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Levi Lappland: Glaspyramiden, Rentiere & Polarlichter in Finnlands Winter Wonderland

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Es war für mich seit langem ein Herzenswunsch: einmal im Winter nach Levi Lappland reisen, aus einer heimeligen Glaspyramide Polarlichter bestaunen, im Rentierschlitten durch die verschneite Landschaft gleiten und mit verschmusten Huskies kuscheln. Einmal spüren, wie sich -33 Grad anfühlen, wenn die Nasenhaare und Wimpern einfrieren, die Finger vor Kälte taub sind und heißes Wasser innerhalb von Sekunden gefriert. Einmal die unendliche Weite der verschneiten Natur Lapplands nördlich des Polarkreises erleben, wo es keine Straßenlaternen gibt und die Stille alle Sinne öffnet und intensiviert.

So viel kann ich schon jetzt verraten: Eine Reise nach Levi Lappland ist gekrönt von Superlativen der Natur und unzähligen Momenten des Glücks und der Begeisterung. Im Folgenden nehme ich dich mit in die magische Welt von Finnisch-Lappland und verrate dir, warum eine Reise dorthin ein unvergessliches Once-in-a-Lifetime Erlebnis ist.

Übernachte in einer spektakulären Glaspyramide in Levi Lappland

Ich kann gar nicht genug davon schwärmen und es doch nur schwer in Worte fassen, wie unglaublich es sich anfühlt, die Nächte in einer Glaspyramide in Lappland zu verbringen. Träumst du vielleicht auch davon? Dann ab mit dir ins Elves Tonttula Village außerhalb von Levi in Lappland. Eingebettet in die traumhaft schöne Landschaft Lapplands versprechen die 11 Aurora Pyramiden, ausgerichtet auf den magnetischen Nordpol, ein unauslöschliches Übernachtungserlebnis. Auf 30 m2 finden ein geräumiges Schlafzimmer mit 360 Grad Panoramafenster, einem Doppelbett, Schreibtisch, Barhocker und einer kleinen Küche Platz. Im Vorraum sind ein Bad mit Dusche sowie eine Nische für die Koffer untergebracht. Maximal können hier drei Personen schlafen.

In der Pyramide fehlt es an nichts. Sie ist technisch auf dem neuesten Stand, mit einer über ein Touchpad anpassbaren Fußbodenheizung und sogar einer Nordlichter Anzeige.

Die Betten sind per Fernbedienung verstellbar – ein echtes Highlight, um die tanzenden Nordlichter oder funkelnden Sterne am Himmel in idealer Position zu bestaunen.

Ich konnte hier vom Bett aus sogar eine Sternschnuppe und mehrere Satelliten kreisen sehen. Damit Schnee und Eis nicht die Sicht versperren, wird das Glasdach mit Solarenergie beheizt. Die Pyramidenform soll übrigens positive Effekte auf den Körper haben, Energie spenden und für Ausgeglichenheit sorgen.

Normalerweise kostet eine Nacht in der Pyramide 295 Euro. Hier eine Nacht zu verbringen ist aber ohne Zweifel jeden Euro wert. Ich werde auf jeden Fall noch einmal hierherkommen, so viel steht fest.

Tauche ein in magische Wälder und die Heimat der Elfen

Nur einen kurzen Spaziergang von den Pyramiden entfernt befindet sich die Anlage des Tonttula Elves Village. Im urig-verspielten Café wird ein reichhaltiges Frühstücksbuffet serviert, das dich auch mit finnischen Spezialitäten wie mit Reis gefüllte Karelische Piroggen, süß-würzige Moltebeeren oder finnische Doughnuts namens Munkkis verwöhnt. Besonders groß war bei mir jeden Morgen zudem die Vorfreude auf das unglaublich leckere Rührei mit Käse und Kräutern.

