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Innsbruck Sehenswürdigkeiten: meine besten Tipps für die historische Altstadt und die Region

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Angesagt, statt angestaubt – Urbanes Lebensgefühl verschmilzt in Innsbruck mit dem Charme vergangener Kaiserzeiten und alpinen Naturerlebnissen. Nirgendwo anders liegen Stadt und Berge so nah beieinander. Die wichtigsten Innsbruck Sehenswürdigkeiten beschränken sich daher nicht nur auf die reizvolle, historische Altstadt, sie erwarten dich auch in schwindelerregender Höhe auf über 2.000 Metern. Wer Aktivitäten in den Bergen liebt, aber nicht auf die Vorzüge einer modernen, jungen Stadt mit zahlreichen Kulturschätzen und internationalen Restaurants verzichten will, ist in Innsbruck genau richtig. 

Schon oft bin ich auf dem Weg nach Südtirol an Innsbruck vorbeigefahren. Jetzt endlich hatte ich auch einmal die Zeit, den Stadtkern und seine Umgebung zu erkunden. Welche Innsbruck Sehenswürdigkeiten du unbedingt besuchen solltest und welche Orte und Aktivitäten im nahen Umkreis mit beeindruckenden Aussichten locken, habe ich dir von meiner Reise mitgebracht. 

Innsbruck Sehenswürdigkeiten: ein Spaziergang durch die mittelalterliche Altstadt

Um die wichtigsten Innsbruck Sehenswürdigkeiten der Altstadt zu besichtigen, bietet sich ein gemütlicher Spaziergang an. Sie alle liegen nicht weit voneinander entfernt und können mit der ein oder anderen Kaffeepause stressfrei entdeckt werden.

Die Triumphpforte und Maria-Theresien-Straße

Ein idealer Startpunkt für deine individuelle Erkundung der Stadt ist die Triumphpforte am Beginn der Maria-Theresien-Straße. Das dreitorige Denkmal wurde 1765 im Auftrag der Kaiserin Maria Theresia anlässlich der Vermählung ihres Sohnes errichtet. Durch den Torbogen hindurch ist die Bergisel Sprungschanze erkennbar, die als modernes Wahrzeichen von Innsbruck auf einem Hügel thront. Folgst du der Straße weiter in Richtung Altstadt beziehungsweise Norden erreichst du die Fußgängerzone mit zahlreichen Geschäften und Cafés in teils prunkvollen, alten Barockbauten. Das Kaufhaus Tyrol dagegen repräsentiert die moderne Seite Innsbrucks. In der Mitte der Straße erinnert die Annasäule an den spanischen Erbfolgekrieg und den damit verbundenen Abzug des bayerischen Heeres im Jahr 1703, der am Tag der Heiligen Anna stattfand.

Das Goldene Dachl 

Der Straße weiter geradeaus folgend erreichst du an deren Ende das Goldene Dachl, die bekannteste Innsbruck Sehenswürdigkeit. Bei diesem Prunkstück der Innsbrucker Altstadt handelt es sich um einen spätgotischen Erker an der Südfront des ehemaligen kaiserlichen Regierungsgebäudes, der mit 2.657 vergoldeten Kupferschindeln gedeckt ist.

Vor allem an sonnigen Nachmittagen erstrahlt das Dachl in besonderem Glanz.

Das damalige Statussymbol wurde vor circa 500 Jahren von Kaiser Maximilian in Auftrag gegeben. Im darin untergebrachten Museum erfährst du viel Interessantes über das Goldene Dachl und die Zeit von Kaiser Maximilian I. Schräg gegenüber zieht das imposante Helblinghaus, ein ursprünglich gotisches Bürgerhaus aus dem 15. Jahrhundert, mit seiner üppigen barocken Stuckfassade und den aufwändig verzierten Erkern die Blicke auf sich. 

Der Stadtturm und die Mariahilfzeile

Ein paar Meter vor dem Goldenen Dachl findest du auf der rechten Seite den Eingang zum Stadtturm mit seiner hübschen Zwiebelhaube. 133 Stufen führen auf die 31 Meter hohe Aussichtsplattform, von der du einen herrlichen Rundblick auf die mittelalterliche Altstadt, den Bergisel, den Patscherkofel und die Nordkette genießt. Wenn du vor dem Goldenen Dachl stehend nach links abbiegst, gelangst du am Ende der Straße zur bekannten bunten Häuserzeile von Innsbruck, der Mariahilfzeile. Auf dem Weg dorthin passierst du den Goldenen Adler, eines der ältesten, in seiner historischen Form erhaltenen Gasthäuser und Hotels Europas. Einige der Berühmtheiten, die es seit 1390 beherbergt hat, sind auf einer Tafel vor dem Haus aufgeführt. 

