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São Miguel: Sehenswürdigkeiten & Lieblingsplätze auf der grünen Hauptinsel der Azoren

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Spektakuläre Landschaften, die in ihrer Vielfalt auf so kleinem Raum kaum zu übertreffen sind, vereinen sich auf der grünen Insel São Miguel. Aktive Vulkane, dampfende heiße Quellen, der wilde Atlantik und üppige Vegetation sind nur einige Highlights, die São Miguel zu einer wahren Naturschönheit machen. Auch das wohl bekannteste Motiv der Azoren, die Caldera und die Kraterseen der Sete Cidades kannst du auf dieser portugiesischen Insel bestaunen. Und kulinarisch enttäuschen die Azoren ebenfalls nicht. Käse, Ananas, Vulkan-Eintopf und viel fangfrischer Fisch verwöhnen hier deinen Gaumen.

Fünf Tage habe ich auf São Miguel verbracht und dir die schönsten Sehenswürdigkeiten, herrlichsten Aussichtspunkte, coole Aktivitäten und leckere Restaurants mitgebracht. Viel Spaß beim Lesen und Wegträumen!

Anreise und unterwegs auf São Miguel

Das Azoren-Archipel liegt westlich von Portugal im Atlantischen Ozean. Von hier, dem westlichsten Punkt Europas, sind es sogar nur vier Stunden nach Boston. Neun Inseln gibt es zu entdecken, die alle ihren eigenen Charme und ihre Besonderheiten besitzen. São Miguel ist die größte Insel der Azoren und wird auch grüne Insel genannt, da saftige Wiesen und immergrüne Wälder große Teile der Insel bedecken. Auf die Azoren beziehungsweise nach São Miguel gelangst du bequem von vielen deutschen Städten mit der portugiesischen Airline TAP. Nach drei Stunden Flug erreichst du Lissabon, von wo es weiter nach Ponta Delgada geht, der Hauptstadt von São Miguel. Nach nur zwei Stunden betrittst du bereits azoreanischen Boden.

Der Flughafen ist sehr überschaubar und die Abwicklung der Einreise völlig stressfrei. Die Schalter der Mietwagenfirmen befinden sich links unmittelbar nach der Zollkontrolle. Um die Insel flexibel erkunden zu können, benötigst du auf jeden Fall einen Mietwagen. Wir hatten unseren bei Autatlantis gebucht und waren mit dem Service und dem Auto sehr zufrieden, weshalb ich dir diesen Anbieter auf jeden Fall empfehlen kann. Er ist auch auf anderen Inseln wie zum Beispiel auf Pico vertreten, sodass du hier gleich die für deine jeweiligen Inselbesuche notwendigen Wägen buchen kannst und im System gespeichert bist.

DAS Motiv der Azoren: Sete Cidades auf São Miguel

Mein Wunsch, die Azoren mit eigenen Augen zu sehen, entstand aufgrund eines Bildes von den Sete Cidades. Dahinter verbirgt sich eine Caldera (Kessel) vulkanischen Ursprungs, aber auch ein See im Westen der Insel, den eine Brücke in die Lagoa Azul (Blauer See) und die Lagoa Verde (Grüner See) teilt. Während die Lagoa Azul durch die Reflexion des Himmels in einem kräftigen Blau erstrahlt, glitzert die Lagoa Verde durch den umliegenden Bewuchs leuchtend grün. Die Legende besagt, dass die Tränen einer verbotenen Liebe für die Farbunterschiede verantwortlich seien. Die Liebe zwischen einer Prinzessin und einem einfachen Hirten wurde wegen der vereinbarten Hochzeit mit einem Mann aus reicher Familie beendet. Die Liebenden trafen sich ein letztes Mal auf der Brücke und ihre Tränen ergossen sich in die beiden Seen. Der blaue See entstand der Legende nach durch die Tränen der Prinzessin, der grüne durch die des Hirten.