Auf dem Hof des Erlebnisdorfes der Elfen liegen noch weitere behagliche Blockhäuser, in denen unter anderem eine Sauna am Fluss Ounasjoki, ein kleiner Tempel und das Boutique-Hotel Taivaanvalkeat untergebracht sind. Gemütlichkeit wie zu Omas Zeiten wird in diesem Hotel groß geschrieben, das 13 Zimmer, einen großen Aufenthaltsraum, zwei Innensaunen, eine Kaminlounge und einen Frühstücksraum bietet. Mein Lieblingsplatz war auf einem der alten Schaukelstühle, in denen man die Wärme des knisternden Kaminfeuers herrlich entspannt genießen kann.

Lebkuchenhaus, Elfenschule & das Reich der Kobolde im Elfen-Versteck

Zugegeben, ich war zunächst ein bisschen skeptisch, dass das Elves Hideaway eventuell zu verspielt und nur etwas für Kinder sein könnte. Vor Ort wurde ich jedoch eines Besseren belehrt. Mit unglaublicher Hingabe und Liebe zum Detail wurde hier ein Ort geschaffen, der auch auf Erwachsene einen magischen Zauber ausübt. Vom Elfen-Dorf führt ein Erlebniswaldpfad zum Versteck der Elfen, das inmitten des stillen Waldes einem Märchen entsprungen zu sein scheint. Auf dem Weg dorthin gelangst du an einen geheimnisvollen Seita Stein, auf dem der Stumpf einer riesigen Tanne ruht. Eine schwere, gigantische Tür ermöglicht den Zutritt in das Innere des Steines, das unterirdische Reich der Kobolde.

Ein paar Meter weiter entführt dich das rund angelegte Hideaway in die zauberhafte Welt der Elfen. Aus dem Lebkuchenhaus dringt der köstliche Duft nach Lebkuchen, welche die Elfen hier eifrig backen.

In der Elfenschule wiederum finden Handwerks- und Schreibkurse statt. Gegenüber in der Hütte des Wissens lebt die weiseste Elfe Ämmi, die hier alle Schätze des Dorfes wie Trankrezepte, Zaubersprüche, Kristalle und das Buch der Weisheit beschützt.

Wenn du im Elves Village übernachtest, ist der Eintritt ins Elfen Hideaway kostenlos. Ansonsten beträgt eine selbstgeführte Tour 20 Euro pro Person. Die Häuser sind immer geöffnet und frei zur Besichtigung. Bei der von einer Elfe geführten „A Magical Winter Adventure“-Tour können Kinder unter anderem mit den Elfen Lebkuchen backen, an einem Märchen-Seminar im Haus der Weisheit teilnehmen und in der Elfenschule lernen, was Elfen alles können müssen. Diese kostet 30 Euro pro Person.

Bestaune die am Himmel tanzenden Polarlichter

Wenn das Nordlichter-Band in Richtung des eigenen Standorts, also auf dich zu zieht, ist das jedes Mal ein ganz besonders spannendes Gefühl. Die Aufregung steigt von Minute zu Minute, der Blick in den Himmel wird fokussierter. Aus dem kuscheligen Bett der Aurorapyramide kannst du das sogar, ohne dafür hinaus in die klirrende Kälte zu müssen. Gleich am ersten Abend genießen wir das unglaubliche Glück, Nordlichter am Himmel tanzen zu sehen. Als ein graugrüner Schleier auf der linken Seite unserer Aurorapyramide erscheint, bin ich mir sicher: Das müssen Nordlichter sein. Je nach Intensität sind sie nämlich mit bloßem Auge nicht immer erkennbar. Erst wenn du deine Kamera oder dein Handy mit lichtstarker Linse davor hältst, wird dieses bunte, atemberaubende Naturschauspiel sichtbar. Ein überwältigender Gänsehautmoment, den du ein Leben lang nicht vergisst!

Für eine zuverlässige Vorhersage der Nordlichter empfehle ich dir die Aurora App herunterzuladen. Sie zeigt auf einer Karte an, ob an deinem Ort gerade Nordlichter vorbeiziehen. Wenn der Rp-Index dann mindestens 3 beträgt und der Himmel klar ist, stehen die Chancen gut, dass du dieses spektakuläre Phänomen zu Gesicht bekommst. Aber auch bei niedrigeren Werten lohnt sich der Blick gen Himmel. In Finnisch-Lappland sind die Polarlichter meistens grün, manchmal erscheinen sie aber auch in anderen Farben wie lila oder rot.