Die Kaiserliche Hofburg und Hofkirche

Schlenderst du die Hofgasse wieder zurück, erblickst du bereits die kaiserliche Hofburg, die ebenfalls unter Kaiser Maximilian I. im Jahre 1500 erbaut wurde. Eine Besichtigung dieser Residenz früherer Landesfürsten leitet dich unter anderem durch die Gemächer der Kaiserfamilie, den prunkvollen Riesensaal, die Kapelle und den Wappenturm. Nebenan lohnt sich auch ein Besuch der Kaiserlichen Hofkirche, die das imposante Grab Kaiser Maximilians beherbergt. Es wird von 28 schwarzen, lebensgroßen Bronzefiguren (Familie und Freunde des Kaisers) bewacht. Doch der kunstvolle Sarkophag ist leer, denn der Kaiser wurde letztendlich in der Wiener Neustadt begraben. Außergewöhnlich und spannend ist die multimediale Erlebnisshow über Kaiser Maximilian, die dich durch drei dunkle Räume führt, deren Türen sich wie von magischer Hand öffnen. Im Eintritt für die Kirche ist auch der Besuch des angrenzenden Tiroler Volkskunstmuseums enthalten. 

Der Innsbrucker Dom

Der Dom zu St. Jakob ist die letzte Innsbruck Sehenswürdigkeit in der Altstadt, die du besucht haben solltest. Er ist Teil des Jakobswegs und wurde bereits 1180 namentlich erwähnt. Hochbarocke Deckenfresken und aufwändige Stuckaturen versetzen ins Staunen. Sein eindrucksvolles Glockengeläut ist täglich mittags zu hören, wenn das Innsbrucker Friedensglockenspiel die Gassen erfüllt. Mit seinen 57 Glocken ist es das größte Glockenspiel Österreichs. 

Tipp: Wenn du mehrere Museen besuchen und die Bergbahnen nutzen willst, lohnt sich der Kauf der Innsbruck Card. Damit sind unter anderem der Eintritt für Museen, den Stadtturm, den Hop-on Hop-off Bus Sightseer sowie je eine Berg- und Talfahrt mit den Nordkettenbahnen oder der Patscherkofelbahn gebührenfrei. Sogar die Miete eines Citybikes für 3 Stunden ist darin enthalten. Für 24 Stunden kostet die Innsbruck Card 49 Euro, für 48 Stunden 55 Euro und für 72 Stunden 66 Euro. Da die Einzelfahrt auf die Nordkette Hin- und Retour allein schon 40 Euro kostet, ist diese Karte wirklich ein super Angebot. 

Tipps für Restaurants und Bars in Innsbruck

Ob typische Tiroler Küche, gesunde Bowls, asiatische Burger oder Hauben-Küche, du hast in Innsbruck die Qual der Wahl. Für leckere, deftige Gaumenfreuden empfehle ich dir das Weiße Rössl. Im ruhigen Innenhof werden hier unter anderem Schlutzkrapfen, Spinatknödel oder Wiener Schnitzel serviert. Die Küche der Wilderin steht unter dem Motto regional, saisonal und nachhaltig. Da dieses Lokal leider am Montag geschlossen hat, hatten wir keine Möglichkeit es auszuprobieren, aber es hat ein sehr gutes Renommee. Im Woosabi stehen gesunde Bowls und köstliche Bao Buns (kleine asiatische Burger) auf dem Menü. 

Leckeren Kaffee und Kuchen gibt es im Café Central mit typischem Kaffeehaus-Flair. Hier kann ich dir den Kaiserschmarrn sehr empfehlen. Wenn es lieber ein erfrischendes Eis sein darf, lege ich dir die Gelateria Lago di Garda ans Herz. Oder doch lieber einen köstlichen Strudel?

Im Strudel Café um die Ecke der Hofburg fällt die Wahl bei 12 süßen und 5 salzigen Varianten richtig schwer, doch der ungewöhnliche Schoko-Himbeer Strudel hat mir besonders fein geschmeckt.

