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Europa / Spanien

Katalonien Sehenswürdigkeiten: 15 besondere Highlights für Liebhaber von Architektur, Kunst & Kultur

Ein paar Jahre ist es nun schon her, seit Nina ihren Roadtrip durch Katalonien unternommen hat. Ihre Route führte sie zu einsamen Fischerorten und türkisen Buchten entlang der Costa Brava und in romantische Bergdörfer in den spanischen Pyrenäen. Nun darf endlich auch ich die vielfältigen Katalonien Sehenswürdigkeiten erkunden, wobei der Fokus meiner Reise mehr auf außergewöhnlichen Architekturhighlights, moderner Kunst und Design, sowie den kulturellen Besonderheiten der unterschiedlichen Regionen liegt. 2026 zelebriert Katalonien zudem das Gaudí-Jahr, den 100. Todestag des berühmten Architekten, sowie das Pau-Casals-Jahr. In der Weltarchitekturhauptstadt Barcelona kannst du viele der bekannten Schöpfungen von Antoni Gaudí mit eigenen Augen bewundern – im Gaudí-Jahr außerdem ergänzt durch zahlreiche interessante Sonderausstellungen und immersive Kulturerlebnisse.

Folge mir auf eine spannende Reise in den Nordosten von Spanien zu den schönsten Sehenswürdigkeiten Kataloniens. Lass uns gemeinsam das lebendige Erbe, die vielfältigen modernen Einflüsse und vor allem auch die kulinarischen Genüsse der drei Provinzen Barcelona, Tarragona und Lleida entdecken und zelebrieren!

Die Weltarchitekturhauptstadt Barcelona & ihre Provinz

Zweimal schon durfte ich durch die lebendigen Gassen dieser faszinierenden Stadt schlendern. Über die schönsten Barcelona Sehenswürdigkeiten habe ich einen ganzen Artikel geschrieben, falls du für deinen Städtetrip noch mehr Ideen brauchst. Folgende Highlights habe ich während dieser Reise besucht:


Der Palau Güell von Antoni Gaudí

Die majestätische Basilika Sagrada Família und die Casa Batlló habe ich schon bestaunt und auch die Farbenpracht der Mosaiken im Park Güell. Den Palau Güell, eine der ersten bedeutenden Kreationen von Antoni Gaudí, kannte ich bis jetzt noch nicht. Das prächtige Stadtpalais liegt im Stadtteil El Raval in der Altstadt von Barcelona und ist im modernistischen Stil gestaltet.

Genau wie bei seinen späteren Werken spielen auch hier im zwischen 1886 und 1890 erbauten Palau Güell dekorative, kreative Formgebungen eine wichtige Rolle. Besonders die hohen Decken und wuchtigen Steingewölbe beeindrucken mich sehr. An manchen Stellen fühle ich mich sogar ein wenig an die prunkvollen Stadtpaläste im italienischen Venedig erinnert.

Nicht nur das Gebäude selbst, auch die Möbel entstanden übrigens durch die Ideen Gaudís. Siehst du genau hin, entdeckst du auch hier schon einige der figurähnlichen Dekorationselemente, die der Architekt in späteren Jahren immer häufiger verwendete.

Bereits seit 1984 steht der Palau Güell auf der UNESCO-Welterbe-Liste!

Mein Tipp: Noch bis Ende Oktober dieses Jahr kannst du im Palau Güell die Sonderausstellung Gaudí: Windows on the Future besuchen. In enger Zusammenarbeit mit dem Fensterhersteller YKK AP aus Japan sind Gaudís fantasievolle Fensterformen dabei Gegenstand der Bewunderung und Objekt zum Sinnieren über ihre Bedeutung und eventuelle Zukunftsmöglichkeiten.

Der Palau de la Música Catalana

Entworfen wurde der ebenfalls zum Welterbe der UNESCO zählende Konzertsaal mit dem wohlklingenden Namen Palast der katalanischen Musik von Lluís Domènech i Montaner, einem in Spanien sehr berühmten Architekten und wichtigen Repräsentanten des Modernismus aus Katalonien.