Tipps: Die Polarlicht-Saison am Nordpolarkreis beginnt Ende August und dauert bis Anfang April. Die beste Zeit ist jedoch nicht der Winter, sondern der Herbst (September bis Anfang Oktober) oder der Frühling (März). Durchschnittlich sind Nordlichter am häufigsten gegen 23.30 beziehungsweise um Mitternacht zu entdecken, wobei eine dunkle Umgebung das Erkennen begünstigt.

Gleite im Rentierschlitten sanft durchs Winter Wonderland in Levi Lappland

Als unser Führer Rami mit seinem Rentier Kokkusarvi und Elfe Iida im Schlitten um die Ecke biegen, kann ich mich vor Verzückung kaum retten, denn es ist ein so zauberhaftes Bild: Rami in seinem traditionellen Kostüm, das knuffige Rentier und der alte Holzschlitten erscheinen wie in einem romantischen Weihnachtsfilm. Wir nehmen im Schlitten Platz und mummeln uns in das kuschelige Rentierfell ein, das wunderbar warm hält. Begleitet von Erzählungen über Rentiere und Co. führt uns Rami nun durch die malerische Anlage des Elves Village und den angrenzenden Wald.

Kokkusarvi sei sein bester Freund, so sagt er und diese tiefe Verbindung spürt man.

Mit viel Liebe und Leidenschaft kümmert sich Rami um seine acht Rentiere. Weiße Rentiere sind übrigens sehr selten. Nur circa eines von 2.000 Rentieren ist weiß, erklärt Rami als stolzer Rentierbesitzer. Am Ende der Tour darf ich mich bei Kokkusarvi mit seinem liebsten Leckerli, Flechten aus dem Wald, bedanken. Rentiere sind nämlich gar nicht so zutraulich, wie man vielleicht denken mag und lassen sich nicht gern von fremden Menschen anfassen. Zu einem Leckerbissen sagt aber keines Nein. Vor allem dann nicht, wenn er – wie bei Rami – aus dem Mund des Betreuers kommt.

Eine kurze Fahrt mit dem Rentierschlitten kostet 30 Euro pro Person. Gegen einen Aufpreis kannst du diese einzigartige Erfahrung aber sicher auch ein bisschen länger genießen.

Erlebe einen Geschwindigkeitsrausch bei einer Huskyschlittenfahrt

Unmittelbar gegenüber den Aurorapyramiden befindet sich das Zuhause von 30 niedlichen Huskies, die sofort dein Herz gewinnen und dich mit einer unvergesslichen Schlittenfahrt beglücken. Als wir bei den Huskies ankommen, sind die Schlitten bereits fast fertig vorbereitet. Die letzten Hunde werden angeleint und die Aufregung steigt – nicht nur bei mir. Sie wollen losspurten, ziehen bereits mit erstaunlicher Kraft am Schlitten, jaulen und bellen voller Vorfreude. Seid ihr zu zweit, nimmt einer im Schlitten Platz, der andere steht und lenkt. Nach einer Einweisung von Mika – einem Deutschen, der hier seit seinem Abi arbeitet – geht es auch schon vorwärts.

Die Hunde preschen mit einer unglaublichen Power und Geschwindigkeit voran, ich fliege in meinem hölzernen Schlitten nahezu über die Hügel und komme aus dem Lachen und Jauchzen gar nicht mehr heraus.

Ein Adrenalinstoß durchfährt meinen Körper – was für ein unglaubliches Gefühl! Wir drehen unsere Runde auf offener Fläche, die pittoreske Landschaft zieht vorbei und für mich könnte es ewig so weitergehen. Viel zu schnell kehren wir an unseren Ausgangspunkt zurück und ich steige Freude strahlend aus dem Schlitten. Nun ist es Zeit mit den Huskies zu kuscheln und von Mika noch mehr über diese außergewöhnlichen Hunde zu erfahren, die sich bei -40 Grad immer noch wohlfühlen.