Mit dem E-Bike zu den schönsten Aussichtspunkten rund um die Sete Cidades

Wir waren zweimal in den Sete Cidades, die berühmteste Kraterlandschaft der Azoren und eines der sieben Naturwunder Portugals, da uns beim ersten Versuch eine Schlechtwetterfront mit Nebel und Regen einen Strich durch die Rechnung machte. Eine geniale Webseite mit Webcams an verschiedenen Orten der Insel (und auch anderer Inseln) ist spotazores. Mit ihrer Hilfe richteten wir unsere Ziele einfach danach, wo gerade schönes Wetter war. Eine 100-prozentige Garantie ist sie jedoch nicht, da sich das Wetter auf den Azoren innerhalb weniger Minuten ändern kann.

Bei unserem zweiten Anlauf, den wir mit unserem unglaublich netten Guide Paulo von Fun Activities unternahmen, hatten wir dann tatsächlich Glück mit dem Wetter. Unser erster Stopp war der Aussichtspunkt Miradouro da Boca do Inferno. Von einem Parkplatz an der Straße führt der Weg zunächst durch ein Tor und in circa 20 Minuten zum Aussichtspunkt, der ein spektakuläres Panorama auf die verschiedenen Seen, Krater und den Ort Sete Cidades bietet. Diese Landschaft ist wirklich einzigartig und wird sicher auch dir den Atem rauben!

Über Stock und Stein vom See auf den Berg

Im Anschluss starteten wir mit Paulo zu einer begeisternden E-Bike-Tour mit brandneuen Rädern rund um die Sete Cidades. Auch der Regen konnte unsere Motivation und Freude nicht bremsen, denn die überwältigende Landschaft entschädigte für alle Unannehmlichkeiten. Nach einer gemütlichen Runde um den See ging es nun bergauf – mit Turbo Modus jedoch ganz entspannt. Mit jedem Meter wurde die Aussicht faszinierender. Erster Halt war der Miradouro da Lagoa do Canário. Am Vista Do Rei Aussichtspunkt angekommen, wurden wir sogar mit ein bisschen Sonnenschein belohnt. Etwas unterhalb dieses Viewpoints zeigte uns Paulo noch einen geheimen Spot für die absolut schönsten Fotos. Es lohnt sich wirklich, einen so erfahrenen, sympathischen Guide an der Seite zu haben! Weiter führte die Strecke dann auf dem Kraterrand und schließlich zurück zum Seeufer. Eine wirklich berauschende Tour, die mit einem gemeinsamen Lunch endete.

Kajaken auf der Lagoa Azul und der Lagoa Verde

Für einen spannenden Perspektivwechsel empfehle ich dir, ein Kajak bei Cresaçor zu mieten. Am Ufer der Lagoa Azul, unweit des Green Love Restaurants, siehst du schon den Wagen mit einem Anhänger voller Kayaks. Je nach Zeit und Lust kannst du für nur eine Stunde oder auch länger eines ausleihen und damit die beiden malerischen Seen vom Wasser aus erkunden. Behalte dabei jedoch immer das Wetter im Auge. Wir gerieten in einen heftigen Sturm mit Regen und mussten mit all unserer Kraft gegen den extrem starken Wind ankämpfen. Doch schon ein paar Minuten später konnten wir unsere triefnasse Kleidung bei strahlend blauem Himmel in der Sonne trocknen. Das Wetter auf den Azoren spielt wahrlich oft verrückt. Vier Jahreszeiten an einem Tag sind definitiv keine Seltenheit!

Tipp: Auf dem Weg zur Sete Cidades lohnt sich ein kleiner Abstecher zum Miradouro da Ponta do Escalvado. Der Blick über die Steilküste links auf das Fischerdorf Mosteiros, rechts auf die Stadt Ferraria, ist wirklich beeindruckend. Hier lockt auch ein beliebter natürlicher Pool mit heißen Quellen, die Termas da Ferraria, zu Entspannung in wohlig warmem Wasser.