Das prunkvolle Gebäude nahm in den Jahren von 1905 bis 1908 Form an und ist heute Schauplatz vieler weltberühmter Aufführungen der klassischen Musik. Sogar Rock- und Popkonzerte finden im Palau de la Música Catalana regelmäßig statt.

Die Architektur insgesamt, vor allem aber die großen Buntglasfenster und die wuchtige Orgel, sind absolut beeindruckend!


Mein Tipp: Vor oder nach dem Konzertbesuch, oder einfach nur mal so zwischendurch, auf jeden Fall aber inmitten schönster Jugendstil-Architektur, schlemmst du sehr lecker im Café Palau im prachtvollen Foyer des Konzerthauses. Sämtliche Gerichte werden aus hochwertigen regionalen Zutaten nach Rezepten der traditionellen Küche Spaniens zubereitet und mit einem modernen Twist verfeinert.

Das Grec-Festival im Open-Air-Amphitheater Teatre Grec

Du liebst Musik, Tanz und Theateraufführungen, die beides harmonisch und manchmal sogar modern interpretiert vereinen? Dann ist das internationale Grec-Festival, das jedes Jahr in den Sommermonaten in Barcelona stattfindet, wie gemacht für dich!

Der Ort, an dem die meisten Darstellungen des Grec-Festivals stattfinden, ist das pittoreske Teatre Grec auf Barcelonas Hausberg Montjuïc. Rund 1.900 Kulturbegeisterte finden auf den ehemals steinernen Stufen Platz, umrahmt von den mondänen Jardins del Teatre Grec – herrlich grünen Gärten, gestaltet im mediterranen Stil.

Dieses Jahr feiert das Grec-Festival übrigens seinen 50. Geburtstag!

Gestaltet wurde das historische Freilufttheater im Jahr 1929 vom katalanischen Architekten Ramon Reventós, der ihm den Stil und das Aussehen eines antiken griechischen Theaters verlieh. Ich habe mir das Stück Inventions aus Mal Pelos Bach Project angesehen und war vor allem von der Akustik sehr angetan – natürlich neben der beeindruckenden Architektur des Theaters.

Mein Tipp: Begleitend zum Grec-Festival öffnet Ende Juni in den zauberhaften griechischen Gärten rund um das Amphitheater ein ganz besonderes Pop-up-Restaurant: das La Greca. Bei traumhaftem Blick über Barcelona schlemmst du leckere „Farm to Table“ Gerichte aus exquisiten Produkten der Region auf den sommerlichen Terrassen unter freiem Himmel.

Dinner with Stars im Fabra-Observatorium

Das Dinner with Stars auf der wunderschönen Terrasse der Sternwarte von Barcelona war für mich persönlich eines der Highlights meiner Katalonien Reise – alleine schon wegen der besonderen Location. Wahnsinn, wie sich die riesige Stadt zu Füßen des Tibidabo Bergs ausbreitet, ein bisschen ähnlich wie vor dem Griffith-Observatorium in Los Angeles.

Das Fabra-Observatorium widmet sich ganz allgemein den astronomischen, seismologischen und meteorologischen Studien des Weltalls und speziell der Beobachtung von Asteroiden und Kometen. Das von Architekt Josep Domènech i Estapà entworfene Gebäude liegt auf einer Höhe von 415 Metern über dem Meeresspiegel.

In den wärmeren Monaten des Jahres, von Ende Mai bis Anfang Oktober, kannst du hier das außergewöhnliche Dinner with Stars erleben!

Neben mehreren exquisiten Gängen aus astronomisch inspirierten Köstlichkeiten beinhaltet das kulinarische Erlebnis auch einen Besuch in der Sternwarte, der großen Kuppel und einen Blick durch das aus dem Jahr 1904 stammende Meridian-Teleskop in den katalanischen Nachthimmel.

