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Sossusvlei Namibia Namib
Afrika / Namibia

Sossusvlei Namibia: die 7 schönsten Orte & Erlebnisse in den Dünen der Namib Wüste

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Einer der faszinierendsten Orte in Namibia ist für mich bis heute die in einem unglaublich intensiven Orange leuchtende Dünenlandschaft rund um das Sossusvlei in der Namib Wüste. Über unendlich scheinende 30.000 Quadratkilometer erstreckt sich das Namib-Sandmeer, das seit 2013 zum UNESCO Weltnaturerbe gehört. Besteige Big Daddy, eine der höchsten Sanddünen unseres Planeten, wandere durch den tief eingegrabenen Sesriem-Canyon, staune über die Skelette der Kameldornbäume im Deadvlei, und werde Zeuge eines wunderschönen Sonnenuntergangs von der berühmten Düne 45. Es gibt viel zu entdecken in der Namib Wüste, dir wird garantiert nicht langweilig werden.

Was genau du in den Wüstenlandschaften des Namib-Naukluft-Nationalparks alles entdecken kannst, welche Erlebnisse ich am allerschönsten fand, und wo du ganz nah am Park übernachten kannst, das verrate ich dir jetzt!

Deadvlei Kameldornbaum

Das Deadvlei, einer der unwirtlichsten Orte unserer Erde

Namib Naukluft Nationalpark Panoramastrasse

Auf der Panoramastraße in den Namib-Naukluft-Nationalpark

Sossusvlei Namibia Big Daddy Dune

Bist du erstmal auf der Düne, ist all die Anstrengung schnell vergessen

Sossusvlei Namibia Duenen

Die sagenhafte Aussicht von Big Daddy

Das Sossusvlei in der Namib Wüste

Mit ihrem beeindruckenden Alter von über 80 Millionen Jahren gilt die Namib als die älteste Wüste der Erde. Außerdem ist sie eine der seltenen Nebelwüsten, in denen sich in den frühen Morgenstunden aufgrund der Nähe zum Ozean häufig weitläufige Nebelfelder bilden. Dieses außergewöhnliche Phänomen versorgt viele der hier lebenden Tiere mit der lebensnotwendigen Feuchtigkeit. Die gesamte Namib Wüste erstreckt sich über unglaubliche 95.000 Quadratkilometer von Namibia bis nach Angola und teilt sich in vier einzelne Nationalparks. Das zu Beginn erwähnte Namib-Sandmeer ist einer davon.

Das Wort Namib bedeutet übersetzt soviel wie „weiter Platz“. Was für eine schlichte und dennoch schöne Beschreibung dieses riesigen Sandmeers!

In diesem Beitrag möchte ich mich auf das Sossusvlei, ein kleines Wüstengebiet rund um das Sesriem Camp im Namib-Skelettküste-Nationalpark (oft auch Namib-Naukluft-Nationalpark genannt), beschränken. Hier findest du genau die Wüstenlandschaft mit den in Rot und Orange leuchtenden Dünenbergen, sowie die abgestorbenen Kameldornbäume des Deadvlei, die du von unzähligen Namibia Fotos kennst.

Kurz zum Verständnis: Streng genommen bezeichnet das Wort Sossusvlei nur eine ganz bestimmte kleine Salz-Ton-Pfanne (Vlei) in der Namib Wüste, die sehr malerisch von beeindruckenden Dünen eingerahmt ist. Das Wort meint aber genauso das gesamte Gebiet rund um dieses namensgebende Tal. Wenn ich im Beitrag vom Sossusvlei spreche, dann beziehe ich mich immer auf das gesamte Gebiet. Außer ganz zum Ende des Beitrags, wenn ich die Pfanne an sich beschreibe.

Namib Wueste Oryx

Eine Oryx-Antilope etwas außerhalb der Parkgrenzen

Sossusvlei Namibia Wueste

Akazien – die einzigen Schattenspender in der Namib Wüste

Erdmaennchen

Auch die knuffigen Erdmännchen findest du hier

Namib Wueste Kameldornbaum

Ein Kameldornbaum mitten im Sandmeer der Namib

Sossusvlei Namibia Big Daddy Sandmeer

Die unendlich scheinende Weite der Sandwüste

Das Sesriem Camp als Tor zum Sossusvlei

Den einzigen Zugang zur Dünenlandschaft des Namib-Naukluft-Nationalparks bietet das Sesriem Camp. Hier befindet sich nicht nur das Tor zum Namib-Naukluft-Nationalpark, an dem du die Eintrittsgebühr für je 24 Stunden entrichten musst, sondern auch ein sehr empfehlenswerter Campingplatz, sowie ein kleiner Supermarkt. Von Windhoek aus kommend erreichst du das Sesriem Camp nach etwa 6 bis 7 Stunden über zahlreiche Schotterpisten.