Für einen Drink vor oder nach dem Abendessen solltest du unbedingt das Kater Noster auswählen, denn hier kannst du den Innsbruck Mule auf Zirbenschnaps-Basis probieren, der nicht nur optisch überzeugt. Ganz neu ist die Blaue Brigitte, eine hippe, stylische Bar mit hervorragenden Drinks im letzten Stock des Altstadthotels Weißes Kreuz. Das 360° oder die Bar Weitsicht im Design Hotel aDLERs sind der perfekte Ort für einen Sundowner über den Dächern der Stadt. 

Innsbruck Sehenswürdigkeiten: Genieße den Blick auf Innsbruck aus 2.344 Metern Höhe

„Der Berg in der Stadt“, so wird die Nordkette oberhalb von Innsbruck genannt. Direkt vom Stadtzentrum geht es in einer halben Stunde aus dem Getümmel der Stadt hinauf auf 2.400 Meter. Der Startpunkt der Nordkettenbahnen befindet sich nur ein paar Meter von der Hofburg entfernt, direkt neben dem Innsbrucker Kongress. In nur acht Minuten gelangst du von dort auf die Hungerburg. Dort befindet sich jedoch keineswegs eine Burg. Es handelt sich hierbei um einen Stadtteil von Innsbruck, der 400 Meter oberhalb der Stadt bereits einen fantastischen Ausblick bietet. Die Altstadt ist noch erkennbar, doch das soll sich ändern. 

Einen kurzen Fußweg über den Hermann-Buhl-Platz entfernt, bringt dich die Seegrubenbahn zunächst auf die Seegrube. Nach dem Wechsel in eine weitere Bahn stehst du nun auf dem Hafelekar, dem Top of Innsbruck auf 2.344 Metern. Was für ein sensationelles Panorama und definitiv eine der wichtigsten Innsbruck Sehenswürdigkeiten!

Wie sich der Inn durch das Tal und die Stadt schlängelt, wirkt fast wie ein Gemälde.

Innsbruck Sehenswürdigkeiten: Wandere am Goetheweg auf der spektakulären Nordkette 

Vom Hafelekar laden verschiedene Wanderungen und Spaziergänge dazu ein, aktiv zu werden. Falls du dafür eine Stärkung benötigst und erst einmal den Ausblick genießen willst, kannst du dies in den Restaurants auf der Seegrube oder dem Hafelekar tun. Wenn dir nach einer kurzen Wanderung ist, besteige den Gipfel des Hafelekars. Eine längere Tour, die ich dir auf jeden Fall empfehlen kann und die als eine der schönsten Wanderungen rund um Innsbruck gilt, führt über den Goetheweg zur Pfeishütte. Circa 10 Kilometer gilt es zu bewältigen, die mit circa fünf Stunden berechnet sind. 

Die Wanderung startet an der Bergstation am Hafelekar und führt zunächst relativ eben am Steig entlang. So bleibt Zeit, den Blick ins Inntal und auf die gegenüberliegenden Berge schweifen zu lassen. Durch den Wechsel von der Süd- zur Nordseite kannst du aber auch das beeindruckende Karwendel-Massiv mit seinen kargen, spitzen Gipfeln und grünen Wiesen bestaunen. Zahlreiche Schafherden sind hier zuhause und lassen sich von den Wanderern nur selten aus der Ruhe bringen. So kann es schon mal vorkommen, dass es sich Schafe mitten auf dem Wanderweg für ein Schläfchen gemütlich machen und du im Slalom an ihnen vorbeigehen musst. 

Am Ende der Wanderung lockt die Pfeishütte mit deftiger Hüttenkost in idyllischer Lage. Falls du, wie ich, nicht so viel Zeit hast oder dir die Kraft ausgeht, kannst du nach circa einer Stunde auf dem Goetheweg den Gipfel der Mandlspitze erklimmen. Insgesamt 320 Höhenmeter und knapp sechs Kilometer sind dabei für den Hin- und Rückweg zu meistern. Von oben bietet sich dann aber ein wirklich märchenhafter Ausblick auf die umliegende Bergkulisse.

Mein Hoteltipp für Innsbruck: das urban-alpine aDLERS

Ein idealer Ausgangspunkt für die Erkundung der wichtigsten Innsbruck Sehenswürdigkeiten ist das Design-Hotel aDLERS. Nur 50 Meter vom Hauptbahnhof entfernt und in unmittelbarer Nähe zur Altstadt wachst du mit einem beeindruckenden Blick auf die Tiroler Bergwelt morgens auf. Auch beim Frühstück ist eine wunderbare Weitsicht über die Dächer Innsbrucks garantiert und bei einer reichhaltigen Auswahl am Buffet bleiben auch in dieser Hinsicht keine Wünsche offen. Abends lockt die Dachterrasse des Restaurants weitsicht mit köstlichen Gaumenfreuden und erfrischenden Sundownern.