Katalonien Sehenswürdigkeiten: die Sagrada Família

Kein Städtetrip nach Barcelona ist wirklich komplett ohne einen Besuch der zutiefst beeindruckenden römisch-katholischen Basilika Sagrada Família, die sogar die meistbesuchte Sehenswürdigkeit von ganz Spanien darstellt und selbstverständlich zum Welterbe der UNESCO zählt.

Die majestätische Kathedrale ist eines von Antoni Gaudís größten Meisterwerken – und tatsächlich noch immer unvollendet. Das wohl berühmteste Wahrzeichen Barcelonas bezaubert mit seinen organischen, von der Natur inspirierten Formen und seiner schieren Größe. Der Baubeginn war bereits im Jahr 1882. Gaudí selbst ruht seit seinem tödlichen Unfall in seinem Lebenswerk in der Krypta.

Jedes Mal, wenn ich mit vor Staunen offenem Mund vor dem riesigen Bauwerk stehe, entdecke ich wieder eine neue Ecke, die mittlerweile vollendet wurde!

Seit über 144 Jahren wird kontinuierlich an der Sagrada Família gebaut. In diesem Jahr, passend zum einhundertsten Todestag Gaudís, wurde der zentrale Hauptturm, der 172,5 Meter hohe Jesus-Christus-Turm, fertiggestellt. Damit ist nun nicht mehr das Ulmer Münster die höchste Kirche der Welt, sondern die Sagrada Família in Barcelona.

Die Castellers de Vilafranca in der Provinz Barcelona

In Vilafranca del Penedès an der Costa de Barcelona wirst du Zeuge einer ganz außergewöhnlichen Tradition, nämlich dem Bau von beeindruckend hohen Menschentürmen. Total spannend: Auch überraschend viele Senioren und sogar Kinder sind Teil dieser kulturellen Besonderheit.

In Cal Figarot, der sogenannten Castellers-Werkstatt, einem quirligen und bunten Kulturzentrum, trainieren die über 400 aktiven Mitglieder der Castellers de Vilafranca fast täglich. Für den Bau der bis zu 15 Meter hohen Castells aus bis zu 10 Etagen Mensch braucht es nämlich nicht nur Kraft, Geschicklichkeit und Ausdauer, sondern auch Teamgeist, Koordination und vor allem Vertrauen.

Sogar die UNESCO hat mittlerweile die Jahrzehnte alte Castell-Tradition, also den Bau der Menschentürme, als immaterielles Kulturerbe offiziell anerkannt!

Sterneküche im Restaurant Somiatruites in Igualada

Die Stadt Igualada ist vor allem als wichtiges Zentrum der Leder- und Textilindustrie in Europa bekannt. Interessiert dich das Thema, dann könntest du auch dem Ledermuseum (Museu de la Pell) einen Besuch abstatten. Ich bin aber vor allem wegen der Kulinarik nach Igualada gekommen, denn hier verwöhnt das Restaurant Somiatruites die Gaumen seiner Gäste auf höchstem Niveau.

Somiatruites ist eigentlich ein edles kleines Boutique-Hotel mit großem Fokus auf Nachhaltigkeit, wenigen exklusiven Zimmern und einer sehr außergewöhnlichen Architektur. Die Einrichtung ist im angesagten Industrial-Style designt. Das Refugium liegt im früheren Gerberviertel der Stadt und greift durch das verwendete Leder und Holz in der Einrichtung das traditionelle Erbe Igualadas wunderbar auf.

Das Restaurant Somiatruites wurde vom Guide Michelin ausgezeichnet!

Die Gerichte aus der katalanischen und internationalen Küche werden vom Küchenteam auf fantasievolle Weise modern interpretiert. Die Kreationen verwöhnen die Geschmacksknospen und sind auch für die Augen kleine Kunstwerke – und das alles bei wirklich angemessenen Preisen, was heute ja wirklich keine Selbstverständlichkeit mehr ist.