Wasserfälle, Aussichtspunkte und üppige Natur im ruhigen Nordosten

Eigentlich stand der Nordosten von São Miguel gar nicht auf unserem Plan, doch da wegen unruhiger See unser Bootstrip um die Insel Vila Franca do Campo gecancelt wurde, folgten wir spontan dem schönen Wetter und landeten auf diese Weise an der zauberhaften Nordküste von São Miguel. Ein außergewöhnlich schöner Aussichtspunkt auf den tiefblauen Atlantik und die eindrucksvolle Steilküste ist hier der Miradouro do Salto da Farinha. Geh unbedingt hinunter zur zweiten Plattform, die dir ein noch traumhafteres Panorama eröffnet.

Ein verstecktes Schmuckstück inmitten üppiger, tropischer Natur ist der Parque Natural da Ribeira dos Caldeirões. An rauschenden Wasserfällen, malerischen Windmühlen, meterhohen Farnen und blauen Hortensienbüschen kannst du hier entlang spazieren und mutigen Teilnehmern einer Canyoning Tour bei ihren meterhohen Sprüngen ins kalte Nass bewundernd zusehen. Wenn dir anschließend nach einem guten Kaffee und einem Gebäck wie ein feines Pastel de nata (Sahnepudding-Törtchen) ist, kann ich dir das Norcoffee in Nordeste ans Herz legen. Von dort ist es auch nicht weit zum Miradouro da Ponta do Sossego, einem Aussichtspunkt und wunderschön angelegten Garten, in dem sich einheimische Familien gern zum gemeinsamen Picknick treffen.

Der mystische Kratersee Lagoa do Fogo

Der Feuersee Lagoa do Fogo zählt zu den schönsten Seen auf den Azoren. Wo jetzt in einem Vulkankessel ein malerischer Kratersee liegt, erhob sich früher der Vulkan Pico do Fogo, der 1563 entdeckt wurde und seitdem 30 Mal ausbrach. Die letzte Eruption fand 2014 statt. Mit 30 Metern Tiefe ist der Lagoa do Fogo der zweittiefste See auf São Miguel. Ähnlich wie bei der Sete Cidades brauchst du auch hier viel Glück, um einen Blick auf ihn zu erhaschen, denn er liegt auf fast 575 Metern und ist oft mit Wolken verhangen. Als wir am Aussichtspunkt Miradouro da Barrosa ankamen, reichte es grade noch für ein Bild, bevor der Kratersee komplett in Nebel gehüllt war. Dieser Dunstschleier macht den Ort jedoch besonders mystisch und reizvoll. Rechts und links das Meer, dazwischen der See und ursprüngliche Landschaft, kein einziges Haus, einfach wow!

Ein weiterer Aussichtspunkt ist der Pico do Barrosa, oberhalb des Miradouro da Barrosa, der einen ähnlichen Ausblick bietet. Wenn du von hier Richtung Ribeira Grade fährst, kommst du erneut an einem Aussichtspunkt vorbei, von dem es nur ein kurzer Spaziergang zum Seeufer ist. Auch vom Pico da Barrosa führt ein schmaler Weg zum See, der jedoch bei vorherigem Regen rutschig sein kann.

Falls du nun in einer der vielen heißen Quellen ein Bad nehmen möchtest, die Caldeira Velha befindet sich nicht weit von hier. Früher ein kostenloses Naturschwimmbecken mitten im Dschungel, ist diese Oase heute ein beliebter Touristenspot. Am Wochenende und in der Hochsaison ist der Parkplatz voll besetzt und ohne vorher gebuchtes Online-Ticket erhält man keinen Einlass.

Die letzten Teeplantagen Europas im Norden von São Miguel

Ich habe schon in Malaysia und Sri Lanka Teeplantagen gesehen, aber sie begeistern mich jedes Mal aufs Neue. Dieses satte, leuchtende Grün und die akkuraten geraden oder auch wellenförmigen Muster, die sich durch die Teesträucher ziehen, sind wirklich einzigartig. Dass auch auf den wechselhaften, verhältnismäßig kühlen Azoren Tee gedeiht, hätte ich nicht erwartet. Zwei Teemanufakturen haben sich an der Nordküste von São Miguel angesiedelt, Porto Famoso und Chá Gorreana. Da Porto Famoso am Sonntag leider geschlossen hat, konnten wir nur Chá Gorreana besichtigen. Dort erzählt ein Museum die Geschichte des Tees auf den Azoren und dieser Plantage. Danach hast du natürlich auch die Möglichkeit, den Tee zu probieren.