Eine Tour über zwei Kilometer kostet 75 Euro, vier Kilometer 115 Euro und 8 Kilometer 150 Euro. Buchen kannst du sie ganz einfach über die Webseite. Für mich definitiv eine überwältigende Erfahrung, die ich dir wirklich ans Herz legen kann!

Wandere mit Schneeschuhen zur Santa’s Christmas Cabin in Levi Lappland

In Levi Lappland kannst du sogar auf den Spuren des Weihnachtsmanns wandeln. Unmittelbar neben einer Skipiste haben sich nämlich Santa Claus und Frau Santa eine gemütliche, versteckte Hütte eingerichtet, in der die Familie die Weihnachtszeit verbringt. Ok, sie ist vielleicht nicht mehr ganz so geheim, denn Instagram hat ihren Bekanntheitsstatus deutlich steigen lassen. Und ob Santa hier wirklich zeitweise wohnt, sei dahingestellt, aber immerhin diente die Hütte bereits als Set für einen Film über den Weihnachtsmann.

Sie zu finden ist eigentlich gar nicht so schwer, doch du erreichst sie nur mit Skiern, Snowboard oder Schneeschuhen. Für die komplette Runde brauchten wir ab Parkplatz eine gute Stunde. Die kürzere, bequemere Variante beinhaltet eine Fahrt mit der Gondel beziehungsweise einem Skilift. Sowohl die Gondoli 2.000 als auch der Tieva Lift in Levi bringen dich hinauf auf den Berggipfel. Wenn du dir diese Kosten sparen willst und einen Mietwagen besitzt, lass dich von Google Maps zum Restaurant Tuikku leiten und parke dein Auto unterhalb an der Straße. Jetzt werden die Schneeschuhe angeschnallt, die du für die Tour spätestens beim Abstieg zur Hütte benötigst. Wir haben uns für 5 Euro pro Tag Schneeschuhe in unserer Unterkunft ausgeliehen. Folge nun mit Google Maps entlang der Straße und rechts hinauf an der Skipiste, bis du den Gipfel erreichst. Von hier kannst du bereits die eingeschneite Hütte (Santa’s House) sehen.

Die Aussicht ins Tal und über die unendliche Weite Lapplands ist fantastisch und lässt dich gern einen Moment innehalten. Da es von hier recht steil abwärts geht, sind Schneeschuhe unbedingt notwendig. Zudem musst du den gleichen Weg wieder zurück, was mit normalen Schuhen sehr beschwerlich wäre. An der Santa’s Cabin angekommen, fühlst auch du dich bestimmt wie im Winter Wonderland. Zu gern würde man hier eine Nacht verbringen, sich am wärmenden Feuer des Kamins in eine Decke kuscheln und die Nordlichter bei ihrem Tanz bestaunen.

Werde aktiv im idyllischen Pallas-Yllästunturi-Nationalpark

Im Pallas-Ylläs-Nationalpark, dem dritt größten Nationalpark Finnlands, empfängt dich unberührte Natur soweit das Auge reicht. Zugefrorene Seen treffen im Winter auf dichte Wälder und verschneite Fjells (Berge). Die Luft ist kalt und glasklar, wie ich es noch nie erlebt habe. Vielseitige Wanderwege und Loipen führen durch dieses Naturwunder Lapplands und zu herrlichen Rundblicken. Der Aussichtspunkt Särkitunturi ist beispielsweise ein guter Startpunkt für eine Wanderung. Es lohnt sich aber selbst nur ein kleiner Stopp mit dem Auto, um ein paar Minuten das fantastische Panorama zu genießen.