Weitere Innsbruck Sehenswürdigkeiten, die sich lohnen

Wenn du etwas mehr Zeit mitgebracht hast, kann ich dir noch weitere sehenswerte Orte empfehlen. So zum Beispiel den Patscherkofel. Der Hausberg Innsbrucks mit der runden Kuppe ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und einer Bergbahn bequem erreichbar. Circa 60 leichte, markierte Wege ermöglichen nachhaltige Wanderfreuden, die vor allem für Familien ideal sind. Auch von hier – auf über 2.000 Metern – genießt du ein spektakuläres 360-Grad-Panorama, das du auf gemütlichen Almen und in rustikalen Gasthäusern mit kulinarischen Highlights verbinden kannst. Der höchstgelegenste botanische Garten Österreichs ist ebenfalls hier beheimatet und mit Sicherheit einen Besuch wert.

Ein weiterer Ort mit einem fantastischen Blick auf Innsbruck ist die Bergisel Sprungschanze. Da ich früher mit meinen Eltern an den Weihnachtstagen oft die 4-Schanzen-Tournee mit Spannung verfolgt habe, kenne ich sie bereits aus dem TV. Die Sprungschanze ist von Mittwoch bis Sonntag zwischen 9 und 17 Uhr geöffnet und bietet zwischen 10 – 12 und 13 – 15 Uhr Sommer Showspringen an. Wie die Hungerburgbahn wurde auch diese Skisprungschanze als benutzbare Skulptur von der irakischen Architektin Zaha Hadid entworfen und vereint als modernes Wahrzeichen Innsbrucks Sprungturm, Café und Anlaufspur. Im Bergisel Sky Restaurant schmecken die regionalen und internationalen Gerichte, Kuchen und Eis dank der raumhohen Glasfronten, die einen traumhaften Blick ermöglichen, gleich noch besser. 

Das Schloss Ambras Innsbruck ist eine der bedeutendsten Innsbruck Sehenswürdigkeiten. Eingebettet in einen gepflegten, idyllischen Schlossgarten thront es über den Dächern von Innsbruck. Wenn du dich für Kunst interessierst, wird dir das Schlossinnere besonders gefallen. In der Wunderkammer, den Rüstkammern, dem Antiquarium sowie der Habsburger Portraitgalerie sind verschiedenste Werke berühmter Künstler unter anderem von Peter Paul Rubens, Anthonis van Dyck oder Diego Velásquez ausgestellt, und auch der Georgsaltar Kaiser Maximilians I. kann hier besichtigt werden.

Das waren meine Tipps für die schönsten Innsbruck Sehenswürdigkeiten. Ich hoffe sie helfen dir bei deiner Reiseplanung. Oder kennst du Innsbruck schon und hast noch ein paar weitere Tipps? Lass gerne einen Kommentar auf unserem Reiseblog da. Darüber freuen wir uns sehr.


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*Dieser Artikel entstand im Rahmen einer bezahlten Zusammenarbeit mit Tirol Werbung und Innsbruck Tourismus. Bei der Umsetzung des journalistischen Inhalts war ich jedoch vollkommen frei und meine Meinung ist wie immer meine eigene. Im Beitrag gibt es Werbelinks. Buchst oder kaufst du etwas über diese, bekommen wir eine anteilige Provision. Der Gesamtbetrag ändert sich dadurch für dich nicht. Danke dir!

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Hi, ich bin Nina. Reisen bedeutet für mich Freiheit, Glücksgefühle und unvergessliche Momente. Besonders ins Schwärmen gebracht und fasziniert haben mich bisher Island, Neuseeland, Südafrika und Bali.

2 Comments

  • pavel
    29. Juli 2021 at 2:13

    und was ist mit dem alpenzoo?
    war dort im mai 2019 und es war genau sö überzeugend wie der rest von innsbruck
    ps: ermäßigter eintritt mit der innsbruck card

    Reply
    • Nina
      30. Juli 2021 at 12:26

      Stimmt, den gibt es auch noch. Ich persönlich hoffe allerdings immer lieber darauf, die Tiere in freier Natur zu sehen. :)

      Reply

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