Chá Gorreana ist die älteste Teeplantage des Archipels und ganz Europas, auf der Tee nach traditioneller Art verarbeitet wird. In den 1920er Jahren existierten auf São Miguel noch 62 Teeplantagen und zehn Teefabriken, vor allem die asiatische Konkurrenz wurde jedoch irgendwann zu groß. Heute wird auf diesen beiden noch bestehenden Plantagen sowohl schwarzer als auch grüner Tee mehrmals im Jahr geerntet, wobei die erste Ernte traditionell per Hand in klassischer Tracht der Insel stattfindet. Auf beiden Plantagen kannst du einen Spaziergang durch die grün bewachsenen Hügel unternehmen und von dort die herrliche Aussicht aufs Meer genießen.

Berauschende Steilküsten und köstliche Muscheln

Wenn du an der Küste weiter Richtung Westen fährst, erreichst du den Viewpoint of Ponta do Cintrao, der ein märchenhaftes Panorama über die schwindelerregend steil abfallende Küste bietet. Falls sich inzwischen bei dir etwas Hunger eingestellt hat, kann ich dir das Botequim Açoreano Restaurant wärmstens empfehlen, wo wir die besten Lapas (Muscheln aus dem Ofen mit Butter, Knoblauch und Zitrone) auf dieser Reise schlemmten. Nicht weit entfernt liegt Ribeira Grande, die größte Stadt an der Nordküste. Bei einem Bummel im Zentrum rund um einen kleinen Park und eine imposante Kirche triffst du auf Cafés und Restaurants, in denen sich Einheimische für einen Plausch treffen, aber auch der schwarze Strand eignet sich wunderbar für einen Spaziergang, hier im angenehm warmen Sand.

Tipp: Etwas außerhalb von Ponta Delgada wird noch etwas gezüchtet, das mich sehr überrascht hat: Ananas. Die Plantacao de Ananás dos Acores besuchten wir mit unserem netten und lustigen Guide von Big Blue Adventures, bei denen du verschiedene Aktivitäten auf São Miguel buchen kannst. Nachdem die Orangenplantagen durch einen Befall vernichtet wurden, entschieden sich die hiesigen Bauern Ananas anzubauen. Sie gedeiht hier in Gewächshäusern, von denen die meisten bereits 1864 errichtet wurden, und ist deshalb von besonders hoher Qualität. Es bedarf jedoch viel Geduld, denn erst nach 24-27 Monaten sind die Ananas erntereif. Für drei Euro pro Stück werden sie verkauft und ich sage dir, es war wirklich die beste Ananas, die ich je gegessen habe! Die optimale Zeit für eine Kostprobe sind die Monate ohne R und ein idealer Ort dafür ist das Café der Plantage, wo verschiedenste Produkte aus Ananas angeboten werden.

Eintopf aus dem Vulkan & Europas größte Gin Bar auf São Miguel

Auf ihrem 150 Jahre alten Anwesen Solar Branco haben Ali und Caroline, die ursprünglich aus UK stammen, eine Oase der Ruhe, Nachhaltigkeit und des Wohlfühlens geschaffen. Man fühlt sich sofort wie zuhause, wenn man von den beiden, Hund Una und den Katzen Miguel und Nuno warmherzig empfangen wird. Viele kommen aber vor allem wegen einer Attraktion hierher: Europas größter Gin Bar. Mit 450 Flaschen aus vielen Teilen der Welt ist die Gin Library eine beeindruckende Schatzkammer, die nicht nur Gin-Fans in ihren Bann zieht.