Auch Huskyschlittentouren, wie Melanie sie unternommen hat, kannst du hier erleben. Am Ende gilt es aber einfach nur, den Zauber dieser Landschaft – in welcher Form auch immer – zu spüren und den Alltag in ganz weite Ferne rücken zu lassen. Dies ist auch ganz wunderbar auf einem Spaziergang über den zugefrorenen, weitläufigen Tulkinsalmi See möglich. Wir stellten unseren Wagen bei der Arctic Sauna World ab, die bei unserem Aufenthalt aber leider geschlossen war. Verschiedene Saunen laden hier zum Schwitzen ein und der Sprung ins eiskalte Nass des Sees darf natürlich nicht fehlen. Ok, das ist vielleicht nur etwas für wirklich Hartgesottene.

Restaurant Tipps für Levi Lappland

Im Zentrum von Levi findest du neben Supermärkten, Geschäften oder Tankstellen auch zahlreiche gute und hübsche Restaurants, die mit leckeren lappischen Gerichten deinen Gaumen verwöhnen. Drei davon habe ich getestet und kann sie dir nur wärmstens empfehlen.

Ämmilä

Das kulinarische Highlight meiner Lappland Reise war definitiv der Besuch des Ämmilä. Seit 2007 werden in dem gemütlichen Restaurant traditionelle Gerichte mit einem modernen Twist kreiert. Während du dich mittags am vielseitigen, lappischen Buffet bedienen darfst, kannst du dir abends je nach Vorlieben ein 3-Gänge-Menü zusammenstellen. Die Zutaten dafür stammen von regionalen Produzenten und variieren je nach Saison. Unsere Vorspeise bestand aus einer köstlichen Langustinensuppe mit Saibling. Das Hauptgericht mit Saibling war ebenfalls ein Gedicht und das Schokoladendessert mit Meeres-Sanddorn rundete das Menü auf feinste Weise ab.

Pihvipirtti

Im urigen Pihvipirtti Restaurant liegt der Focus seit 1999 auf Steaks. Aber selbst wenn du – wie ich – kein Fleisch isst, wird dein Gaumen hier aufs Höchste verwöhnt. Das Abendmenü beginnt mit Fischspezialitäten vom Eis-Buffet, von dem du unbedingt den Lachs probieren solltest. Er ist unglaublich zart und aromatisch und zergeht förmlich auf der Zunge. Weiter geht es mit einem Steak deiner Wahl – Rentier, Lamm oder Rind – oder der vegetarischen Alternative, einem hausgemachten Erbsenprotein-Gemüse-Patty. Den krönenden Abschluss bildet ein sündiges Pannacotta mit Himbeerpüree.

King Crab House

Das King Crab hat sich auf arktische Meeresfrüchte und insbesondere auf Gerichte mit der gigantischen Roten Steinkrabbe spezialisiert. Nachhaltig gefangen an der nördlichen Küste Norwegens kannst du sie hier in unterschiedlichen Variationen probieren – wenn du willst, sogar frisch aus dem Aquarium am Eingang des Restaurants. Ich habe mich für den King Crab Burger entschieden, eine sehr gute Wahl, aber auch Muscheln, Fisch oder vegetarische Gerichte findest du auf der Speisekarte.

Weitere Winteraktivitäten in und um Levi Lappland

Viele kommen nach Levi zum Ski- und Snowboardfahren. 38,5 Kilometer Pisten, 6,2 Kilometer Skirouten und 27 Lifte stehen zur Verfügung. Es ist eines der größten Skigebiete Finnlands, auf einer Höhe von 206 bis 531 Metern. Wenn du schon einmal in den Alpen Skifahren warst, sind das natürlich kleine Dimensionen. Aber bist du schon mal bei -20 Grad die Piste hinuntergeheizt?! Eine weitere beliebte Aktivität hier im hohen Norden ist das Langlaufen. Auch zum und rund um das Elves Village führen Loipen, sodass du für ein wärmendes Getränk und eine kräftige Stärkung wunderbar einkehren kannst. Zero Point Rental bietet beispielsweise Skier zum Verleih an.