Meine Hoteltipps für Barcelona

Im Zentrum von Barcelona kann ich dir gleich zwei Hotels empfehlen:

Im Vier-Sterne-Hotel H10 Marina Barcelona hatte ich leider nicht so viel Zeit zum Erleben aller Annehmlichkeiten, war aber sehr begeistert vom außergewöhnlichen farbenfrohen Design mit vielen grünen Pflanzen, der traumhaften Dachterrasse mit Panoramablick bis zum Meer und dem leckeren Frühstück. Das Hotel ist außerdem sehr bekannt für sein Despacio Spa Centre, das ich aber leider aus Zeitmangel nicht besuchen konnte.

Nur einen Katzensprung vom Passeig de Gràcia und von zwei der wichtigsten Werke Antoni Gaudís entfernt, der Casa Batlló und der Casa Milà, liegt das Alexandra Barcelona Hotel. Der Stil entführt dich ins 19. Jahrhundert mit wunderschönen Mosaikböden, Stuckornamenten an den hohen Decken, sowie edlen Stoffen und Farben.

Der Innenhof ist herrlich grün gestaltet und lädt mit seinem hübschen Pool zum Entspannen ein. Die Zimmer verwöhnen mit einer modern-gemütlichen Einrichtung und lassen keinerlei Wünsche offen – genau wie das bunte und abwechslungsreiche Frühstücksbüfett mit seinen frischen und hochwertigen Produkten.

Entdecke die Provinz Tarragona

Tarragona liegt im Süden Kataloniens und bezaubert Urlauber mit seiner spannenden Geschichte, mit den feinsandigen Stränden der malerischen Küstenlinie der Costa Daurada, mit weltberühmten Weinanbaugebieten und exquisiten Genussorten:

Reus: die Wermut-Hauptstadt von Spanien

Wusstest du eigentlich, dass unser Meisterarchitekt Antoni Gaudí hier in Reus geboren wurde? Ich dachte, ich erwähne das einfach mal so nebenbei, weil dieser Artikel ja so viele Werke von ihm behandelt. Aber Reus ist auch noch für etwas anderes bekannt, nämlich für die Herstellung von Wermut. Acht verschiedene Produzenten erzeugen täglich den berühmten Vermut de Reus.

Geschmacklich erinnert der „Vermut de Reus“ an mediterrane Kräuter, an Orangen und Thymian mit bitteren und gleichzeitig süßen Nuancen!

Serviert wird der in Katalonien so beliebte Vermut Rojo auf Eis. Eine Olive und eine Orangenscheibe verwandeln ihn in einen schicken Aperitif vor dem Mittagessen. Im einzigen, und noch dazu preisgekrönten Wermut-Museum der Welt kannst du anhand von über 6.000 Ausstellungsstücken alles über das Getränk erfahren – vom Anbau über die Ernte bis hin zur Herstellung.

Authentischer als in der ehemaligen Wermutfabrik der Marke Rofes kannst du in Reus definitiv nicht schlemmen. Das historische Gebäude aus dem Jahr 1890 verströmt noch immer einen wunderbar nostalgischen, aber dennoch sehr gemütlichen Industriecharme.

Die Atmosphäre zwischen alten Fässern und Flaschen und im schönen Innenhof ist eine ganz besondere. Die Gerichte der gehobenen katalanischen Küche verwöhnen den Gaumen auf ganzer Linie.

Die Ruta del Modernisme de Reus

Allen Architekturliebhabern möchte ich die Ruta del Modernisme de Reus als kleinen Verdauungsspaziergang ans Herz legen. Dabei schlenderst du anhand einer speziell ausgeschilderten Route durch das historische Zentrum des Städtchens, vorbei an über 80 Gebäuden mit teils richtig spektakulären Fassaden.

Reus gilt nämlich – gleich nach Barcelona – als wichtigste Stadt des katalanischen Jugendstils und Modernismus!