Bist du mit einem Jeep inklusive Dachzelt unterwegs, kann ich dir den Campingplatz des Sesriem Camps nur wärmstens empfehlen. Dieser liegt nämlich als nahezu einzige Übernachtungsmöglichkeit innerhalb des offiziellen Parkeingangs. Damit hast du die Möglichkeit, am Morgen eine Stunde früher zu den Dünen aufzubrechen, und am Abend eine Stunde länger im Park zu bleiben.

Das ist ein ganz entscheidender Vorteil gegenüber den Touristen, die mit den Bussen der großen Veranstalter anreisen!

Jeder einzelne Stellplatz befindet sich unter einer großen, mächtigen Akazie, die dir den so dringend benötigten Schatten während der mega heißen Wüstennachmittage spendet. Bis auf 50 Grad Celsius im Schatten kann das Thermometer während des namibischen Sommers klettern. Außerdem sind Temperaturen bis zum Gefrierpunkt während der Nacht in der Namib Wüste ebenfalls keine Seltenheit. Stell dich also auf jeden Fall mental auf diese extremen Schwankungen ein. Einen ganzen Artikel zu schönen Campingplätzen an den tollsten Orten habe ich übrigens hier für dich:

Camping Namibia – die 7 schönsten Stopps & Campingplätze auf deiner Rundreise

Mein Tipp: Kannst oder möchtest du nicht auf einem Campingplatz übernachten, dann schau dir mal die tolle Sossusvlei Lodge an. Die Aussicht von den Villen im Safari-Zelt-Style ist ein echter Traum. Hier kannst du die Lodge in der Wüste zum tagesaktuellen Preis buchen.

Campingplatz Sesriem

Die schattigen Stellplätze auf der Sesriem Campsite

Sesriem Camp Spatzen

Verrückt, wie zahm die Spatzen hier auf der Campsite sind

Über die Panoramastraße zum Sossusvlei & zur Düne 45

Hast du das Eingangstor mit den Parkwächtern erfolgreich passiert, breitet sich vor dir eine wirklich wunderschöne, rund 65 Kilometer lange Panoramastraße aus. Obwohl die perfekt ausgebaute Strecke sehr dazu verleitet, möglichst schnell an ihrem Ende bei den Dünen anzukommen, solltest du trotzdem die während der Fahrt an dir vorbeiziehende Landschaft ganz aufmerksam betrachten und genießen.

Sehr faszinierend sind die zahlreichen Feenkreise, die du bei genauem Hinsehen an den Hängen auf der rechten Straßenseite erkennst!

Während sich die Elim-Düne fast direkt nach dem Parkeingang auf der rechten Seite befindet (achte auf ein kleines Schild neben der Straße), erreichst du die berühmte Düne 45 nach etwas mehr als der Hälfte der Strecke. Der Name Düne 45 bedeutet übrigens nicht, dass du diese Düne nach genau 45 Kilometern entlang der Panoramastraße findest. Die Ranger nummerierten in früheren Zeiten vielmehr alle Dünen zum besseren Überblick. Bei dieser handelt es sich schlicht und ergreifend um die 45. Düne vom Atlantik aus gesehen.

Die sternförmige Düne 45 ist vor allem zum Beobachten von Sonnenauf- und Sonnenuntergang sehr berühmt. Hast du einen der begehrten Spots auf der Sesriem Campsite ergattert, darfst du bereits eine Stunde vor Sonnenaufgang in den Park fahren. Damit hast du theoretisch genug Zeit, die Düne 45 zum Bewundern der aufgehenden Sonne zu erklimmen. Obwohl diese Düne mit ihren rund 150 Metern Höhe nur eine der kleineren im Park ist, wirst du auch hier schon merken, wie unglaublich anstrengend das Hochsteigen ist. Bis ganz nach oben wirst du bestimmt rund eine Stunde brauchen.