Ali ist mit unglaublich viel Leidenschaft und Herzblut dabei, das spürt man sofort. Er hat sogar seinen eigenen azoreanischen Gin kreiert, mit der geheimen Zutat Seegras. Bei der ersten Destillation werden jeweils zur Hälfte Wacholder und Seegras verwendet was dem Balea Gin im Abgang einen leicht salzigen Geschmack verleiht. Nachhaltigkeit spielt für Ali und Caroline eine wichtige Rolle. Das Design des Gins stammt von einem lokalen Künstler und ein Teil des Erlöses geht an die Ocean Azores Foundation, die von Ali ins Leben gerufen wurde. Wir dürfen bei unserem Besuch mehrere Gins verkosten, aber ich muss sagen, der Balea Gin ist wirklich mit Abstand der beste, den ich je getrunken habe, sehr weich und mild im Geschmack. Übrigens, wenn du Ali eine besondere Flasche Gin mitbringst, erhältst du im Gegenzug eine Gin Masterclass (Tasting).

Cozido aus der dampfenden Schwefel-Erde

Eine Spezialität auf den Azoren ist Cozido. Das berühmte deftige Gericht wird traditionell mit Fleisch und Gemüse zubereitet und zwar unter der Erde. Dafür wird ein Kochtopf in ein Tuch gewickelt und mit einem Seil in ein Erdloch hinabgelassen. Aufgrund der vulkanischen Wärme wird das Gericht circa 12 bis 13 Stunden sanft gekocht, wobei die Zutaten je nach Gargrad geschichtet werden. Auf São Miguel gibt es zwei Orte, an denen man solche heißen Löcher nutzen kann, in Furnas gegen Gebühr und beim Miradouro Caldeiras de Ribeira Grande kostenfrei.

Zusammen mit Caroline holten wir unser Cozido bei letzterem aus dem dampfenden, heißen Loch. Bereits bei der Anfahrt ließ der Geruch nach Schwefel und Rauch, der aus dem Boden stieg, vermuten, dass wir auf dem richtigen Weg waren. Caroline hat ihr eigenes, modernes Cozido Rezept entwickelt, das frische, lokale und saisonale Zutaten beinhaltet. Ihre Version ist vegan und schmeckt aufgrund einer Mischung aus speziellen Gewürzen wirklich köstlich. Begleitet von selbstgemachtem Sauerteigbrot und einem erneuten Gin-Getränk ließen wir uns diese azoreanische Spezialität in der gemütlichen Gin Library genussvoll schmecken.

Das Gin Tasting kostet 40 Euro pro Person, das vegane Cozido 65 Euro. Beides würde ich dir unbedingt empfehlen, wenn du auf São Miguel bist. Ein ganz besonderes Erlebnis an einem ganz besonderen Ort mit ganz besonders reizenden Menschen.

Heiße Quellen und tropische Vegetation in Furnas

Einer meiner absoluten Lieblingsorte auf São Miguel ist die Region rund um Furnas, geprägt von heißen Quellen, Schwefelduft und dschungelartiger Vegetation. Auf dem Weg nach Furnas passierst du automatisch die idyllischen, naturbelassenen Lagoa das Furnas, den zweitgrößten See der Azoreninsel. Falls du Lust auf einen Spaziergang hast, seine Umrundung ist circa sieben Kilometer lang. Auf der Nordost-Seite stehen kostenpflichtige Parkplätze zur Verfügung. Bereits beim Öffnen der Wagentür bemerkst du den leichten Schwefelduft, graue Dampfschwaden sind schon von Weitem erkennbar. Unmittelbar neben dem Parkplatz führt ein Holzsteg über ein Areal aus brodelnden, dampfenden Schlammlöchern, an dessen Ende du die Erdlöcher erreichst, die von Restaurants für Cozido genutzt werden.

Ein paar Meter davon entfernt geht es rechts hinauf zum Eingang des Grená Parks. Hier erwarten dich unberührte Wälder, beeindruckende Wasserfälle und Aussichtspunkte sowie herrliche Ruhe. Der perfekte Ort, um bei einer Wanderung zu entspannen und die Batterien aufzuladen. Gemütlich geht es zwar auf diesem Weg nicht immer zu, aber trotz unendlich vieler Stufen ist der Aufstieg zum Wasserfall jede Schweißperle wert. Der Eintritt kostet sieben Euro und beinhaltet sogar die Möglichkeit, für eine Stunde Fahrräder auszuleihen und damit um den See zu fahren (je nach Verfügbarkeit).