Ein echtes Highlight des Spaziergangs ist die Casa Navàs aus den Händen des aus Barcelona stammenden Architekten Lluís Domènech i Montaner. Das beeindruckende Gebäude zählt zu den wichtigsten Bauwerken des Modernismus und verfügt als einziges Jugendstilgebäude von ganz Europa über seine originale Innenausstattung.

Das Priorat: Weinanbaugebiete von Weltruhm

Die Herzen aller Weinliebhaber schlagen hier im Priorat garantiert einen Takt schneller, denn es ist die einzige Region in ganz Katalonien, die den höchsten Qualitätsstatus (D.O.Q.) für ihre Weine besitzt. Die kargen Schiefer- und Quarzböden bringen besonders charakteristische, dunkle und mineralische Rotweine hervor.

Besuche mindestens eines der berühmten und oft herrlich malerisch gelegenen Weingüter, wenn du in Katalonien Urlaub machst!

Ich habe mich für das wunderschöne Weingut Perinet entschieden, das – nicht nur von Kennern – bis weit über die Landesgrenzen hinaus für seine erlesenen Tropfen bekannt und geschätzt ist. Das Anwesen liegt pittoresk eingebettet in die schroffen Kalksteinmassive des Montsant-Gebirges. Besonders von der großen Weinterrasse aus kannst du bei einem Tasting das atemberaubend schöne Bergpanorama gebührend genießen.

Das Besondere am Weingut Perinet sind die drei komplett unterschiedlichen Weinlagen mit verschiedenen Mikroklimata. Die Lage Mas Vell bringt fruchtige Weine mit viel Wärme hervor. Einen Tick frischer und lebendiger schmecken die Tropfen der Lage Mas del Xes. Die kühle Luft des Mittelmeers dagegen sorgt für eine Prise extra Würzigkeit in der Lage Pendents.

Stilvoll & edel übernachten im Priorat

Eines der besten Boutique-Hotels der gesamten Provinz Tarragona ist das luxuriöse Gran Hotel Mas d’en Bruno im Herzen des Priorat. Insgesamt nur 24 edel designte und exklusive Suiten beherbergen die historischen Mauern, die den Gästen inmitten einer atemberaubend schönen Landschaft aus Bergen und Weinhängen unvergessliche Momente versprechen.

Egal ob zur Entspannung nach der anstrengenden Anreise oder einfach so als wertvolle Me-Time, im Spa des Gran Hotels erlebst du Verwöhnmomente par excellence. Der beheizte Pool, das Jacuzzi, die Sauna und der Hammam – alles wurde in Perfektion in die historischen Räume einer früheren Mühle eingepasst. Einst presste man hier Oliven zu Öl und produzierte Wein.

Das Wohlfühlensemble wird komplettiert vom Gourmet-Restaurant Vinum. In den warmen Sommermonaten sitzt du hier malerisch draußen auf der Terrasse und schlemmst dein exquisites Gänge-Menü mit traumhaftem Blick auf die umliegenden Berge und Weinhügel.

Jedes Gericht wird selbstverständlich vom passenden Wein begleitet, schließlich liegt das Mas d’en Bruno in einem der berühmtesten Weinanbaugebiete von ganz Spanien!

Katalonien Sehenswürdigkeiten: die Provinz Lleida

Lleida liegt im Westen von Katalonien und bezaubert Reisende mit vielen unterschiedlichen Landschaftsbildern. Auf der einen Seite ragen die mächtigen, manchmal sogar schneebedeckten Gipfel der Pyrenäen in den blauen Himmel.

Zur anderen Seite hin öffnen sich weite Ebenen, auf denen Wein, Oliven & Co. angebaut werden. Kleine Dörfchen und trutzige Burgen auf sanften Hügeln verleihen der friedlichen Idylle bunte Farbtupfer.

Das Cuadrat Valley

Geht es dir wie mir und du weißt ein hochwertiges, von Hand gepresstes Olivenöl sehr zu schätzen? Dann wirst du den Besuch im Cuadrat Valley, einem der besten Olivenanwesen der gesamten Region, total lieben. Die gepflegten Bäume wachsen auf Terrassen aus Trockenmauern, die Oliven werden in Handarbeit geerntet und in der eigenen Mühle schonend gepresst.

