohnt. Im Verlauf der Wanderung lädt die Freiburger Hütte zu einer Rast mit fantastischem Blick auf die Gipfel der Roten Wand ein. Auch Übernachtungen sind hier möglich.

Die erste Etappe des Lechwegs: eine leichte Wanderung

Wieder zurück an der Bushaltestelle, beginnt der Lechweg. Für die leichte Bergtour von 14 km (ohne die Seeumrundung), die vorwiegend eben verläuft, sind circa 5 Stunden angesetzt. Durch das idyllische, naturbelassene Tal, würzig-duftende Wälder über hölzerne Brücken und Stege führt der wildromantische Weg, das Rauschen des Wassers immer in hörbarer Distanz. Vielleicht entdeckst du sogar einen Steinbock, denn der Lechweg führt an einer der größten Steinbock-Kolonien Europas vorbei. 

Oben an den Hügeln flitzen Murmeltiere über die Wiesen, und wenn du Glück und gute Augen hast, entdeckst du vielleicht am Wegrand sogar einen Salamander. 

Einkehrtipp am Lechweg

Ein herrlicher Ort für eine Rast ist das Älpele, wo sich auch eine Bushaltestelle befindet. Deftige Kost, aber auch feine Kuchen laden den Körper mit neuer Energie auf. Bis hierhin verläuft laut unserer Wanderführerin Victoria der schönste Teil dieser Etappe. Und so steigen wir mit müden Füßen und Beinen am Älpele in den Bus zurück nach Lech. Denn, auch wenn es nicht viele Höhenmeter sind, die Länge der Strecke hat es doch in sich.

Bestaune den Himmel aus neuer Perspektive oberhalb von Lech am Arlberg

Auf 1.780 Metern hat der international renommierte Künstler James Turrell aus den USA am „Tannegg“ ein begehbares Kunstwerk mit einem außergewöhnlichen Lichtkonzept geschaffen. Circa 100 Skyspaces gibt es derzeit von Turrell weltweit, wobei das größte in Arizona zu besichtigen ist. Der offene 15 Meter lange Tunneleingang führt in den Sensing Space, einen ovalen Raum mit leicht schrägen Wänden und einer umlaufenden Sitzbank. An der Decke begrenzt eine geöffnete, ovale Kuppel die Sicht in den Himmel. Der Blick zurück nach Nordosten rückt den markanten Gipfel des Biberkopfs ins Zentrum des Bildausschnitts. Von hier kannst du bei klarer Sicht sogar bis nach Deutschland blicken. 

Jeden Freitag findet im Skyspace eine 1-stündige Führung zum Sonnenuntergang statt, die mit der Lech Card kostenlos ist. Nach ein paar kurzen Vorabinformationen wird das Lichtprogramm abgespielt. In der Dämmerung (kurz vor Sonnenauf- und Sonnenuntergang) kommen die Kolorierungen besonders gut zur Geltung, denn die Färbungen des Himmels verändern sich mit der farblich wechselnden Bestrahlung der Wände und Decke. Zunächst ist die 106 kg schwere, runde Kuppel offen, im Verlauf der Stunde schließt sie sich langsam. Ein einzigartiges Erlebnis, dieses Zusammenspiel von Licht und Raum!

Der Skyspace-Lech, der 2018 eröffnet wurde und sich großteils unterirdisch befindet, ist von einer Stunde vor Sonnenaufgang bis eine Stunde nach Sonnenuntergang geöffnet. 

“Often we look up at the sky and think it’s so far away. But my skyspaces bring the sky down to the ceiling of the room you’re in.”

James Turrell
Skyspace Lech am Arlberg

Restaurant Tipp für Lech am Arlberg

In einem 400 Jahre alten Bauernhaus empfängt das Gasthaus Bodenalpe seine Gäste mit urig-gemütlicher Atmosphäre und heimischer Küche. Neben Sura Käs, Schnitzel, Jausenplatten oder Marillenpalatschinken stehen auch Spezialitäten vom Grill auf der Speisekarte. 

Mein Hotel Tipp für Lech am Arlberg: Der Berghof

In Lech hast du die Wahl zwischen verschiedenen Unterkünften wie Ferienwohnung, Chalet oder Hotel. Meine Empfehlung ist das 4-Sterne S Hotel Der Berghof, wo ich eine wunderbare Zeit verbracht habe. Die Lage ist ideal, direkt im Ortszentrum und nur ein paar Meter von der Rüfikopf Bahn entfernt, aber dennoch ruhig. Das familiengeführte Boutiquehotel ist mit einer Mischung aus modernen und traditionellen, gemütlichen Elementen eingerichtet, die eine warme, entspannte Atmosphäre ausstrahlen. Auch dank des freundlichen, offenen Personals fühlt man sich hier sofort wie zuhause. Ein herrlich wohliges Gefühl kommt ebenfalls im kleinen, aber edlen Saunabereich auf. Mein Lieblingsplatz: die beheizten Steinliegen.

Ein besonderes Highlight, auf das wir uns jeden Tag bereits beim Lesen der Morgenpost gefreut haben, ist das Abendessen. Raffinierte Gourmetküche verwöhnt den Gaumen mit köstlichen Kreationen, wobei besonders die Desserts wahre Kunstwerke sind. Aber auch am reichhaltigen, kulinarischen Frühstücksbuffet bleiben keine Wünsche offen. 

Das waren meine Tipps für Lech am Arlberg in der warmen Jahreszeit. Kennst du den idyllischen Ort in Vorarlberg oder planst selbst eine Reise dorthin? Lass gerne einen Kommentar auf unserem Reiseblog da. Darüber freuen wir uns sehr.


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Formarinsee Lech Wanderng

*Dieser Artikel entstand im Rahmen einer bezahlten Zusammenarbeit mit Vorarlberg Tourismus und Lech Zürs Tourismus. Bei der Umsetzung des journalistischen Inhalts war ich jedoch vollkommen frei und meine Meinung ist wie immer meine eigene.

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Hi, ich bin Nina. Reisen bedeutet für mich Freiheit, Glücksgefühle und unvergessliche Momente. Besonders ins Schwärmen gebracht und fasziniert haben mich bisher Island, Neuseeland, Südafrika und Bali.

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