Sossusvlei Namibia Duene

Gegen Mittag bist du wahrscheinlich alleine an der Düne 45

Sossusvlei Namibia Duene 45

Bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang ist hier viel mehr los

Namib Naukluft Nationalpark Panoramastrasse Sossusvlei

Eine der malerischsten Straßen in ganz Namibia

Namib Naukluft Nationalpark Panoramastrasse Wueste

Genieße die Landschaft während der Fahrt

Eine Wanderung zum weltberühmten Deadvlei

Genau wie das eigentliche Sossusvlei ist auch das Deadvlei eine relativ kleine Ton-Pfanne inmitten der beeindruckenden Dünenlandschaft des Namib-Sandmeers. Nachdem die geteerte Panoramastraße nach 65 Kilometern endet, findest du dich auf einem großen Parkplatz wieder. Hast du keinen 4 x 4 Jeep, endet hier für dich erstmal die Reise, und du musst von nun ab auf einen der Transferjeeps des Nationalparks ausweichen. Bist du allerdings mit einem Allradfahrzeug gesegnet, beginnt nun der echte Spaß.

Vergiss nicht, hier auf dem Parkplatz etwas Luft aus deinen Reifen abzulassen. Die nächsten Kilometer führen nämlich durch tiefen, lockeren Sand!

Nachdem du das sandige Stück (hoffentlich ohne stecken zu bleiben) erfolgreich bewältigt hast, erkennst du auf der linken Seite einen weiteren kleinen Parkplatz mit einem Wegweiser in die Dünen: hier gehts zum Deadvlei. Stell dein Auto ab, pack genügend Wasser in deinen Rucksack, und mach dich auf zu einem der faszinierendsten Orte der Namib Wüste. Die Wanderung durch den losen Sand ist anstrengend und zieht sich wie Kaugummi. Hast du das Deadvlei aber endlich erreicht, bietet sich dir ein schier überwältigender Anblick.

Die toten, über 850 Jahre alten Kameldornbäume stehen wie warnende Skelette im ausgetrockneten, von tiefen Rissen und Furchen durchzogenen Lehmboden. Bereits vor hunderten von Jahren wurden sie durch Wanderdünen von der lebensnotwendigen Feuchtigkeit des Tsauchab Flusses abgeschnitten, und sind dadurch verendet. Durch die extreme Trockenheit im Sossusvlei wird das Verrotten des Holzes fast komplett verhindert, was für diesen außergewöhnlichen Anblick sorgt.

Namib Wueste Namibia

Ab hier beginnt das Offroad Abenteuer

Sossusvlei Namibia Deadvlei

Das Deadvlei ist ein unglaublich trockener Ort

Sossusvlei Namibia Deadvlei Kameldornbaum

Das typische Namibia Postkartenfoto

Sossusvlei Namibia Big Daddy Deadvlei

So sieht die Ton-Pfanne des Deadvlei von oben aus

Deadvlei Namibia

Wie Skelette stehen die toten Akazien im Deadvlei

Deadvlei

Ein Ort, der so lange schon auf meiner Bucketliste stand

Deadvlei Namibia Wueste

Am tiefblauen Himmel steht bereits der Mond

Namib Wueste Deadvlei

Gleich gehts hoch auf die Big Daddy Düne

Erklimme die Big Daddy Düne

Rund um das Sossusvlei liegen einige der höchsten Dünen unserer Welt. Eine davon ist Big Daddy, mit bis zu 380 Metern Höhe auch die höchste Düne des gesamten Namib-Sandmeers. Manchmal wird Big Daddy auch die Crazy Dune genannt, was ich schon nach etwa der Hälfte des Aufstieges absolut nachvollziehen kann. Trotzdem gehört dieses Erlebnis für mich zu meinen absoluten Highlights hier im Sossusvlei.

Bei jedem einzelnen Schritt nach oben hast du das nervenaufreibende Gefühl, dass du durch den losen Sand des Dünenkammes wieder zwei Schritte nach unten rutschst!

Total erledigt oben angekommen, offenbart sich dir die wahrscheinlich schönste Aussicht des gesamten Namib-Naukluft-Nationalparks: Kilometerweit kannst du deinen staunenden Blick über das in alle Himmelsrichtungen unendlich scheinende Namib-Sandmeer wandern lassen. Siehst du ganz genau hin, dann kannst du sogar die Skelette der abgestorbenen Kameldornbäume in der Ton-Pfanne des Deadvlei zu deinen Füßen erkennen.

Sossusvlei Namibia Big Daddy Namib Naukluft

Geschafft – auf der Spitze von Big Daddy!

Sossusvlei Namibia Big Daddy

Einige Momente zuvor beim schweißtreibenden Aufstieg

Sossusvlei Namibia Big Daddy Namib Sandmeer

Die Aussicht auf die verschiedenen Vleis ist fantastisch

Sossusvlei Namibia Big Daddy Duene Aussicht

Das wäre ein perfekter Hang zum Sandboarden, oder?