Palmen, Blumen und Planschen im Thermalbecken

Vom Grena Park erreichst du nach einer kurzen Fahrt die Stadt Furnas, die in einem imposanten Krater-Tal liegt. Der Ort ist überschaubar, beherbergt jedoch einen traumhaft schönen Park, den Parque Terra Nostra. Seine Entstehungsgeschichte reicht bis ins Jahr 1775 zurück. Blumen, Bäume und Palmen aus vielen Teilen der Welt erwecken den Eindruck, mitten in einem magischen Dschungel gelandet zu sein. Allein über 800 verschiedene Arten von Kamelien gibt es hier zu bestaunen. Für viele Einheimische, aber auch Besucher ist jedoch der Badesee mit seinem rostbraunen Wasser die größte Attraktion. In diesem Thermalbecken kannst du in circa 38 Grad warmem Wasser entspannen und die heilende Wirkung des Vulkanwassers erleben. Der Eintritt beträgt acht Euro.

Schöne Unterkünfte auf São Miguel (in der Stadt & am Meer)

Auf São Miguel verbrachten wir die Nächte in zwei sehr unterschiedlichen Unterkünften. Das moderne Azor Hotel sticht bereits beim Landeanflug auf Ponta Delgada mit seiner Glasfassade ins Auge und ist ein idealer Ausgangspunkt für die Erkundung der Insel. Nur wenige Minuten vom Stadtzentrum entfernt, bieten die stylisch eingerichteten Zimmer einen wundervollen Blick aufs Meer, ebenso wie der beheizte Außenpool im obersten Stock. Das urbane Azor Hotel ist eines der wenigen 5 Sterne Hotels auf der Insel, was sich auch bei der Frühstücksauswahl bemerkbar macht. So eine unglaublich leckere, vielfältige Auswahl, der garantiert auch du nicht widerstehen kannst! Wenn du abends außerhalb des Hotels essen möchtest, kann ich dir das Alcides im Zentrum empfehlen. Das Restaurant ist bekannt für sein ausgezeichnetes Steak, aber auch der fangfrische Fisch ist eine sehr gute Wahl.

Falls du lieber in der Natur, nur wenige Meter vom Meer entfernt, deine Basis haben möchtest, ist das Caloura Hotel Resort der perfekte Ort. Unmittelbar an der zerklüfteten Vulkanküste Água de Pau im Süden der Insel gelegen, sorgt der Ausblick aus dem Zimmer des 4 Sterne Hotels immer wieder aufs Neue für Begeisterung. Hier fällt Entspannen leicht. Egal ob auf dem eigenen Balkon, der behaglichen Sitzecke im Garten, dem einladenden Pool oder in der nahegelegenen, idyllischen Bucht, das Meeresrauschen wird zum beruhigenden Begleiter. Nicht weit vom Hotel entfernt genießt du in einem der beliebtesten Fischrestaurants der Insel, der Bar Caloura, frischen Fisch, Meeresfrüchte und Co. – wenn du Glück mit dem Wetter hast, sogar auf der gemütlichen Holzterrasse mit Blick in die malerische Bucht.

São Miguel ist wirklich unglaublich faszinierend, wenn du gerne in der Natur bist. Wäre die Insel auch etwas für dich oder warst du schon einmal auf den Azoren? Schreib uns gerne in den Kommentaren hier auf unserem Reiseblog. Wir freuen uns sehr über dein Feedback!



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*Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Zusammenarbeit mit Visit Azores. Bei der Umsetzung des journalistischen Inhalts war ich jedoch vollkommen frei und meine Meinung ist wie immer meine eigene. Im Beitrag gibt es Werbelinks. Buchst oder kaufst du etwas über diese, bekommen wir eine anteilige Provision. Der Gesamtbetrag ändert sich dadurch für dich nicht. Danke dir!

 

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Hi, ich bin Nina. Reisen bedeutet für mich Freiheit, Glücksgefühle und unvergessliche Momente. Besonders ins Schwärmen gebracht und fasziniert haben mich bisher Island, Neuseeland, Südafrika und Bali.

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