Das native Olivenöl des Cuadrat Valley wurde bereits mehrfach als das weltweit beste Arbequina-Olivenöl ausgezeichnet!

Das Mühlengebäude ist ein echtes architektonisches Highlight, entworfen von Architekt Marc Alventosa. Mit seiner Form soll es an die mit Stein eingefassten Terrassen der Olivenhaine erinnern. Der Innenraum ist komplett aus rohem Fels gestaltet und beherbergt eine der modernsten Olivenpressen der Welt. Vom Anbau über die Ernte bis hin zur Produktion – eine außergewöhnliche Qualität, die man wirklich schmeckt, wie ich finde.

Mein Tipp: Das Olivenöl ist ein absolut perfektes Mitbringsel für deine Liebsten zu Hause oder ein tolles kulinarisches Andenken an deinen Urlaub hier in Katalonien.

PLANTA: Kunst – Architektur – Wissen – Landschaft

Für alle Kunst- und Designliebhaber ist PLANTA ein ganz spezieller Ort. Hier geht es um die Harmonie zwischen Industrie und Natur, denn PLANTA liegt direkt in einem Industriegebiet, umgeben von ursprünglicher Natur.

Der Tagebau an einer Kiesgrube am Fluss Segre wird im Interpretationszentrum, das in Zusammenarbeit mit der Universität von Barcelona geschaffen wurde, künstlerisch dargestellt, mit dem Schwerpunkt auf die unterschiedlichen Mineralien und Metalle, die am Prozess beteiligt sind.

Die künstlerische Renaturierung der einzelnen Gebiete nach Beendigung des Tagebaus spielt für PLANTA eine zentrale Rolle. So wurden beispielsweise Olivenhaine gepflanzt und eine moderne Presse errichtet, anstatt alles brachliegen zu lassen, wie es andernorts leider sehr oft der Fall ist.

Das Ergebnis ist das hochwertige native Olivenöl SIMBÒLIC, das symbolische Zeichen dafür, dass es möglich ist, nach der industriellen Nutzung der Natur ihren Raum wieder zurückzugeben!

Jetzt fragst du dich bestimmt, wo dabei die Kunst und das Design bleiben, oder? Alle Gebäude, vom Informationszentrum bis hin zu den verschiedenen Kunsträumen, die extra für die jeweils ausstellenden Künstler und ihre Werke gestaltet wurden, kommen architektonisch gesehen in einem außergewöhnlichen Kleid daher.

Bei PLANTA kannst du die Kreationen weltweit berühmter Künstler wie Bill Viola, Anselm Kiefer oder Juan Muñoz bestaunen!

Kulinarische Gaumenfreuden im Restaurant Malena

Im exquisiten Gourmet-Restaurant Malena kreiert das äußerst professionelle Küchenteam köstlichste Feinschmecker-Menüs, die ihre Inspiration aus der Natur Lleidas und aus den gerade vorherrschenden Jahreszeiten beziehen.

Für seine besonderen kulinarischen Kreationen wurde das Malena bereits mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet!

Den Gerichten liegen traditionelle Rezepte aus der ehrlichen Landhausküche Kataloniens zugrunde, die mit den unterschiedlichsten Techniken fantasievoll und kreativ verfeinert und mit einem modernen Twist neu interpretiert werden.

Das Restaurant Malena erwartet dich in den edel und modern renovierten Gemäuern einer historischen Molkerei. Am allerschönsten sitzt du während eines lauen Sommerabends draußen auf der Terrasse inmitten von viel Grün und unzähligen Olivenbäumen. Das nativ gepresste Öl ebendieser Bäume spielt übrigens in allen Gerichten eine zentrale Rolle.