Sossusvlei Namibia Duene Big Daddy

Ich entscheide mich lieber für eine Pause

Sossusvlei Namibia Big Daddy Aussicht

Das ist übrigens der Spazierweg ins Deadvlei

Sossusvlei Namibia Namib

Hach, hier oben könnte ich stundenlang einfach nur sitzen und schauen

Das Sossusvlei

Das eigentliche Sossusvlei, dem die gesamte Dünenlandschaft drumherum seinen Namen zu verdanken hat, liegt nur ein paar hundert Meter weiter und markiert zugleich das Ende des Namib-Naukluft-Nationalparks. In der staubtrockenen Salz-Ton-Pfanne kannst du mit deinem Jeep eine kleine Runde drehen, dir einen der schönsten Tische für eine kurze Pause unter den schattenspendenden Akazien aussuchen, und die faszinierende Landschaft um dich herum bestaunen, bevor es auf der gleichen Strecke wieder zurück geht.

Halte die Augen nach den Eulen offen, die tagsüber in den Kameldornbäumen ihr Schläfchen halten!

Gleich neben der Sossusvlei Pfanne thront majestätisch das Gegenstück zur Big Daddy Düne, nämlich die Big Mamma Dune. Auch sie kannst du besteigen, falls du immer noch nicht genug von diesen wirklich schweißtreibenden Unterfangen hast. Big Mamma ist übrigens fast genau so hoch wie die Crazy Dune. Packe also auch hier genügend Wasser in deinen Rucksack und achte auf ausreichend Sonnenschutz.

Sossusvlei Namibia Sandmeer

Ein kleines Neben-Tal des Sossusvlei

Eule Sossusvlei

Erkennst du die kleine Eule?

Namib Sandmeer Big Daddy Duene

Auch die Big Mamma Düne kannst du besteigen

Namib Sandmeer

Sie ist fast genauso hoch wie Big Daddy

Der Sesriem-Canyon

Mit einem ebenfalls sehr beeindruckenden Alter von über fünf Millionen Jahren ist auch der Sesriem-Canyon ein Ort, den du bei deinem Besuch in der Wüste rund um das Sossusvlei nicht auslassen solltest. Er ist vielleicht nicht das absolute Highlight der Region, aber auf jeden Fall ein sehr schöner Gegensatz zu den Sanddünen, und ebenso eine besondere Landschaft, die zu diesem faszinierenden Ökosystem mit dazu gehört.

Über zwei Millionen Jahre lang hat hier der Tsauchab Fluss den bis zu 30 Meter tiefen Sesriem-Canyon in die schroffen Felsen gegraben!

Rund einen Kilometer lang ist der Sesriem-Canyon, in dessen Schatten du eine wirklich schöne Wanderung unternehmen kannst. An den schmalen Stellen misst die Schlucht gerade mal zwei Meter, was beim Spazieren zwischen den bis zu 30 Meter hohen Felswänden ein Gefühl des Kleinseins vermittelt. Auch eine Höhle und einen kleinen Galerie-Wald am Ende des ausgetrockneten Flussbettes gibt es zu entdecken.

Namib Naukluft Nationalpark Sesriem Canyon

Fast wie der Antelope Canyon in den Vereinigten Staaten

Sesriem Canyon

Nur die Farbe und die Art des Gesteins sind anders

Sossusvlei Namibia Sesriem Canyon Wueste

Von oben sieht der Sesriem Canyon total unscheinbar aus

Sossusvlei Namibia Sesriem Canyon

Du musst hinuntersteigen, um die tollen Felsformationen zu sehen

Durftest du deine Blicke auch schon mal über die unendlichen Weiten des Sossusvlei schweifen lassen und warst du auch so begeistert von der Namib Wüste wie ich? Oder stehen der Namib-Naukluft-Nationalpark, das Deadvlei und eine Besteigung der Big Daddy Düne noch auf deiner Bucketliste? Lass gerne einen Kommentar hier auf meinem Reiseblog da, ich freue mich sehr darüber!


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Sossusvlei Namibia


*Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit dem Namibia Tourism Board. Bei der Umsetzung des journalistischen Inhalts der Recherchereise war ich jedoch vollkommen frei und meine Meinung ist wie immer meine eigene. Im Beitrag gibt es Werbelinks. Buchst oder kaufst du etwas über diese, bekomme ich eine anteilige Provision. Der Gesamtbetrag ändert sich dadurch für dich nicht. Vielen Dank für deine Unterstützung!

Melanie About Author

Hey, ich bin Melanie. Ich liebe das Reisen und diese ganz besonderen Gänsehautmomente einfach über alles. Außerdem bin ich süchtig nach Vitamin-Sea, Kokosnüssen und dem Duft von frischem Sommerregen!

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