Auch Schneemobil-Touren sind in Finnland ein spannendes Abenteuer. Verschiedene Anbieter haben Safaris mit diesen schnittigen Gefährten im Programm, bei denen du wie der Blitz durch die verschneite lappische Landschaft braust und ein wahres Schneegestöber hinterlässt. Eine Stunde kostet circa 75 Euro. Zu den Must-Dos in Finnland zählt natürlich eigentlich auch der Besuch einer Sauna. Allerdings findest du hier keine öffentlichen Saunen – bis auf die Arctic Sauna World -, sondern du mietest eine für 2-3 Stunden ganz für dich allein. Auch das Elves Village verfügt über eine tolle Sauna direkt am Fluss, die leider während unseres Aufenthalts schon ausgebucht war.

Empfehlen möchte ich dir einen Besuch des Samendorfes Sammuntupa, das bereits seit 1861 existiert. Die historischen, traditionellen Gebäude auf der Rentier-Farm stammen aus dem 19. und 20. Jahrhundert und wurden eingebettet in eine idyllische Landschaft direkt am Fluss gebaut. Hier befindet sich auch ein großes Rentiergehege, wo du diese knuffigen Tiere beobachten kannst. Sammuntupa ist zudem eines der ältesten Langlauf-Cafés in der Gegend rund um Levi, und der perfekte Ort für eine wohltuende, wärmende Stärkung.

Tipps zur Anreise nach Levi Lappland & Reiseplanung

Die Anreise nach Lappland per Flugzeug ist eigentlich immer mit einem Stopp in Helsinki verbunden. Wir buchten einen Flug mit Finnair von München nach Kittilä. Bei vielen Flügen – wie auch in unserem Fall – ist der Aufenthalt in Helsinki sehr kurz, sodass man insgesamt nur mit gut fünf Stunden Anreise rechnen muss. Bei einer Verspätung kommt man zwar schnell ins Schwitzen, doch die Anschlussflüge warten in den meisten Fällen und auch unser Gepäck hat trotz Verspätung das Umladen ohne Probleme geschafft.

Ein Mietwagen vor Ort macht dich herrlich flexibel und bringt dich auch an etwas entferntere Ziele wie den Pallas-Yllästunturi-Nationalpark. Wir buchten unseren Golf Polo über billiger-mietwagen bei Green Motion, bezahlten für knapp vier Tage 219 Euro und hatten nichts zu beanstanden. Von den Aurora Pyramiden ist der Flughafen Kittilä übrigens nur 21 Kilometer entfernt.

Was die Reisezeit betrifft, kann ich dir definitiv zu Januar raten. Auch wenn die Tage relativ kurz sind, bleibt genügend Zeit für täglich ein bis zwei Aktivitäten. Lang hält man es bei den dortigen Minustemperaturen draußen auch nicht aus und dieses ganz besondere Licht zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang ist wirklich magisch. Im Februar haben die Finnen Winterferien, sodass es überall voller und teurer wird. Im März wiederum ist die Chance auf Nordlichter hoch, es ist nicht mehr so kalt und die Tage sind länger.

Lappland Strasse

Ist Levi Lappland nicht ein traumhaft schönes Fleckchen Erde? Wenn du schon einmal in dieser Ecke warst, was hat dir besonders gut gefallen? Wir freuen uns sehr über deinen Kommentar hier auf unserem Reiseblog.


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Pallas Ylläs Nationalpark Aussichtspunkt

*Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Zusammenarbeit mit dem Elves Village. Bei der Umsetzung des journalistischen Inhalts war ich jedoch vollkommen frei und meine Meinung ist wie immer meine eigene. Im Beitrag gibt es Werbelinks. Buchst oder kaufst du etwas über diese, bekommen wir eine anteilige Provision. Der Gesamtbetrag ändert sich dadurch für dich nicht. Danke dir!

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Hi, ich bin Nina. Reisen bedeutet für mich Freiheit, Glücksgefühle und unvergessliche Momente. Besonders ins Schwärmen gebracht und fasziniert haben mich bisher Island, Neuseeland, Südafrika und Bali.

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