Schlummern in Klostermauern: der Parador de Lleida

Hast du schon mal in einem echten Kloster übernachtet? Die altehrwürdigen Gemäuer des Parador de Lleida wispern dir Geschichten aus dem 17. Jahrhundert ins Ohr, während du staunend durch das prächtige Gebäude spazierst. Keine Angst, die Zimmer sind nicht alt und staubig, sondern super gemütlich, modern und mit sämtlichen Annehmlichkeiten eingerichtet.

Das Zentrum allen Geschehens ist der historische Kreuzgang, der sich über drei Stockwerke mit vielen steinernen Bögen majestätisch nach oben hin öffnet. Inmitten all dessen kannst du auf gemütlichen Sofas relaxen!

Ein bisschen erinnert mich das Interieur an einen Riad in Marrakesch. Der Kreuzgang führt übrigens auch zur früheren Kirche, in der nun das Restaurant des Hotels untergebracht ist. Ziemlich besonders, oder?

Entdecke das kunterbunte Streetart-Dorf Penelles

Das kleine Dörfchen Penelles ist für mich ein echtes Highlight in der Provinz Lleida. Egal, wo auf der Welt ich unterwegs bin, sobald es Streetart zu entdecken gibt, bin ich Feuer und Flamme. Was hier so besonders ist? Penelles selbst ist wirklich nicht groß, und trotzdem verschönern über 100 farbenfrohe Wandmalereien die traditionellen steinernen Gebäude und Mauern.

Bei einem Spaziergang hast du das Gefühl, von einem Kunstwerk direkt ins nächste zu stolpern. Wie in einem einzigen großen Freilichtmuseum. Sehr cool finde ich die Kunstwerke des Künstlers Pango i co, der übrigens direkt aus Penelles stammt, mit seinem unvergleichlichen Stil.

Jedes Jahr im Mai findet das Gargar-Festival statt, zu dem zahlreiche Graffiti-Künstler aus aller Welt ins Dorf kommen und noch mehr Häuser und Wände mit ihren Kreationen verzieren!

Die Idee zu dem dreitägigen Event stammt von einem früheren Bürgermeister, um das Dorf bekannter und attraktiver zu machen, und um zu verhindern, dass die Jugend Penelles den Rücken kehrt. Seit 2016 entstehen mit jedem Jahr und jedem weiteren Festival immer mehr besondere Kunstwerke.

Das Castell del Remei

Knurrt dir nach dem Streetart-Spaziergang der Magen, dann empfehle ich dir eine kurze Fahrt von nur knapp zehn Minuten raus aus dem Dorf und mitten rein in die Weinberge. Denn dort liegt total idyllisch das aus dem 19. Jahrhundert stammende Castell del Remei mit seinem vorzüglichen Restaurant in einem zauberhaften Schlosspark an einem großen See.

Das Castell del Remei ist das älteste Weingut für erlesene Spitzenweine von ganz Katalonien!

Die servierten Gerichte sind unheimlich lecker, selbstverständlich begleitet von den besten Tropfen des Weingutes. Egal ob vor oder nach dem Essen – eine individuelle Tour über das Weingut und rund um das Schloss, in die mit wunderschönen Malereien geschmückte Kapelle, in die Ausstellungshalle mit wechselnden Kunstwerken unterschiedlicher Künstler, und ganz wichtig – einen geführten Besuch nach unten in die stimmungsvollen historischen Kellerräume voller alter Holzfässer, solltest du dir unbedingt gönnen.

Das Vall de Boí in den katalanischen Pyrenäen

Mit einer schier unglaublichen Schönheit gesegnet ist das wildromantische Vall de Boí, das eingebettet mitten zwischen den schroffen Gipfeln der Region Alta Ribagorça vor sich hin schlummert. Der Nationalpark Aigüestortes i Estany de Sant Maurici schützt die Ursprünglichkeit zahlreicher natürlicher Bergseen, die du auf malerischen Wanderwegen einen nach dem anderen erkunden kannst.

Neben der zauberhaften Natur sind es auch hier wieder echte architektonische Schätze, die es lohnt zu entdecken!

Insgesamt neun romanische Dorfkirchen aus dem frühen Mittelalter verteilen sich über das Vall de Boí. Schon von weitem sind die im lombardisch-romanischen Stil erbauten Gotteshäuser, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurden, mit ihren markanten Glockentürmen sichtbar.

Das Centre del Romànic de la Vall de Boí lässt die Geschichte des Tals mit seinen berühmten Kirchen auf interessante Weise lebendig werden, nämlich im Rahmen des immersiven Projekts Eyes of History!

Mithilfe modernster digitaler Technologien wie zum Beispiel fotorealistischer 3D-Modelle und interaktiver Multimedia-Guides, sowie einer Virtual Reality Brille begibst du dich auf eine virtuelle Zeitreise zurück ins 11. und 12. Jahrhundert, als die damaligen Baumeister gerade mit der Erschaffung der neun Kirchen begannen.

Mein Tipp: Eine spannende Ergänzung zu „Eyes of History” ist das Video-Mapping in der Kirche Sant Climent de Taüll. Im Rahmen dieser kulturellen Vorführung werden die Wandaufbauten, Gemälde und Fresken per Lichtshow an die Wände der Kirche projiziert – genau so, wie sie im Jahr 1123 ausgesehen haben.

Erlebe den Zauber der „Falles“ im Vall de Boí

Bist du während der Sommermonate im Vall de Boí in Katalonien, dann kannst vielleicht auch du den uralten Zauber eines Falles-Festes erleben. Ich hatte das Glück im Ort Barruera. Bereits Tage vor der traditionellen Festnacht bereiten die Dorfbewohner die Bäume hoch oben auf einer Bergkuppe vor, an denen in der „Nacht der Fallas“ das Ursprungsfeuer entfacht und die Fackeln entzündet werden.

Nach Einbruch der Dunkelheit entflammen die „Fallaires“ ihre Fackeln am „Faro“ und machen sich in einer leuchtenden Prozession auf den Weg nach unten, um das Feuer vom Berg hinunter ins Dorf zu bringen. Dort wird dann mit dem Bergfeuer, das die Sonne symbolisiert, ein weiteres großes Freudenfeuer angezündet.

So ein besonderes Erlebnis, bei diesem Fest hautnah mit dabei sein zu dürfen!

In dreiundsechzig Dörfern der Pyrenäen und Vorpyrenäen werden die Falles-Feste gefeiert. Von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt, dient dieses feurige Ritual zur symbolischen Reinigung der Felder und Wälder und dem Vertreiben von Geistern.

Mein Hoteltipp für das Vall de Boí: das Hotel Manantial

Das Vier-Sterne-Hotel Manantial gehört zum Caldes de Boí Health Resort, dessen Besonderheit die heißen Thermalquellen der Gegend sind. Als Gast hast du Zugang zum sogenannten Thermal Center, wo die unterschiedlichsten Gesundheits- und Wohlfühlanwendungen in und mit dem heilenden und an wertvollen Mineralien reichem Thermalwasser schon auf dich warten.

Schlammtherapien, baden im Schwefelwasser oder ein Thermalparcours – du hast die Qual der Wahl!

Die Zimmer des Hotels Manantial sind allesamt modern gestaltet und bieten alle Annehmlichkeiten, die du während deines Urlaubs so brauchst. Auch das abwechslungsreiche und herrlich bunte Frühstücksbüfett lässt keine Wünsche offen.

Na, hast du deine Koffer schon gepackt? Wann geht deine eigene Reise zu den schönsten Sehenswürdigkeiten von Katalonien los? Lass gerne einen Kommentar hier auf meinem Reiseblog da, ich freue mich über deine Worte!



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Hey, ich bin Melanie. Ich liebe das Reisen und diese ganz besonderen Gänsehautmomente einfach über alles. Außerdem bin ich süchtig nach Vitamin-Sea, Kokosnüssen und dem Duft von frischem Sommerregen!

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